Update für das Canyon Aeroad CFR

Van der Poels Rad: Mit Detailarbeit unter die 200-Watt-Marke

Von Christoph Matt

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Das Canyon Aeroad ist mit seiner unverkennbaren Shilouette fast schon ein Aeroklassiker | Foto: Canyon

25.06.2026  |  (rsn) - Optisch hat sich beim neuen Canyon CFR nicht viel verändert und trotzdem ist es der Entwicklungsabteilung in Koblenz gelungen, im Referenztest des Tour- Magazins nochmal sechs Watt herauszukitzeln. Damit schafft es das Modell im Tour-Test Ranking aufs Podium der schnellsten Räder im Windkanal. 

Es liegt nur ein Watt hinter dem zweitplatzierten Merida Reacto, gleichauf mit dem Storck Aerfast.5. Mit dem neuen Aeroad knackt Canyon erstmals die 200-Watt-Marke und verbessert sich von 204 auf 198 Watt.

Windkanaltests sind eine komplexe Angelegenheit, bei der Anströmwinkel und der Vergleichstest mit Fahrer oder ohne Fahrer oft große Unterschiede zwischen den Rädern ergeben. So liefert etwa der Test von cyclingnews.com andere Ergebnisse als die Messungen der deutschen Zeitschrift und zeigt, dass verschiedene Testszenarien zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können.

Im Vergleich zu den teils radikalen Rahmenformen von Cervélo, Factor oder Colnago wirkt das Design des Canyon fast schon traditionell. Tatsächlich hat sich die mittlerweile fast zeitlose Silhouette des Rahmens seit der zweiten Generation nicht mehr grundlegend verändert. Die aktuellen Testergebnisse beweisen jedoch, dass es nach wie vor absolut konkurrenzfähig ist und es behauptet souverän seinen Platz unter den schnellsten Rennern im Profi-Peloton.

Das CP0053 wurde von Van der Poel und Co schon eingehend im Renneinsatz getestet. | Foto: Canyon

Eine Neuerung, die für weniger Windwiderstand sorgt, ist das Cockpit. Das V-förmige CP0053, wie es bei Canyon eingängig bezeichnet wird, wurde gemeinsam mit dem Endurace CFR vorgestellt. Nun ist es auch für das Aeroad in zwei Breiten (350 oder 375 mm) und sieben Vorbaulängen erhältlich. Im MyCanyon Programm kann es konfiguriert und für 604,99€ im Onlineshop einzeln gekauft werden. Am Renner von Mathieu van der Poel spart die Lenker-Vorbau-Einheit laut Canyon 2 Watt.

1-fach-Setup vorerst nur für SRAM

Neu ist außerdem das UDH-Schaltauge, das nun den Anbau des SRAM RED AXS XPLR erlaubt. Damit bietet Canyon für das Aeroad nun offiziell ein 1-fach-Setup an. Der fehlende Umwerfer spart weitere Windwiderstand-Watts.

Beim Test war das Rad mit SRAM Red AXS 1x13-Antrieb, DT Swiss ARC 1100 Dicut db Laufrädern mit 65 mm hohen Felgen, Continental Aero 111 und GP 5000 Reifen in 26 mm bzw. 28 mm und dem Canyon CP0053 RACE Bar Cockpit ausgestattet.

Bei den Frühjahrsklassikern sah man bereits einige Fahrer mit der SRAM Gravelschaltung | Foto: Canyon

Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) wird bei der am 4. Juli beginnenden Tour de France (2.UWT) jedoch auf die aerodynamischen Vorteile des fehlenden Umwerfers verzichten müssen. Sein Sponsor Shimano bietet diese Lösung für die Straße aktuell nicht an. 

Dagegen wird das spanische Movistar Team, ebenfalls SRAM und Canyon gesponsert,  mit dem Setup die in Barcelona beginnende 113. Frankreich-Rundfahrt bestreiten können.

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