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09.07.2026 | (rsn) - Der Ostanstieg über La Mongie zum legendären Pyrenäenriesen Col du Tourmalet ist 17,1 km lang und im Schnitt 7,1 Prozent steil. Dagegen ist die auf ihn folgende Bergankunft in Gavarnie-Gèdre mit 18,7 km und 3,7 Prozent ein Zwerg. Doch beide sind für das deutsche Team Red Bull – Bora – hansgrohe der erste Wegweiser dieser 113. Tour de France.
"Nach dem morgigen Tag werden wir ungefähr wissen, wo wir als Team stehen, was das Klettern angeht. Danach kann man eine klarere Strategie entwickeln", erklärte Red Bulls Sportlicher Leiter Patxi Vila am Mittwoch nach Etappe 5 in Pau gegenüber radsport-news.com.
“Es ist die wichtigste Etappe in den Pyrenäen mit dem Tourmalet und dem Schlussanstieg nach Gavarnie. Es ist das erste Mal bei dieser Tour, dass die Fahrer eine derartige Leistung erbringen müssen. An so einem Tag muss man verstehen, wo man steht. Gerade geht es gar nicht so sehr um Pläne. Es geht darum, eine Idee zu haben und dann während des Rennens Entscheidungen zu treffen, die darauf beruhen, wo wir stehen und was die Rennsituation hergibt", sagte er etwas verklausuliert. ___STEADY_PAYWALL___
Remco Evenepoel (links) und Florian Lipowitz (rechts) bilden bei der Tour de France 2026 die Doppelspitze für Red Bull – Bora – hansgrohe. | Foto: Cor Vos
Im Klartext will er wissen, wo im Vergleich zu den anderen Tour-Favoriten Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG), Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike), Paul Seixas (Decathlon – CMA – CGM), Juan Ayuso (Lidl – Trek) und Richard Carapaz (EF Education – EasyPost) seine Stars Florian Lipowitz und Remco Evenepoel stehen. Und natürlich auch, wie die beiden untereinander abschneiden.
Denn bis jetzt konnte man aus den kurzen, wenn auch manchmal knackigen Anstiegen dieser 113. Tour de France noch keine Schlüsse ziehen, zumal die Lipowitz nicht wirklich liegen, der seine Stärken an langen Bergen wie dem Tourmalet hat. Der deutschen Tourhoffnung behagen auch die in den ersten Tagen herrschenden hohen Temperaturen teilweise über 40 Grad im Schatten nicht – aber wem liegen die schon wirklich? Ende Mai im Trainingslager in der Sierra Nevada sagte Lipowitz jedenfalls: "Lieber zu warm, als zu kalt."
Remco Evenepoel während der 5. Etappe der Tour de France. | Foto: Cor Vos
Und auch Vila gab diesbezüglich nun leichte Entwarnung: "Es ist natürlich nicht ganz so heiß wie an den vergangenen drei Tagen. Oben am Tourmalet sollten es etwa 27 Grad sein. Das ist immer noch nicht kalt. Die Hitze stresst den Körper natürlich immer noch einmal mehr. Morgen ist es dann etwas kälter. Das wird für alle besser sein, nicht nur für Florian", meinte Vila, der großen Respekt vor der Königsetappe in den Pyrenäen hat:
"Morgen ist der Tourmalet das Monster. Er ist immer schwer. Aber normalerweise gibt es die Überraschungen im letzten Teil ab La Mongie. Ab da müssen wir besonders konzentriert sein."
An das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verschwendet der ehemalige spanische Radprofi keinen Gedanken: "Man versucht immer, das Gelbe Trikot bei der Tour zu behalten. Traeen (der aktuelle Gesamtführende, Anm. d. Red.) wird das auch versuchen. Normalerweise sollte er morgen Abend noch in Gelb sein. Außer, der Kampf geht schon am Aspin los. Dann wird es schwieriger für ihn."