Erster Sturz bei einer Grand Tour

Schreck für Pidcock: Auf “weißem Shit“ weggerutscht

Von Kevin Kempf

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Mit Sturzspuren am Bein erreichte Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5) das Ziel der 10. Tour-Etappe. | Foto: Cor Vos

14.07.2026  |  (rsn) – Mit gleich zwar Fahrern war Zweitdivisionär Pinarello – Q36.5 auf der 10. Etappe der Tour de France 2026 in der Abfahrt vom Puy Mary – Pas de Peyrol (1.Kat.) im rund 25-köpfigen Feld vertreten. Dann sank die Zahl innerhalb weniger Momente auf Null 

Zunächst stürzte Chris Harper, kurz danach - rund  28,5 Kilometer vor dem Ziel - erwischte es auch seinen Kapitän Tom Pidcock. Der Brite wurde letztendlich trotzdem in Le Lioran Tagesneunter, wodurch er sich m Klassement um drei Positionen auf Rang zehn verbesserte. Seinen Helfer hatte es schlimmer erwischt, Harper beendete das Rennen auf Rang 83, mit 32:35 Minuten Rückstand auf Etappengewinner Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG).

Doch Pidcock war es, der im Ziel als Erster vor die Eurosport-Kameras trat. “Ich hatte den Sturz nicht erwartet“, erklärte er. “Ich weiß nicht, was sie hier mit den Straßen machen, wenn sie die reinigen. Sie machen diesen weißen Shit drauf – und der ist wirklich rutschig“, nannte er als Grund für seinen Crash. Tatsächlich trug er das "Beweismaterial am Körper. “Man sieht das ganze weiße Zeug an meinem Bein hier“, sagte Pidcock und zeigte er auf seine Wunde.

Tatsächlich machen die Fernseh-Aufnahmen deutlich, dass sich an der Unfallstelle ein weißer Film auf der Straße befand. Verletzt hatte er sich bei seinem Abgang nicht schlimmer. “Mir geht es jetzt ganz gut, aber wir werden sehen, wie es später ist, wenn das Adrenalin abebbt. Ich denke aber, dass es okay ist. Es wird mich sicherlich hier und da behindern“, urteilte der 26-Jährige.

Öfter mal was Neues

Bei seiner siebten dreiwöchigen Rundfahrt musste Pidock neue Erfahrung machen, auf die er sicher gerne verzichtet hätte. “Ich glaube nicht, dass ich in einer Grand Tour schon mal gestürzt bin. Es wird etwas Neues, mit den Cuts und den Verletzungen zu schlafen und mich erholen zu müssen. Aber ich glaube, dass es nicht so schlimm ist. Es wird gehen“, blickte er recht optimistisch voraus.

Mit seinen Vorstellung jedenfalls war er vor und nach seinem Unfall zufrieden. “Ich habe die Spitzengruppe knapp verpasst – wenn man Pogacar außer Acht lässt. Ich werde definitiv stärker“, so Pidcock, der in einer Dreiergruppe mit Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) und Lenny Martinez (Bahrain Victorious) hinter Pogacars ersten Verfolgern herjagte. “Isaac konnte ich beim letzten Anstieg auch nicht halten. Aber es war gut. Ich habe vorn mitgespielt. Es wurde schnell gefahren und ich hatte trotzdem bis zum Finale ein gutes Gefühl. Es macht mehr Spaß, wenn man nicht zu denen gehört, die den ganzen Tag leiden", betonte er.

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