Erster Saisonsieg beim Circuit Franco-Belge

Strong schlägt Magnier & Co. und verteilt Extralob an Kretschy

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Strong schlägt Magnier & Co. und verteilt Extralob an Kretschy"
Corbin Strong (NSN) | Foto: Cor Vos

10.06.2026  |  (rsn) – Nach Platz drei 2023 und Rang zwei 2025 hat Corbin Strong (NSN) endlich den Circuit Franco-Belge (1.HC) gewonnen. Im Hügelsprint eines stark dezimierten Feldes war er am Kluisberg deutlich schneller als Anders Foldager (Jayco – AlUla). Der dreimalige Giro-Etappensieger Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) kam in Belgien nicht über Platz drei hinaus. Rick Pluimers (Tudor) und Jenno Berckmoes (Lotto – Intermarché) komplettierten die Top Fünf.

Wie Magnier kommt aus Strong aus der Italien-Rundfahrt, er erreichte dort aber lediglich dreimal die besten Zehn, wobei ein fünfter Platz sein bestes Resultat war. So feierte der 26-Jährige beim Circuit Franco-Belge seinen ersten Saisonsieg. “Die letzten Tage fühlte ich mich nach dem Giro wieder ganz gut. Ich mag dieses Rennen hier sehr, deswegen wollte ich gut ausgeruht an den Start gehen und ein gutes Ergebnis einfahren“, freute sich Strong im Ziel-Interview über seinen Erfolg.

Obwohl er meist gut in Form war, zeigte sich der Sieger mit seiner bisherigen Saison unzufrieden. “Ich hatte einfach nicht so oft die Gelegenheit, um etwas zu erreichen. Ich hatte auch ein paar Stürze – und deswegen ist es ein gutes Gefühl, hier jetzt zu gewinnen“, meinte der Fünfte der diesjährigen Ausgabe von Mailand-Sanremo. Es bedeute ihm viel, dem Team das in ihn gesetzte Vertrauen endlich zurückzahlen zu können. “Sie haben mich immer weiter unterstützt und haben an mich geglaubt.“

Magnier, Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) und Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché) hatte NSN vor dem Start als Hauptgegner ausgemacht. Um denen den Zahn zu ziehen, wollten die Schweizer das Rennen schwer machen. “Vor allem unsere Jungen, Zac Marriage und Moritz Kreschy, haben einen wirklich guten Job gemacht“, teilte Strong Extralob aus.

So lief der Circuit Franco-Belge:

Die Gruppe des Tages wurde schon rund 70 Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Attacken begannen und nach neun Kilometern setzten sich Wilco Kelderman (Visma – Lease a Bike) und Leander Van Hautegem (Flanders – Baloise). Sie erarbeiteten sich maximal 1:05 Minuten Vorsprung und nahmen die vorletzte, 22 Kilometer lange lokale Runde 45 Sekunden vor dem Peloton in Angriff.

Der Belgier war mit dem Niederländer allerdings komplett überfordert und das zeigte sich drei Kilometer später am Col du Horlitin. Hinten attackierten dort Dries De Bondt (Jayco – AlUla) und Javier Serrano (Polti – VisitMalta), die Van Hautegem aufrollten. Am Knokteberg wurden die Verfolger allerdings 34 Kilometer vor dem Ziel ihrerseits eingeholt.

Das Streckenprofil des Circuit Franc-Belge | Foto: Veranstalter

Dabei beließ De Bondt es aber nicht. Mit Colby Simmons (EF Education – EasyPost) und Johan Jacobs (Groupama – FDJ United) probierte er es vor dem Kluisberg erneut, dieses Mal holte er den Spitzenreiter kurz vor der Spitze und somit eingangs der Schlussrunde ein. Das Feld lag da 19 Sekunden hinten, holte das Quartett aber nach dem Col du Horlitin mit noch 17 zu fahrenden Kilometern ein. Ein Versuch von Louis Barré (Visma – Lease a Bike) strandete 13 Kilometer vor dem Ziel am Knokteberg.

Im Finale wurde das dezimierte Feld von den Sprintermannschaften kontrolliert. Am Kluisberg zogen einige Fahrer deutlich zu früh an, auch Strong stand früh im Wind, am Neuseeländer führte aber für Magnier an dessen Hinterrad kein Weg mehr vorbei.

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