Van Mechelen als Unfallverursacher relegiert

Schlüsselbeinbrüche: Gaviria und Berckmoes raus aus der Tour

Von Matthias Seng

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Fernando Gaviria (Caja Rural – Seguros RGA, li.) erreicht mit einem Teamkollegen das Ziel der 12. Tour-Etappe. | Foto: Cor Vos

16.07.2026  |  (rsn) – Zwar erreichten alle 174 gestarteten Fahrer das Ziel der 12. Tour-Etappe in Châlon-sur-Saône. Doch mindestens zwei von ihnen werden am Freitag nicht mehr zur Fahrt in die Vogesen antreten können. Sowohl Fernando Gaviria (Caja Rural – Seguros RGA) als auch Jenno Berckmoes (Lotto – Intermarché) zogen sich bei einem Massensturz im Zielsprint Schlüsselbeinbrüche zu und müssen die Frankreich-Rundfahrt verlassen.

Knapp 500 Meter vor dem Ziel hatte Gaviria im Positionskampf das Hinterrad von Bahrain-Sprinter Vlad Van Mechelen touchiert und damit eine Kettenreaktion ausgelöst, der mehrere Fahrer zum Opfer fielen. Der Belgier wurde später aber von Rang 17 auf Platz 144 zurückgesetzt. Nach Ansicht der Jury war Van Mechelen in die Mitte der Straße gezogen und dabei Gaviria vors Rad gefahren, so dass es zum Sturz kam.

Zwar kam der Caja-Rural-Sprinter nach mehr als vier Minuten in Begleitung mehrerer Teamkollegen ins Ziel – allerdings mit der für einen Schlüsselbeinbruch typischen Armhaltung. Später berichteten spanische Medien über einen Schlüsselbeinbruch, was dann auch das Team offiziell bestätigte.

Den bestätigte auch Lotto – Intermarché im Fall von Berckmoes. Der Belgier war kurz nach Gaviria ins Ziel gekommen, kurz darauf meldete sein Team die Verletzung. “Sein Vater ist hier, und sie fahren heute Abend nach Herentals“, sagte Sportdirektor Kurt Van de Wouwer mit Blick auf das dortige Krankenhaus und fügte an: “Es ist sehr schade. Wir hätten Jenno gut gebrauchen können. Er hatte noch einige Etappen im Visier, und auch der Schlusstag nach Paris wäre ihm entgegengekommen.“

Berckmoes ist nach Arnaud De Lie der zweite Lotto-Profi, der die Tour vorzeitig beenden musste. Nach seinem Sturz auf der 12. Etappe musste Teamkollege Georg Zimmermann mit acht Stichen an einer Wunde am Kinn genäht werden. Der Augsburger kann aber die Tour fortsetzen und belegte am Donnerstag Rang 133. Wie Lotto - Intermarché mitteilte, bange man auch um Liam Slock, der ebenfalls im Massensturz zu Boden ging und sich dabei Schürfwunden an beiden Ellbogen und an der rechten Hüfte zuzog. 

Auch Waerenskjold und Godon schwer gestürzt

Auch bei Caja Rural bedeutete Gavirias Verletzung den zweiten Ausfall: Alex Molenaar, der zu Beginn für einen Tag das Bergtrikot trug, konnte wegen eines gebrochenen Mittelhandknochens nicht mehr zur 6. Etappe antreten.

Zu den Sturzopfern gehörte zudem der gestrige Etappensieger Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility), über dessen Verletzungen noch keine genaueren Informationen vorliegen. “Er ist überall verletzt, bei fast 80 km/h auf der Straße zu rutschen, das ist schmerzhaft“, sagte sein Teamchef Thor Hushovd kurz nach dem Rennen zu cyclingnews.com und fügte an: “Es ist schade, denn er war in guter Form, aber so ist der Radsport nun mal.“

Ebenfalls heftig zu Boden ging bei dem Crash Dorian Godon (Netcompany - Ineos). Der Franzose blieb wie Gaviria eine Zeitlang auf dem Asphalt liegen, wo sich ein Teamkollege um ihn kümmerte. Schließlich erreichte auch Godon das Ziel.

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