0,02 Kilogramm zu leicht?

SD Worx “erstaunt“ über Wiebes-Disqualifikation beim Giro

Von Felix Mattis

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Lorena Wiebes (SD Worx - Protime) im Interview nach ihrem Auftaktsieg beim Giro, der ihr später aberkannt wurde. | Foto: Cor Vos

30.05.2026  |  (rsn) – Das Team SD Worx – Protime hat am späten Samstagabend mit einem offiziellen Statement auf die Disqualifikation von Lorena Wiebes nach der 1. Etappe des Giro d'Italia Women (2.WWT) reagiert und darin zum Ausdruck gebracht, dass man die Entscheidung der Jury nicht nachvollziehen könne.

Man habe "keine Erklärung dafür, warum Wiebes' Fahrrad als zu leicht befunden wurde", erklärte man. Dasselbe Rad sei im Saisonverlauf von Wiebes mit demselben Setup schon zu mehreren Siegen gesteuert worden und habe die Messungen der UCI-Jury dabei immer bestanden.

"Laut der Jury wog das Rad 6,78 Kilogramm und hat deshalb nicht das Minimalgewicht der UCI von 6,8 Kilogramm erreicht", nannte der niederländische Rennstall in seinem Statement auch eine genaue Zahl, die aus der Pressemitteilung von Giro-Veranstalter RCS Sport zur Disqualifikation der Niederländischen Meisterin und auch aus dem Jury-Communique nicht hervorgegangen war.

"Das Team SD Worx – Protime ist erstaunt über die Entscheidung des UCI-Kommissärs-Panels, dass das Fahrrad von Lorena Wiebes nach der 1. Etappe des Giro d'Italia Women nicht das Minimalgewicht gemäß Artikel 2.12.007-2.2 des UCI-Reglements erreicht habe", eröffnete das Team von Sportdirektor Danny Stam, der neben der Disqualifikation seiner Sprinterin auch mit einer Geldstrafe von 500 Schweizer Franken belegt worden war, das Statement.

"Das Team hat ernsthafte Fragen zur Wiege-Prozedur beim Giro d'Italia Women. Zum Beispiel gab es einen Gewichtsunterschied von 50 Gramm zwischen der ersten und der zweiten Messung von Wiebes' Fahrrad nach dem Ziel der Etappe in Ravenna", erklärte man und betonte:

"Fahrrad mit selbem Setup schon mehrmals eingesetzt"

"Wiebes hat dieses Fahrrad schon bei mehreren Rennen eingesetzt in dieser Saison, immer mit demselben Setup. Sie hat zahlreiche Siege auf diesem Rad eingefahren. Und darüber hinaus wurde das Rad früher in diesem Jahr von UCI-Offiziellen nach sämtlichen Rennen gewogen, in denen Wiebes überzeugende Sprintsiege feierte. In jedem dieser Fälle, lag das Rad komfortabel über den 6,8 Kilogramm. Deshalb versteht das Team nicht, wie dasselbe Fahrrad jetzt plötzlich unter dem Minimalgewicht gemessen werden konnte."

Und weiter: "Team SD Worx – Protime glaubt, dass Wiebes' Disqualifikation eine außergewöhnlich harte Strafe ist. In einer flachen Sprint-Etappe, anders als bei einer Bergetappe, bringt eine kleine Gewichtsreduzierung keinen Vorteil. Das trifft besonders für eine Fahrerin wie Wiebes zu, die den Sprint in Ravenna mit drei Radlängen Vorsprung gewonnen hat."

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