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15.07.2026 | (rsn) – Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) erreichte in Nevers das Ziel der 11. Etappe der Tour de France 2026 als Dritter. Wenig später jedoch wurde er relegiert. Und dann doch wieder nicht. Was der Belgier im Sprintfinale falsch gemacht haben soll, ist bislang nicht offiziell bekannt. Auf den TV-Bildern ist aber ein Schultercheck 450 Meter vor dem Ziel zu sehen.
Teamchef Christoph Roodhooft ging nach der Zurücksetzung seines Stars mit einigen Fragen zur Jury, berichtete Wielerflits. Als er aus dem Bus herauskam, hatte er gute Nachrichten für seine Mannschaft. “So ist es besser“, sagte Roodhooft lächelnd vor der Kamera von Wielerflits. “Ich halte das auch für die richtige Entscheidung. Es war ein gutes Gespräch. Wir sind alles gemeinsam durchgegangen, und sie verfügten über weitaus mehr Videomaterial, als wir zunächst gesehen hatten“, sagte Roodhooftund fügte an: “Letztendlich haben sie sich noch einmal beraten und die Entscheidung revidiert.“
Philipsen war ab 18:15 Uhr also wieder Etappendritter, eine Platzierung, die er sich um 17:14 Uhr ersprintet hatte. Fair und regelkonform, wie sich dann offensichtlich herausstellte. Viel Lärm um nichts also. “Für niemanden hier ist es einfach, und alles muss schnell gehen. Ich glaube, am Ende ist es gut ausgegangen“, urteilte Roodhooft.
Was genau Philipsen falsch gemacht haben sollte, konnte er aber auch nicht sagen. “Das ist schwer zu erklären, weil es keine Videoaufnahmen davon gibt. Ich könnte mir eine Geschichte dazu ausdenken, aber meiner Ansicht nach waren zwei Manöver im Spiel. Tja … Mehr kann ich dazu nicht sagen“, blieb er vage.
So konnte man aber ruhigen Mutes wieder zu der Tageseinschätzung zurückschwenken, die Roodhooft zwischen Relegation und deren Aufhebung am Eurosport-Mikrofon abgegeben hatte. “Jaspers Sprint war heute gut. Er hat nicht gewonnen, aber das ist okay. Es war vielversprechend. Die Impulse waren deutlich besser für ihn als bei den letzten Sprints. Es sieht so aus, als ginge es bergauf“, bilanzierte er da.
Philipsen hatte bei dieser Tour bisher einen schweren Stand, kam trotz perfekter Vorarbeit von Mathieu van der Poel und Co. auf der Zielgerade einfach nichts ins Rollen. “Es fängt bei den Beinen an und hört da auch auf. Die Beine sind mehr oder weniger da“, befand Roodhooft nach Philipsens bisher bestem Ergebnis, mit dem er sich zudem auf Rang drei der Punktewertung verbesserte.
Für die morgige Etappe erhofft er sich, dass sein Schützling noch zwei Positionen weiter vorn landet – und auf das Chaos danach wird er vermutlich auch verzichten können.
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