Die Stimmen zur 13. Etappe der Tour de France

Lipowitz: “Natürlich nicht optimal, dass Pidcock dabei war“

Von Matthias Seng

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Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe) bei der Tour de France | Foto: Cor Vos

17.07.2026  |  (rsn) – Jayco – Alula hat sein selbst gestecktes Ziel bei dieser Tour de France erreicht. Verantwortlich dafür war der Schweizer Mauro Schmid, der sich auf der längsten Etappe, die über 205,8 Kilometer von Dole nach Belfort führte, den bisher größten Sieg seiner Karriere feierte. Im Sprintduell verwies der 26-jährige Schmid seinen Begleiter Harold Tejada (XDS – Astana) nach hartem Kampf auf Rang zwei.

Als Dritter gehörte auch Tom Pidcock (Pinarello – Q36.5) zu den Gewinnern des Tages, denn der Brite macht am Tag der Ausreißer im Gesamtklassement einen großen Sprung auf den vierten Platz, nachdem das Feld um den souveränen Spitzenreiter Tadej Pogacar (UAE – Emirates -XRG) mit rund siebeneinhalb Minuten Rückstand das Ziel erreicht hatte.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 13. Etappe der Tour de France:

Mauro Schmid (Jayco – AlUla): “Es ist eine Teamleistung, ich bin nur der Glückliche, der ganz oben stehen darf. Alle, auch viele im Hintergrund, haben hart dafür gearbeitet. Es ist Sieg für das Team, nicht so sehr für mich. Wie (Luke) Plapp am Ende allen Attacken nachgefahren ist, das hat eine große Rolle gespielt. Auch Ben (O’Connor) und Bling (Michael Matthews) waren in den Anstiegen unglaublich. Ich hatte schon Sorge, dass der Anstieg (Ballon d’Alsace) zu hart für mich ist. Als Ben Tempo gefahren ist, war ich mir nicht sicher, ob ich so bis oben fahren kann. Es hat mir dann in die Karten gespielt, dass wir ein bisschen unregelmäßig gefahren sind, das liegt mir mehr. Es war eine gute Situation, ich wusste immer, dass wir hinten noch Bling haben"

Harold Tejada (Astana - XDS / Zweiter / Eurosport): "Die Ausreißergruppe hat bis zum letzten Anstieg gehalten, am Ende bin ich als Letzter rübergekommen. Aber gut, Mauro ist immer schnell. Ich habe versucht, bis zu den letzten 200 Metern an ihm dranzubleiben. Ehrlich gesagt, sah ich den Sieg schon greifbar nah, aber nun ja, wie dem auch sei, ich bin glücklich mit dem Ergebnis und das Team ist auch glücklich.“

Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5 / Dritter und Gesamtvierter / Mixed): “Da bot sich eine Chance für die Ausreißergruppe, und die haben wir genutzt. Schade, dass ich den Etappensieg nicht holen konnte, aber es war schwierig, allein in dieser Gruppe zu sein, vor allem am Anstieg. Ich konnte mich nicht absetzen, und auf der Ebene war ich dann natürlich im Nachteil. Die Top 10 sind jetzt auf jeden Fall sehr realistisch. Aber ja, ich weiß, dass ich für das Podium im Zeitfahren viel Zeit verlieren werde.“

Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - Hansgrohe / Gesamtsiebter / ARD): “Nichts Besonderes heute, es war wieder eine superschnelle Etappe. Es hat eine ganz schöne Weile gedauert, bis die Gruppe stand, und natürlich war es für uns jetzt nicht optimal, dass Pidcock mit dabei war, aber war gut, dass Tim (van Dijke) und Maxim (Van Gils) mit vorne drin waren. Und ja, dann hieß es einfach heute ins Ziel kommen.“

Pascal Ackermann (Jayco - AlUla / Teamkollege von Schmid / ARD): "Geil war es, einfach nochmal zu zeigen, dass auch ein kleineres Team hier gewinnen kann, und wir haben dafür gekämpft. Wir haben nicht aufgegeben die letzten Tage, und ich glaube, heute hat das Team einen richtig geilen Job gemacht. Wir haben noch eine Woche, und ich glaube, gerade jetzt wird es nochmal um einiges geiler, und jetzt sind wir nochmal motivierter.“

