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22.06.2026 | (rsn) - Vielleicht fühlte sich Tom Pidcocks (Pinarello - Q36.5) Sieg der Andorra MoraBanc Clàssica (1.1) ein wenig so an, als hätte er die Ausfahrt seiner Trainingsgruppe gewonnen und dabei noch 125 UCI-Punkte geholt. Der Brite setzte sich beim einzigen UCI-Rennen im Kleinstaat gegen Carlos Verona (Lidl - Trek) und Sepp Kuss (Visma - Lease a Bike) durch. Beide sowie auch Pidcock leben in Andorra, wodurch das Rennen fast eine Art inoffizielle Regionalmeisterschaft der Wahl-Andorraner wurde.
Pidcock gehörte auf der selektiven Strecke von Beginn an zu den stärksten Fahrern, obwohl er noch letzte Woche für die Tour de Suisse krankheitsbedingt absagen musste. Nach mehreren schweren Bergen formierte sich eine sechsköpfige Gruppe, zu der neben Pidcock, Verona und Kuss auch Chris Harper (Pinarello - Q36.5), Ben Tulett (Visma - Lease a bike) und Simon Carr (Cofidis) gehörten.
Kuss eröffnete rund drei Kilometer vor dem Ziel das Finale, wurde jedoch wieder gestellt. Im letzten Kilometer bereitete Harper schließlich den Sprint für Pidcock vor, ehe Verona aus der zweiten Position attackierte. Der Angriff erwies sich jedoch als Steilvorlage für den amtierenden Mountainbike-Weltmeister, der sofort konterte und eine Lücke aufreißen konnte.
”Es war kein einfaches Rennen, das ist sicher. Es war hart umkämpft”, resümierte der Brite im Ziel. “Aber es ist schön, wieder die Hände in die Luft zu bekommen, vor allem nach den schwierigen Wochen ist schön zu sehen, dass es wieder besser wird. Es ist immer eine harte Zeit im Jahr, wir haben viel trainiert, und das hat sich teilweise auch negativ bemerkbar gemacht. Ich musste einen Schritt nach vorne machen, deshalb ist es gut zu sehen, dass es funktioniert.”
Auch wenn die Vorbereitung nicht optimal verlief, dürfte Pidcock für seinen Saisonhöhepunkt Tour de France Hoffnung geschöpft haben. Konkrete Ziele für die drei Wochen in Frankreich hat er bislang jedoch noch nicht formuliert. Man darf also gespannt sein, ob er sich auf die Etappenjagd konzentriert oder versucht, seinen dritten Gesamtrang bei der letztjährigen Vuelta a Espana anzuknüpfen.
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