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04.07.2026 | (rsn) – Der Vorjahresdritte Florian Lipowitz (Red Bull – Bora – hansgrohe) wird diesmal bei der Tour de France (2.UWT) eine Doppelspitze mit Remco Evenepoel bilden. Auf den Belgier, Gesamtdritter des Jahres 2024, hält die deutsche Tour-Hoffnung große Stücke, zumal Evenepoel mit seinen Qualitäten gleich im Teamzeitfahren zum Auftakt der 113. Frankreich-Rundfahrt den Unterschied machen kann.
“Den besten Zeitfahrer der Welt im Team zu haben ist definitiv toll, er wird sicher auf dem höchsten Niveau performen“, sagte Lipowitz am Rande der Teampräsentation in Barcelona gegenüber TNT Sports. Mit Evenepoel im Team sieht der 25-Jährige für Red Bull aber nicht nur eine deutliche sportliche Verbesserung. “Die anderen haben weniger Druck“, so Lipowitz, der damit ins gleiche Horn stieß wie sein Team-Manager Ralph Denk, der in einer Medienrunde vor der Tour de France die Rollenverteilung so beschrieben hatte: “Nach wie vor ist Remco der Frontmann und Florian ist der Wingman.“
Damit meinte der Raublinger weniger die sportlichen Qualitäten seiner beiden Stars, sondern eher die Auftritte in der Öffentlichkeit, wo der Doppel-Olympiasieger aus Belgien meist im Fokus steht. “Schlussendlich wird irgendwann der Tag kommen, wo sich der eine oder der andere besser fühlt. Das müssen die beiden dann untereinander auf der Straße ausmachen. Vorerst genießen beiden den Status ‘Doppelspitze‘ und wir lassen es auf uns zukommen“, sagte Denk mit Blick auf die Tour.
In Barcelona bemühte sich Lipowitz geradezu demonstrativ, den Ball flach zu halten. “Die Form ist gut, aber ich habe keine größeren Ziele in meinem Kopf, ich werde es Tag für Tag angehen“, kündigte er mit Blick auf seine zweite Frankreich-Rundfahrt bescheiden an. Immerhin ließ er keinen Zweifel daran, dass in diesem Jahr bisher alles nach Wunsch gelaufen sei. “Die Vorbereitung lief gut und auch die bisherige Saison, ich bin happy über die Resultate.“
Allerdings wies er dann darauf hin, dass Evenepoel sich in mindestens genauso starker Verfassung befinden würde. “Nach dem, was ich von Remco gesehen habe, ist er in seiner bestmöglichen Form.“
Und ob er am Abend in Barcelona gemeinsam mit dem dreimaligen Zeitfahrweltmeister die Ziellinie am Olympiastadion wird erreichen können, ließ Lipowitz auch offen. “Es wird ein hartes Rennen, Teamzeitfahren sind immer speziell, wir haben superhohe Ziele, wir werden bis zum Ziel all out gehen“, fügte er an.