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30.05.2026 | (rsn) – Derek Gee-West wird die erste Grand Tour für sein neues Team Lidl – Trek aller Voraussicht morgen in Rom auf Platz fünf beenden. Doch was wäre, wenn die Rundfahrt noch ein wenig länger dauern würde? Den Zahlen nach endet der Giro d’Italia für den Kanadier eigentlich zu früh. Erst in der dritten Woche nach der Bergankunft in Corno alle Scale (9. Etappe), wo er noch auf Platz 14 in der Gesamtwertung gelegen hatte, fand der Kapitän des deutschen Teams zu seiner Bergform.
Bräuchte es für ihn also eine vierte Woche? “Ich glaube, wenn es eine vierte Woche gäbe, würde ich mit dem Radsport aufhören", lachte Gee-West über diese Frage am Eurosport-Mikrofon. Dass er üblicherweise eine Weile braucht, um bei den großen Rundfahrtenn in die Gänge zu kommen, sieht er ambivalent: "Ich weiß nicht, ob es für immer so sein muss, dass ich auf die dritte Woche warten muss, um richtig gute Beine zu haben, oder ob wir daran arbeiten können. Aber überhaupt irgendwann im Rennen auf dieses Level zu kommen, da bin ich superhappy mit."
Sein bestes Level reichte im Verlauf der dritten Woche aber nicht mehr aus, um das Podium angreifen zu können. Nach Platz vier vor einem Jahr wird es in diesem Jahr wohl Platz fünf. Bei seinem Grand-Tour-Debüt im Jahr zuvor war Gee-West wie Felix Gall (Decathlon - CMA - CGM)) in dieser Ausgabe zum “ewigen Zweiten“ geworden – viermal am Ende einer Etappe und zusätzlich noch in der Punkte- und Bergwertung. Es war sein Durchbruch, aber in gewisser Weise ist der Lidl-Mann weiter unvollendet.
“Das motiviert gleichzeitig, denn einen vierten und fünften Platz zu haben, ist natürlich auch superfrustrierend“, erklärte Gee-West. “Also ist es etwas, worauf ich in Zukunft zielen kann (das Podium). Ich bin ziemlich happy mit meiner Form am Ende des Rennens."
Der Kanadier feierte – nach seinem unschönen Abgang von Israel – PremierTech im vergangenen Jahr - bei seinem neuen Team einen starken Auftakt als Grand-Tour-Kapitän. Dabei verlief die Vorbereitung nach einem ordentlichen Auftakt bei der UAE Tour nicht ideal. Auf der 2. Etappe stürzte er. Von diesem Tag an musste er unter schwierigen Voraussetzungen eine Aufholjagd starten: "Ich bin dankbar, dass ich hier hingekommen bin“, zog er ein positives Fazit. “Nach dem Sturz auf Etappe 2, da durchzukommen, ins Ziel zu kommen und ein gutes GC-Ergebnis zu holen – auch wenn es nicht ganz das ist, das ich wollte, da bin ich happy mit."
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