Giro-Debütant auf 4. Etappe ausgestiegen

Erneut Magenprobleme: Bergauf ging es mit De Lie bergab

Von Matthias Seng

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Arnaud De Lie (Lotto - Intermarché) auf der 4. Etappe des Giro d´Italia | Foto: Cor Vos

12.05.2026  |  (rsn) – Seinen ersten Giro d’Italia (2.UWT) wird Arnaud De Lie schnell vergessen wollen. Nachdem erschon mit einem Magen-Darm-Virus zur ersten Grand Tour des Jahres angereist war und auf seinen Teilnahme an der Teampräsentation in Burgas verzichtet hatte, kämpfte sich der Belgier durch den dreitägigen Giro-Auftakt durch Bulgarien. "Ich glaube, ich habe mich noch nie so schlecht gefühlt", sagte der 24-Jährige gegenüber der belgischen Zeitung Het Nieuwsblad.

Am frühen ersten Ruhetag der Italien-Rundfahrt - genau genommen mehr ein Transfertag war – hofften De Lie und sein Team Lotto – Intermarché, dass er sich von den Folgen des Infekts würde erholen können. Doch dann fiel er auf der 4. Etappe wie andere Sprinter auch am einzigen Berg des Tages aus dem Feld heraus und stieg schließlich doch einigermaßen überraschend vom Rad.

“Wir hatten gehofft, dass es für Arnaud nach dem Ruhetag wieder bergauf gehen würde, doch heute litt er erneut unter Magenproblemen“, nannte Sportdirektor Pieter Vanspeybrouck nach der Etappe gegenüber Sporza den Grund für den Ausstieg seines Kapitäns, der bereits der zehnte Fahrer ist, der diese Italien-Rundfahrt vorzeitig verlassen musste.

Doch für das Lotto-Team könnte es noch dicker kommen. Auch Milan Menten hat nämlich mit Magenbeschwerden zu kämpfen. De Lies Landsmann kam mit mehr als 18 Minuten Rückstand auf Etappensieger Jhonatan Narvaez (UAE – Emirates – XRG) zeitgleich mit dem Italiener Samuele Battistella (EF Education – EasyPost) auf dem 173. und damit vorletzten Platz ins Ziel.

Für De Lie ist es bereits das zweite Mal, dass eine Erkrankung seine Saisonpläne durcheinander wirbelte. Im Frühjahr musste er aus gesundheitlichen Gründen auf die Flandern-Rundfahrt (1.UWT) verzichten. Sein Team sieht mit Blick auf die weiteren Saisonpläne jedoch noch keinen Grund zur Sorge, wie Vanspeybrouck betonte.

“Das Team bewahrt kühlen Kopf. Das Wichtigste ist im Moment, dass er wieder gesund wird. Wir verfallen hinsichtlich seiner kommenden Ziele – der Tour de Wallonie und der Tour de France – nicht in Panik“, sagte der Belgier, dessen Team auf der 4. Etappe durch Lennert Van Eetvelt einen siebten Etappenrang verbuchen konnte. 

Auf diesen Position rückte der Belgier auch im Gesamtklassement vor, in dem er wie 18 weitere Profis zehn Sekunden Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Giulio Ciccone (Lidl – Trek) aufweist.

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