--> -->
06.07.2026 | (rsn) - Geteilte Freude ist doppelte Freude. So oder so ähnlich könnte man das Zielfoto der zweiten Tour de France Etappe untertiteln. Dass im Radsport zwei Fahrer des gleichen Teams auf den ersten beiden Plätzen Arm in Arm ins Ziel rollen, passiert nicht alle Tage.
Isaac Del Toro und Tadej Pogacar (beide UAE - Emirates - XRG) ist dieser Coup gelungen. Der große Favorit überließ seinem Edelhelfer großzügig den Vortritt und schenkte dem 22-Jährigen seinen ersten Etappensieg beim größten Radrennen der Welt. Am kurzen Schlussanstieg in Barcelona waren die beiden UAE-Profis die Stärksten und konnten sich auf den letzten Metern sogar noch Zeit nehmen, um gemeinsam für das Zielfoto zu posieren.
”Ich kann nicht glauben, was ich gerade getan habe. Auf diese Weise ist das einfach verrückt. Ich bin Tadej wirklich dankbar, und mit ihm im besten Team der Welt zu sein – ich bin einfach voller Emotionen. Sie können sich nicht vorstellen, wie sich das für mich und mein Land anfühlt. Und das alles verdanke ich meinen Teamkollegen”, zeigte sich der Mexikaner im Zielinterview überwältigt von seinem Erfolg.
Die Vorentscheidung fiel bereits in der Anfahrt. Del Toro wählte in der letzten Kurve vor der Rampe eine messerscharfe Linie, zog mit viel Schwung außen an Mattias Skjelmose (Lidl - Trek) vorbei, der sich in der letzten Abfahrt lösen konnte. Der mexikanische Meister fuhr als Erster in den Schlussanstieg, wo Pogacar es Jonas Vingegaard (Visma - Lease a bike) überließ, die Lücke zu seinem Teamkollegen zuzufahren.
Im Anstieg zog Pogacar in einem weiten Bogen am Dänen vorbei. Vingegaard folgte seiner Linie und verließ damit kurz den direkten Weg zum Ziel. Schließlich musste das Gelbe Trikot den Weltmeister ziehen lassen. Pogacar schloss scheinbar spielerisch zu seinem Teamkollegen auf und fuhr mit ihm durchs Ziel. Auf den letzten Metern schob sich Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe) noch an Vingegaard vorbei, dieser landete auf Platz 4.
”Es war ein perfektes Szenario für uns. Wir mussten uns am Anfang nicht zu sehr verausgaben. Brandon (McNulty) hat auf dem Rundkurs Unglaubliches geleistet, später war es dann Adam (Yates). Wir haben über Funk nur gesagt, dass Isaac und Tadej sich einfach absprechen sollen, wie sie den letzten Kilometer angehen wollen. Auf den letzten Metern hat man dann gesehen, wie sie sich entschieden haben – oder besser gesagt, wie Tadej sich entschieden hat”, erklärte Andrej Hauptmann, der sportliche Leiter von UAE Team Emirates, gegenüber Eurosport.
Das Duo sicherte sich nicht nur den Doppelsieg, sondern fuhr auch Bonussekunden ein. Der Slowene bleibt zwar auf dem zweiten Gesamtrang, konnte aber sechs Sekunden auf Vingegaard gutmachen. Tagessieger Del Toro strich zehn Sekunden Zeitbonifikation ein, liegt nun im Gesamtklassement mit 16 Sekunden Rückstand auf Platz vier und übernimmt obendrein die Führung in der Punktewertung und das weiße Trikot.
Der Jubel im Ziel war entsprechend überschwänglich. Bei Pogacar, der vor dem Teambus ausgelassen die mexikanische Flagge schwenkte, schien die Freude über den Erfolg seines Teamkollegen fast größer zu sein, als hätte er selbst gewonnen. Dem 27-Jährigen kann man einen gewissen Ehrgeiz, die historischen Rekorde des Radsports zu brechen, wahrlich nicht absprechen.
