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05.06.2026 | (rsn) – Erst kollidierte er im Sprint mit Kim Heiduk (Netcompany – Ineos), dann zog Ben Oliver (Modern Adventure) an Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché) vorbei und gewann die Abschlussetappe der Tour de Wallonie (2.Pro). Killian Théot (Van Rysel – Roubaix) wurde vor dem Belgier Zweiter. Auf dem vierten Platz erreichte Anders Foldager (Jayco – AlUla) vor Daan Depuydt (Baloise – Het Poetsbureau Lions) das Ziel. Alle anderen Fahrer waren gestürzt oder wurden durch den Sturz aufgehalten.
Durch seinen zweiten Tageserfolg sicherte sich Oliver auch den Gesamtsieg. Er blieb zwei Sekunden vor dem im Sprint gestürzten Riley Sheehan (NSN) und fünf vor De Lie. Auf Platz vier beendet Laurence Pithie (Red Bull – Bora – hansgrohe) vor Foldager und Heiduk.
Der Deutsche erreichte das Ziel mit mehr als 19 Minuten Rückstand. Er bekam allerdings sowohl die Siegerzeit als auch eine Gelbe Karte.
Neoprofi Oliver ist eine der Entdeckungen der Saison. Gewinnen konnte er bis zur Wallonie noch nicht, häufig setzte er sich aber durch starke Sprints für den neugegründeten Rennstall in Szene. “Es ist verrückt. Ich kann das noch gar nicht fassen“, meinte er nach seinem dritten Sieg in vier Tagen im Ziel-Interview. Die gesamte Rundfahrt wurde zu einem Sekundenkampf, schon unterwegs wurde bei den Zwischensprints alles gegeben. “Letztendlich musste man aber die Etappe gewinnen. Deswegen habe ich mich komplett auf den Zielsprint konzentriert und das hat sich ausgezahlt“, erklärte der 29-Jährige.
“Ich hoffte, hier eine gute Woche zu haben. Die Gegnerschaft war stark und ich musste es von Tag zu Tag angehen. Heute war der schwerste, aber ich habe es bis zum Ziel überstanden und hatte noch einen guten Kick auf der Zielgerade“, blickte er zurück. “Das ist mit meilenweitem Vorsprung der größte Erfolg meiner Karriere“ fügte er an.
Schon nach sieben Kilometern teilte sich das Feld, wobei neben Heiduk auch Moritz Kretschy (NSN), dessen Teamkollegen Sheehan und Krists Neilands sowieso Pithie zu den 23 Spitzenfahrern gehörten. Nach sieben Kilometern wurde diese Situation entschärft und es dauerte vier Kilometer, bis sich ein Dutzend um Dries De Bondt (Jayco – AlUla) absetzen konnte. Das konnte bis zu 3:30 Minuten Vorsprung herausfahren, wodurch Siebe Deweirdt (Flanders – Baloise) zeitweise virtueller Leader war.
Mit noch 76 zu fahrenden Kilometern wurde aber auch dieser Versuch vereitelt, in Aubel sicherte sich Pithie neun Kilometer später drei Bonussekunden. Sheehan holte sich zwei und De Lie eine. An gleicher Stelle lag 30 Kilometer später erneut ein Zwischensprint, den Sheehan vor Pithie und Adrien Boichis (Red Bull – Bora – hansgrohe) gewann. Der Franzose zog direkt durch und eine siebenköpfige Spitzengruppe entstand, die von Lotto – Intermarché aber schnell gestellt wurde.
Das Streckenprofil der 5. Etappe der Tour de Wallonie | Foto: Veranstalter
Eingangs der 30 Kilometer langen Schlussrunde attackierte Pim Ronhaar (Baloise – Het Poetsbureau Lions) und er bekam wenig später bei erneut einsetzendem Regen Verstärkung von Alvaro Sagrado (Storck – MRM Bau). An der Spitze der Côte de Stockis lag das Duo mit noch 18 zu fahrenden Kilometern 35 Sekunden vorn. Im Feld war im Anstieg dieses Mal weniger passiert als in den beiden Runden zuvor.
Ronhaar schüttelte seinen Begleiter eingangs der letzten 10 Kilometer ab, am 7-Kilometer-Banner war aber auch für den Niederländer Schluss. Netcompany regelte nun das Tempo für Heiduk. Natnael Tesfatsion (Movistar) war es aber, der 2,9 Kilometer vor dem Ziel bergauf attackierte und direkt eine Lücke riss. Boichis leistete nun ganz starke Arbeit und brachte das stark dezimierte Peloton mit noch 1,7 zu fahrenden Kilometern wieder heran.
Tobias Foss (Netcompany – Ineos) nahm Heiduk vor dem letzten Kilometer wieder ins Schlepptau. Als der den Spurt anzog, wurde er schnell von De Lie und Oliver überholt. Der Neuseeländer und der Deutsche kollidierten allerdings, wodurch Heiduk und andere – unter anderem Sheehan - schwer stürzten. Oliver sprintete an De Lie vorbei und gewann.
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