Die Stimmen zur 20. Etappe des Giro d´Italia

Vingegaard: “Ich bin Radprofi, ich will so viel wie möglich gewinnen“

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Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) auf dem Weg zu Giro-Etappensieg Nummer 5. | Foto: Cor Vos

30.05.2026  |  (rsn) – Die letzte Bergetappe des Giro d'Italia (2.UWT) hat für keine Verschiebungen in den Top 10 der Gesamtwertung mehr gesorgt. Die Kräfteverhältnisse waren bereits vor dem Finale in Piancavallo offensichtlich zurechtgerückt und bei der letzten Bergankunft vor dem Flugtransfer zur Schlussetappe in Rom glichen die Top 3 der Etappe auch dem voraussichtlichen Podium am Sonntagabend:

Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) feierte seinen fünften Etappensieg, Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) wurde zum fünften Mal Zweiter und Jai Hindley (Red Bull – Bora – hansgrohe) fuhr zum vierten Mal als Dritter über den Zielstrich einer Bergankunft bei dieser 109. Italien-Rundfahrt.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 20. Etappe des Giro d'Italia:

Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Etappensieger und Rosa Trikot / Flash): "Ich bin Radprofi, ich will so viel wie möglich gewinnen! Die Jungs sind unglaublich gefahren und ich hatte heute auch einen richtig guten Tag. Es ist speziell für mich, fünf Etappen gewinnen zu können und so einen großen Vorsprung zu haben. Ich hoffe, morgen gibt es eine Sprintetappe. Aber man weiß nie. Vielleicht schafft es die Ausreißergruppe wieder. Aber wir werden natürlich den Tag genießen. Und auch den heutigen Abend wollen wir genießen. Auch wenn es eine lange Nacht wird mit dem Flug."

Felix Gall (Decathlon – CMA CGM / Etappen- und Gesamtzweiter / Eurosport): " Ich habe mich wirklich gut gefühlt und es war einfach dieselbe Story wie die ganzen drei Wochen. Für einen Moment habe ich versucht zu folgen und dachte mir: Vielleicht habe ich eine Chance. Aber dann saß ich nachher an Jais und Dereks Rad und habe noch einen guten Sprint gefahren. Wir können so stolz auf diese drei Wochen sein! Heute war es wirklich schön, so viele Leute an der Straße zu sehen – Familie, Freunde und bekannte Gesichter – und die ganze Zeit meinen Namen zu hören. Das ist etwas Besonderes!"

Jai Hindley (Red Bull – Bora – hansgrohe / Etappen- und Gesamtdritter / Eurosport): "Es ist wirklich schön, wieder um das Podium kämpfen zu können, nachdem ich letztes Jahr bei der Vuelta knapp dran war. Die Grand Tours sind für mich das Höchste im Radsport. Und da dann konkurrenzfähig zu sein, ist der Grund, warum ich Rad fahre. Ich hatte es im Kopf, Felix vielleicht noch abhängen zu können. Aber die Beine hatten was Anderes vor. Ich bin ziemlich müde."

Derek Gee-West (Lidl – Trek / Etappen-4., Gesamt-5. / Eurosport): "Ich bin dankbar, dass ich bis hierhin gekommen bin. Nach dem Sturz auf Etappe 2, dort einfach nur ins Ziel zu kommen und dann jetzt ein gutes GC-Ergebnis zu holen – auch wenn es nicht ganz das ist, das ich eigentlich wollte - dabin ich happy mit! Gleichzeitig motiviert es aber auch, denn einen vierten (2025) und fünften Paltz zu haben, ist natürlich auch superfrustrierend. Also bleibt das Podium etwas, worauf ich in Zukunft zielen kann."

Thymen Arensman (Netcompany – Ineos / Etappen-5., Gesamt-4. / Eurosport): "Eine Etappe kommt noch, also wer weiß..? (im Scherz) Aber, ja: Egan war heute wirklich der MVP. Wir hatten im Bus besprochen, dass ich mein Tempo fahren muss. Ich bin ein anderer Kletterer als Jai oder Felix. Ich hatte nicht wirklich Angst (den Platz zu verlieren). Wir hatten einen Plan fürs Pacing und ich weiß, dass ich mich in Steilstücken etwas mehr zurückhalten muss und dann auf dem flacheren letzten Teil nochmal einen Unterschied würde machen können mit Egan. Das hat geklappt."

Afonso Eulalio (Bahrain Victorious / Etappen-7., Geamt-6. und Weißes Trikot / Mixed Zone): "Ich habe heute einen besseren Tag gehabt und am Ende habe ich, glaube ich, einen guten Kampf geliefert. Am Morgen war ich nicht so zuversichtlich, aber die Leute im Team haben mir immer gesagt, dass ich es schaffen kann – und das habe ich. Aber daran geglaubt, habe ich erst am letzten Anstieg. Ich werde diesen Giro nie vergessen. Das, was hier passiert ist, bleibt immer in meinem Gedächtnis."

Damiano Caruso (Bahrain Victorious / Etappen-8., Gesamt-9. / Eurosport): "Am vorletzten Anstieg hat Afonso (Eulalio) zu mir gesagt: ‘Ich fühle mich nicht gut.‘ Ich habe geantwortet: ‘Niemand fühlt sich gut außer ein oder zwei Fahrer. Mach dir keine Sorgen! Ich bleibe bei dir. Wir werden zusammen kämpfen.‘ Am Ende war er richtig stark. Ich habe gesehen, dass Piganzoli Probleme hatte. Dann habe ich daran geglaubt, dass wir es schaffen können. Und dann hat er auch noch die Energie, zu attackieren – das war unglaublich! Ich habe den ganzen Winter für das hier gearbeitet und jetzt mein Ziel erreicht. So kann ich zufrieden in den Ruhestand gehen."

Andreas Leknessund (Uno-X Mobility / Etappen-19. / Eurosport): "Es war der letzte Tag beim Giro, also warum nicht nochmal attackieren? Wir hatten einen relativ offenen Plan für heute. Wir wollten nach dem Start schauen, wie wir uns fühlen und ich habe es wieder mal in die Ausreißergruppe geschafft. Es ist schön, sagen zu können, dass ich es praktisch jedes Mal in die Gruppe geschafft habe, wenn es einen flachen Etappenstart gab. Aber ich habe mich heute nicht so gut gefühlt, werde langsam müde. Ich bin den Giro jetzt zweimal gefahren und ich muss sagen, dass beide Ausgaben wirklich schön waren. Ich mag echt alles am Giro."

Giulio Ciccone (Lidl – Trek / Etappen-34. und Bergtrikot / Mixed Zone): "Ich habe sicherlich einen Etappensieg verpasst. Das ist nicht das beste Gefühl in einer Grand Tour. Als ich entschieden habe, nicht um das Gesamtklassement zu fahren, waren ein Etappensieg und dieses Trikot meine Hauptziele. Ich bin richtig stolz darauf, dieses Trikot zu tragen, weil das eine schwere Aufgabe ist. Nach sieben Jahren habe ich es jetzt erneut geschafft. Darüber bin ich sehr froh."

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