Felix Engelhardt (Jayco - AlUla / Teamkollege von Schmid / ARD): “Das war die Zielstellung. Wir sind hier nur für Etappensiege und dann was zu gewinnen, ist natürlich mega. Es ist nicht einfach mittlerweile und wenn man das schafft, fällt ein Riesendruck ab.“

Marc Hirschi (Tudor / Platz 15 / RSN): "Ich wusste, es wird schwierig mit den Besten. Ich dachte vielleicht einen kleinen Moment, wenn Ben O'Connor nicht fährt, dass ich vielleicht ein paar Sekunden kriege. Ich wusste, wenn die Gruppe zieht, wird es schwierig. Ehrlich gesagt hatten wir sehr wenig Kommunikation, der Funk war schlecht. Wir haben also nicht viel mitgekriegt (vom Abstand nach hinten). Es ist schön, vorne zu sein. Man will aber immer ein bisschen mehr."

Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG / Gelbes Trikot / Flash-Interview): "Es war ein harter Tag. sehr schnell. Ich bin froh, dass er vorbei ist. Man muss schnell Entscheidungen treffen, das haben wir heute gut gemacht. Wir hatten alles unter Kontrolle. Wir wussten, dass es ein harter Tag wird, es lief aber besser als gedacht. Es war gut für uns, dass Tom (Pidcock) vorne war, so musste andere Teams nachfahren. Wir mussten auf den letzten 30 Kilometern nicht mehr das Tempo machen.“

Mads Pedersen (Lidl - Trek / Platz 138 / Eurosport): "Natürlich haben wir den Start vermasselt. Wir dürfen nicht 30 Fahrer ziehen lassen, ohne jemand von uns in der Gruppe. Das war ein Riesenfehler und wir mussten einiges investieren, um den Schaden zu begrenzen. Ich habe ein paar Punkte gegenüber Jasper verloren, aber einige auf Girmay gewonnen. Insgesamt ein solider Tag, wir haben aber zu viel Energie verbraucht.“

Patxi Vila (Sportlicher Leiter Red Bull – Bora – hansgrohe /Mixed): “Pidcock ist zweifellos ein großartiger Fahrer, aber wenn sich vorne eine Ausreißergruppe von 50 Fahrern bildet, ja, dann kann man nicht mehr viel ausrichten. wir haben erst eingegriffen, als wir dachten, dass es zu gefährlich wurde. Wir haben als Team so gut es ging dazu beigetragen, ihn so gut wie möglich unter Kontrolle zu halten. Sicher wird die Anstrengung, die er heute geleistet hat, wahrscheinlich ihren Tribut auf die Gesamtleistung im Rennen fordern. Aber vergiss nicht, er stand letztes Jahr bei der Vuelta auf dem Podium.“

Jens Zemke (Pinarello - Q36.5 / Sportlicher Leiter ( RSN): "Wir sind natürlich schon mit der Intention reingegangen, die Etappe zu gewinnen. Er (Pidcock) gewinnt dann auch den Sprint aus der Gruppe. Dadurch ist es natürlich dann nochmal ärgerlicher. Er hat es ja wirklich probiert, oben auch am Ballon mehrfach. Wir wissen, wie gut er runterfährt, aber du kannst nicht alles parieren. Die zwei haben sich halt weggeschlichen. Dann waren die ganze Zeit auf 16, 18 Sekunden, teilweise 20 Sekunden. Zum Schluss wird es ja doch nochmal richtig knapp. Auf der einen Seite freuen wir uns riesig, dass wir da jetzt im Klassement einen Riesensprung machen. Wir waren vorher auf 10 ganz knapp, vor 11, 12, 13 und so weiter. Und von daher waren die acht Minuten jetzt super wichtig. Aber die Intention war, die Etappe zu gewinnen. ___________________________________

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