Auch Red-Bull-Teamchef übt Kritik

Denk zur Hotel-Debatte: “Für die Logistik ein Horror“

Von Tom Mustroph aus Dole und Matthias Seng

Foto zu dem Text "Denk zur Hotel-Debatte: “Für die Logistik ein Horror“"
Ralph Denk, Teamchef von Red Bull - Bora - hansgrohe, übt Kritik an der ASO | Foto: Cor Vos

17.07.2026  |  (rsn) – Am Ende der zweiten Woche der 113. Tour de France (2.UWT) zog Ralph Denk ein sportlich zufriedenes Zwischenfazit. Seine beiden Kapitäne Remco Evenepoel (3.) und Florian Lipowitz (6.) mischen im Kampf um das Podium aussichtsreich mit, zudem ist Red Bull – Bora – hansgrohe wie die anderen Favoritenteams auch noch mit voller Mannschaftsstärke im Rennen vertreten.

Alles andere als zufrieden zeigte sich der Teamchef des deutschen Vorzeigerennstalls jedoch mit der Unterbringung von Fahrern und Betreuern. Denk nahm die jüngste Debatte um die Qualität der französischen Hotels, in denen die 23 Teams untergebracht sind, zum Anlass, um sich der Kritik an den Organisatoren anzuschließen und dabei einen neuen Aspekt zu erwähnen.

“Die Hotelsituation - und ich finde es gut, dass die Diskussion mal losgeht – die macht die Teams definitiv nicht happy. Und da spreche ich für alle Kollegen“, sagte der Raublinger vor dem Start der 13. Etappe in Dole im Gespräch mit RSN. Dabei störte Denk vor allem die Tatsache, dass die Mannschaften über verschiedene Hotels verteilt würden, die teilweise eine Stunde auseinander lägen.

“Das ist natürlich für das Teamgefüge und für die Logistik Horror“, sagte der 52-Jährige, der mit seinem Rennstall zum insgesamt 13. Mal an der Frankreich-Rundfahrt teilnimmt und über entsprechende Erfahrungen verfügt. Beispielhaft nannte Denk die beiden Alpe-d’Huez-Etappen, an denen am Freitag und Samstag der kommenden Woche die Tour de France entschieden wird und an denen auch sein Team “auseinander gerissen“ werde. “Ein Teil schläft oben, ein Teil schläft unten. Die Organisatoren waren nicht in der Lage, uns in einem Hotel unterzubringen. Das ist aber keine Besonderheit, das ist fast jeden Tag hier so.“

Zwar sei er kein Freund davon, Bilder aus Hotelzimmern mit Insekten zu veröffentlichen, “denn das macht es auch nicht besser. Aber es wäre schon Zeit, dass die ASO mal ins Gespräch mit den Teams geht, weil es schadet auch ihrem Image. Die Geschichte von den Kakerlaken ist groß geworden, das ist auch nicht gut für die Tour de France. Und wir wollen ja gemeinsam vorankommen“, betonte Denk und fügte mit Blick auf die Unterbringung an: “Es entspricht einfach nicht dem Niveau des größten, jährlich wiederkehrenden SpoHortereignisses.“

 

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