Stimmen zum Amstel Gold Race 2026

Withen Philipsen: “Ich war völlig am Ende“

Von Kevin Kempf

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Albert Withen Philipsen (Lidl - Trek) | Foto: Cor Vos

19.04.2026  |  (rsn) – Nach Platz drei im Vorjahr hat Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) beim 60. Amstel Gold Race (1.UWT) Titelverteidiger Mattias Skjelmose (Lidl – Trek) diesmal im Zweiersprint geschlagen. Am Kruisberg setzte sich eine Gruppe ab, die in der folgenden Abfahrt durch einen Sturz geteilt wurde. Evenepoel machte sich mit Skjelmose und Romain Grégoire (Groupama - FDJ United) auf und davon und warf den Franzosen an der vorletzten Cauberg-Passage über Bord. Dem Dänen ließ er 18 Kilometer später im Sprint in Berg en Terblijt keine Chance.

Die Stimmen zum Amstel Gold Race 2026:

Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe / Sieger / Ziel-Interview): ”Das Amstel ist nur eine kleine Stufe unter den Monumenten, deswegen ist es ziemlich hoch in meiner persönlichen Rangliste. Das ist wohl einer der acht schönsten Siege meiner Karriere. Ich habe Glück, dass ich viele gewinne, aber dieser Erfolg bedeutet mir eine Menge und ich bin sehr stolz auf ihn.“

Mattias Skjelmose (Lidl – Trek / Zweiter / Ziel-Interview): “Ich bin sehr zufrieden. Remco war ganz sicher – wie schon letztes Jahr – der Stärkste. Da hatte ich noch Glück, jetzt hat er mich knapp mit besseren Beinen geschlagen. Ich war am Limit und er hat mich nicht mal an den Anstiegen abgehängt. Ich habe alles gegeben und mehr war nicht drin.“

Marco Frigo (NSN / Zehnter / Eurosport): “Wir wissen, dass es nicht meine Stärke ist, um Positionen zu kämpfen. Nach der Streckenbesichtigung gestern war klar, dass es für mich am besten ist, vorne zu bleiben und mein eigenes Tempo zu fahren. Das ist so etwas wie meine Spezialität und so habe ich es bis ins Ziel geschafft. Ich muss aber lernen, wie man ein Finale fährt. Ich habe den Sprint zu früh eröffnet.“

Huub Artz (Lotto - Intermarché / 133. / Eurosport): “Wir hatten eine schöne große Gruppe. Bei einem so langen Rennen, muss man gut mit der Kraft haushalten. Irgendwann waren wir aber nicht mehr zufrieden mit unserem Vorsprung. Deswegen mussten wir das Tempo erhöhen. Ich war aber [nachdem wir eingeholt wurden, d.Red.] immer noch in einer guten Position, dann gab es aber leider einen Crash in einer rutschigen Kurve. Das passiert manchmal, ich bin froh, dass ich ins Ziel fahren konnte. Es war ein harter Aufprall und ich hoffe alles sind okay.

Emiel Verstrynge (Alpecin – Premier Tech / Fünfter / Sporza): “Ich hatte am Keutenberg einen schlechten Moment und die anschließende Verfolgung hat dann auch richtig Kraft gekostet. Danach hatte ich auch am Cauberg noch Probleme, zum Glück konnte ich das alles noch korrigieren. Der fünfte Platz ist sehr viel wert. Ich bin sehr glücklich, denn ich musste heute alles geben.“

Mauri Vansevenant (Soudal – Quick-Step / Siebter / Sporza): “Es war ein Sprint der sterbenden Schwäne. Alle waren komplett am Limit, das kam sicher auch durch das Wetter. Auf Straßen wie diesen werden Rennen dann besonders hektisch. Ich war aber in einer schönen Gruppe und habe bewiesen, dass meine Beine in Ordnung sind, auch wenn mir zum Podium noch etwas fehlt.“

Albert Withen Philipsen (Lidl - Trek / Achter / CyclingPro.net): “Ich wusste, dass ich, wenn alles nach Plan läuft, im Finale vorne mitmischen kann. Natürlich ist es das Eine, sich das zu denken und etwas Anderes, es dann auch umzusetzen. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich dabei sein und tatsächlich eine entscheidende Rolle im Rennen spielen konnte. Das ist mehr, als ich erwarten konnte. Ich habe Mattias nur kurz umarmt, dann musste er schon zur Siegerehrung. Mir war vom Sprint noch etwas schwindlig, weil ich völlig am Ende war. Wir reden dann, wenn wir zurück am Bus sind.“

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