Auch nach erster Auvergne-Bergetappe noch in Gelb?

Müder Baudin hofft auf “Feuer in den Beinen“

Von Jens Claussen

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Alex Baudin (EF Education - EasyPost) will in seiner Heimat mit aller Macht das Leadertrikot der Tour Auvergne-Rhone-Alpes verteidigen | Foto: Cor Vos

11.06.2026  |  (rsn) – Nachdem der Gesamtführende der Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT), Alex Baudin (EF Education – EasyPost), nach der gestrigen Etappe nochmals ausführlich die Vorteile erörterte, die das Tragen eines Gelben Führungstrikots so mit sich bringe, war auch nach der heutigen, vom Profil her unspektakulären 5. Etappe kaum damit zu rechnen, dass der Franzose sich von diesen “Privilegien“ würde verabschieden müssen.

Und genau so sollte es kommen, im Ziel am Parc des Oiseaux kam es im Gesamtklassement zu keinerlei Veränderungen in den Top-Ten der Tour-Generalprobe. Zufrieden in die Kamera blickend, hakte Baudin im Zielinterview einen weiteren Tag im Leadertrikot mit den Worten ab: “Heute war eher ein ruhiger Tag und die Mannschaft hat gut funktioniert, um mich perfekt zu platzieren. Man konnte gut mitrollen.“

 

Mit dem Mitrollen wird es auf der morgigen schweren Etappe von Saint-Vulbas nach Crest-Voland aber vorbei sein. Spätestens am letzten Anstieg wird der 25-Jährige sein Visier öffnen müssen. “Ich hoffe, morgen Feuer in meinen Beinen zu haben. Der letzte Anstieg ist nicht sehr lang, weniger als zwanzig Minuten. Das ist die Art von Klettern, die ich mag. Es ist ein gleichmäßiger Anstieg und an einer Stelle ziemlich steil. Ich werde leiden müssen und sehen, wie es läuft. Wenn meine Beine gut sind, besteht die Chance, dass ich das Trikot behalten kann“, schätzte Baudin seine Chancen auf die Verteidigung des Führungstrikots in heimaischen Gefilden recht optimistisch ein.

Vor Freunden und Familie zu fahren, soll ja bekanntlich Flügel verleihen - und genau darauf hofft Baudin, wenn es morgen über Straßen geht, die er bestens kennt. “Ich werde auch auf heimischem Boden fahren. Wir kommen durch Albertville und ich kenne das Ziel in Crest-Voland gut. Es wird Leute geben, die mich am Straßenrand unterstützen, und ich werde mein Bestes geben“, gab er sich kämpferisch. 

Dafür muss er sich über Nacht gut erholen, denn, wie er zugab, haben die vergangenen Tage doch an seiner Substanz genagt. “Ich bin ein bisschen müde. Meine Beine fühlen sich etwas schwer an. Es ist nicht das Beste, was ich je gefühlt habe“, meinte Baudin abschliessend.

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