Er selbst hat bereits 21 Etappensiege bei der Grande Boucle auf dem Konto. Zum Allzeit-Rekord von Mark Cavendish fehlen ihm damit zwar noch sportliche 14 weitere Siege, bei dem schier unstillbaren Erfolgshunger des Slowenen wäre das aber keineswegs unvorstellbar. In Barcelona war der Hunger jedoch kleiner als die Großzügigkeit. Eine Geste, die sich im Peloton wohl fast kein anderer leisten kann.
Als Nebeneffekt dürften ihm die treuen Dienste eines offensichtlich extrem starken Isaac Del Toro bei der diesjährigen Tour endgültig sicher sein, die Intention hinter dem “Geschenk” war das jedoch wahrscheinlich nicht.
17.08.2026Seixas klärt Zukunftsfrage bei Kriterium in Etten-Leur(rsn) – Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) hat seine Auszeit nach seinem vierten Platz bei der Tour de France beendet und bei einem Kriterium im niederländischen Etten-Leur teilgenommen. Am Rande
09.08.2026Kanter nahm für die Zukunft viel von der Tour mit(rsn) – Zwei Wochen nach seinem vierten Platz auf den Champs-Élysées in Paris, mit dem er ein starkes Tour-Debüt abschloss, setzt Max Kanter wieder auf dem Rad. Allerdings lässt es der Sprinter
02.08.2026Rubio: “Können daran arbeiten, dass sich so was nicht wiederholt“(rsn) – Ermals nach seinem schlimmen Sturz auf der 19. Etappe der Tour de France hat sich Einer Rubio zu Wort gemeldet. “Es sind nun einige Tage seit dem Unfall bei der Tour de France vergangen, u
31.07.2026Vingegaard: “Haben die Tour vielleicht falsch eingeschätzt“(rsn) – Als Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) auf der 15. Etappe der Tour de France stürzte und mit einem Schlüsselbeinbruch ausschied, lag er auf Rang zwei im Klassement bereits ziemlich
28.07.2026Seixas: “Bin stolz auf den vierten Platz in der Gesamtwertung“(rsn) – Zum Podium in Paris hat es trotz aller Bemühungen nicht mehr gereicht, doch mit Platz vier bei seinem Debüt bei der Tour de France (2.UWT) kann Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) mehr als
28.07.2026Plugge zu nächtlicher Kontrolle: “Hat unserem Team geschadet“(rsn) – In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli gab es bei der Tour de France 2026 nächtliche Dopingkontrollen - und zwar bei den beiden besten Fahrern im Klassement. Jonas Vingegaard (Visma - Lease
27.07.2026Grün ist abgehakt! Jetzt jagt Pedersen ein Monument(rsn) – Mit zwei Zielen war Lidl – Trek zur Tour de France 2026 gereist: Etappensieg(e) und Grünes Trikot für Mads Pedersen! Der Däne bekam dazu fast ein ganzes Team an Helfern abgestellt. Der
27.07.2026Nach dieser Tour träumen Evenepoel und Denk von mehr(rsn) – Am Ende wurden beide Ziele erreicht. Red Bull – Bora – hansgrohe blickt nach zwei Etappensiegen und dem zweiten Platz im Gesamtklassement von Remco Evenepoel auf eine erfolgreiche Tour d
27.07.2026Degenkolbs elfte war seine letzte Tour: “Kann gut damit leben“(rsn) – Die Schlussetappe seiner letzten Tour de France (2.UWT) beendete John Degenkolb (Picnic – PostNL) auf dem 89. Platz. Aus ganz anderen Gründen jedoch wird ihm seine Abschiedsvorstellung au
27.07.2026Philipsen nimmt die Beine hoch, damit van der Poel sicher siegt(rsn) - Ein unglaublich spannendes Finale und eine ganz große Geste auf den Champs-Élysées krönten diese 113. Tour de France. Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech), der mit der größten Ges
26.07.2026Tränen statt Triumph: Kanter Vierter auf den Champs-Élysées(rsn) - Die Emotionen übermannten Max Kanter (XDS - Astana) im Ziel der Tour de France. Sichtlich gerührt und enttäuscht zeigte sich der Deutsche über seinen vierten Platz auf der finalen 21. Eta
26.07.2026Der neue Pogacar: Bei dieser Tour mehr als nur ein Seriensieger(rsn) - Tadej Pogacar (UAE - Emirates – XRG) erwies sich bei dieser Tour de France als Sieger aller Klassen. Der Slowene ist als souveräner Radsportkönig in Paris eingefahren. Den Stadtberg Montm
25.08.2026“Eine unvergessliche Woche“: Drei Teams, drei Erfolgsgeschichten (rsn) - Neun WorldTour-Teams, ein Weltklasse-Feld um Gesamtsieger Isaac Del Toro (UAE - Emirates - XRG) und Zuschauer, die sich an den Anstiegen in fünf, sechs oder sieben Reihen drängten: Die Lidl
25.08.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht
24.08.2026Die Highlight-Videos der Vuelta a Espana (rsn) – Für Leser und Leserinnen, die lieber schauen statt lesen, bietet radsport-news.com die Highlight-Videos. Die Eurosport-Mitschnitte aller 21 Teilstücke der diesjährigen Vuelta a Espana (2.
