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02.05.2026 | (rsn) – Nach zwei Etappensiegen in Folge – beide im Sprint herausgefahren – musste sich Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) im Ziel der 3. Etappe der Tour de Romandie (2.UWT) mit Rang vier begnügen. Diesmal war der Weltmeister nicht nur chancenlos gegen Dorian Godon (Ineos Grenadiers), den er noch am Vortag bezwungen hatte, sondern musste auch noch Finn Fisher-Black (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Valentin Paret-Peintre (Soudal – Quick-Step) an sich vorbeiziehen lassen.
Dennoch war Pogacar mit seiner Vorstellung zufrieden, wie er im Ziel erklärte. “Wenn Godon mit hohem Gang richtig Gas gibt, ist er schnell vorbei an mir. Es war nicht wie gestern, er hat heute gewartet und das Tempo war nicht so hoch, so dass er einen größeren Unterschied machen konnte“, erzählte der Slowene, der aber nach eigenen Worten dennoch “einen recht soliden Sprint und ein gutes Finish hingelegt“ hatte.
Zuvor kontrollierte UAE das Geschehen, ehe Red Bull am letzten Anstieg in die Offensive ging und dem Team das Gesamtführenden die Arbeit abnahm. “Wir wollten in unserem Tempo über den letzten Anstieg drüber. Ein anderes Team hatte eine andere Idee, was sehr gut war“, sagte Pogacar und meinte damit die Konkurrenz aus Deutschland.
“Red Bull – Bora – hansgrohe hat ein hohes Tempo vorgegeben, so dass nur eine kleine Gruppe übrig geblieben ist. Am Ende konnten sie gemeinsam mit Lidl – Trek und Ineos die Ausreißergruppe einholen. Es war ein guter Tag für uns“, so der 27-Jährige, der ebenso wie seine Helfer etwas Kräfte für die noch anstehenden schwersten beiden Etappen dieser 79. Tour de Romandie sparen konnte.
Zunächst muss das Feld am Samstag gleich dreimal den Jaunapass überqueren, ehe zum Finale am Sonntag die Königsetappe ansteht, die mit der Bergankunft in Leysin endet. Rund 6.700 Höhenmeter kommen so am Wochenende zusammen – eigentlich Wunsch-Terrain für den Mann im Gelben Trikot, um sein Siegkonto weiter aufzustocken.
“Ich werde in erster Linie versuchen, das Trikot zu verteidigen“, kündigte Pogacar jedoch an, dass angesichts eines Vorsprungs von nur 17 Sekunden auf Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe) die Absicherung des Gesamtsiegs für ihn Priorität vor weiteren Etappenerfolgen haben werde. “Ob sich dann auch noch eine Siegchance ergibt, werden wir sehen. Aber ehrlich gesagt: Das wäre für mich nicht das Ende der Welt“, sagte er abschließend.