24.08.2026Pogacar macht den Patron und winkt das Feld von der Strecke (rsn) - Dem Patron des Pelotons war es zu viel. Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) hob die Hand, wies auf eine Ausfahrt und fuhr mit seinen Kollegen im Schlepptau von der Strecke. Auf der 3. Etappe
24.08.2026Liste der ausgeschiedenen Fahrer / 3. Etappe (rsn) - 184 Fahrer aus 23 Teams nahmen die Vuelta a Espana 2026 beim Auftaktzeitfahren in Monaco in Angriff. Nicht alle werden das Ziel an der Alhambra in Granada im Süden Spaniens erreichen. Stürz
24.08.2026Vuelta bremst eigene Influencerin aus (rsn) – Nach der teils heftigen Kritik an einer spanischen Influencerin, die im Rahmen der Vuelta a Espana 2026 von den Veranstaltern engagiert worden ist, haben die Organisatoren nun reagiert. Die
24.08.2026Erstmals Hochgebirge: Auf und Ab durch Andorra (rsn) – Auf der 4. Etappe geht es erstmals über mehrere Pässe ins Hochgebirge durch die Pyrenäen. Die 105 Kilometer lange Runde mit Start und Ziel in Andorra la Vella beinhaltet 2890 Höhenmeter
24.08.2026Finn übernimmt mit Zeitfahr-Sieg das Gelbe Trikot (rsn) – Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) ist mit seinem klaren Sieg beim Bergzeitfahren der Tour de l’Avenir seinem Status als Topfavorit gerecht geworden und übernahm mit
24.08.2026Hagel und Gewitter sorgen für Abbruch der 3. Etappe (rsn) - Die 3. Etappe der Vuelta a Espana (2.UWT) bleibt ohne Sieger. Das Teilstück wurde aufgrund eines schweren Unwetters an der Bergwertung Col de Mont-Louis (1. Kategorie) zunächst unter- und n
24.08.2026Plugge nach Tarling-Tod: “Gibt immer ein ´Aber´“ (rsn) – Richard Plugge, CEO des Teams Visma – Lease a Bike, hat den Profiradsport nach dem tragischen Tod von Finlay Tarling bei der Portugal-Rundfahrt in die Pflicht genommen. In Sachen Fahrersi
24.08.2026Zemkes Zwischenbilanz: “Die großen Chancen haben wir verpasst“ (rsn) - Bei der wichtigsten Nachwuchsrundfahrt der Saison, der Tour de l’Avenir (2.2U), tritt Jermaine Zemke (Rembe – rad-net) vom 20. bis zum 26. August für die Deutsche Nationalmannschaft in di
24.08.2026Hayter zerschneidet seinen grünen Skinsuit (rsn) – Ethan Hayter (Soudal. -Quick-Step) war einer der Protagonisten der 2. Etappe der Vuelta a Espana (2.UWT). Nachdem er am Vortag um neun Hundertstel Sekunden das Rote Trikot verpasst hatte,