Die Stimmen zur 14. Etappe der Tour de France

Lipowitz: “Am Ende haben die Beine nicht gereicht“

Von Matthias Seng

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Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe) im Ziel der 14. Etappe der Tour de France | Foto: Cor Vos

18.07.2026  |  (rsn) – Mit seinem 25. Tagessieg bei einer Tour de France hat Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) einen weiteren großen Schritt in Richtung fünfter Gesamtsieg gemacht. Der Slowene ließ auf der schweren Vogesenetappe über 155,3 Kilometer von Mulhouse nach Le Markstein den Konkurrenten erneut keine Chance und setzte sich nach einem trockenen Antritt kurz vor der letzten Bergwertung des Tages als Solist durch.

Eine gute halbe Minute hinter Pogacar sorgte dessen Isaac Del Toro für einen UAE-Doppelsieg. Starker Dritter wurde der französische Jungstar Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM), dem Dänen Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) blieb nur Rang vier vor dem Belgier Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe), dem Spanier Juan Ayuso (Lidl – Trek) und Florian Lipowitz, der vor vielen Tausenden deutscher Fans Rang sieben belegte.

In unserem Sammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 14. Etappe der Tour de France:

Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG / Etappensieger und Gesamtführender / Flash-Interview): “Ich muss mich bei allen Fans bedanken, die zur Strecke gekommen sind, das war unglaublich an den Anstiegen, wirklich unvergesslich und etwas, das ich so noch nicht erlebt habe. Auch all die anderen Fahrer – wir haben so viel Respekt füreinander – ich denke, dass wir heute eine tolle Show geboten haben. Es war ein perfekter Tag für uns, ich habe mich sehr gut gefühlt und wir hatten diese Etappe schon von Anfang an angestrichen. Wir haben als Team wieder einen sehr guten Tag gehabt. Morgen wird ein harter Tag, aber wir werden bereit sein. Es ist etwas komplizierter als heute, das kann ich jetzt nicht erklären, aber es gibt viele Optionen.“

Paul Seixas (Decathlon - CMA CGM / Dritter / Mixed Zone): "Natürlich träumt man immer davon, aber das ist gerade ein Traum, den ich lebe, und im Moment ist es einfach verrückt. Ich habe mich ehrlich gesagt großartig gefühlt. Ich möchte dem Team für die Arbeit danken, die sie geleistet haben. Sie haben mich in die richtige Position gebracht und ich denke, das war genau der richtige Ort für mich. Natürlich muss man im Kopf stark sein und dann habe ich mir meine Kräfte einfach gut eingeteilt. Ich habe mich stark gefühlt, deshalb freue ich mich schon sehr auf morgen. Wir werden sehen, was passiert.

Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe / Fünfter / Sporza): “Wir konnten uns auf einer Etappe mit eher ungewöhnlichen Wetterbedingungen gut behaupten. Der Regen hat mir sehr zu schaffen gemacht, mir war sogar ein bisschen kalt. Beim letzten Anstieg konnte ich mein eigenes Tempo fahren. Die Geschwindigkeit war für mich etwas zu hoch, aber ich konnte meinen eigenen Rhythmus beibehalten und habe nicht zu viel Zeit verloren. Als ich zu Lipo kam, bat ich ihn, so gut wie möglich zusammenzuarbeiten. Ich denke, das hat gut geklappt."

Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe / Siebter / ARD): "Es war einfach von Anfang an eine super harte Etappe. Ich muss ein riesiges Dankeschön an die ganzen Fans sagen, es war unglaublich, wie viele an der Strecke waren. Ich habe die ganze Zeit meinen Namen gehört. Es war unglaublich. Am Ende haben leider die Beine nicht ganz gereicht, ich glaube, wir können aber trotzdem happy sein. Wir haben am Ende nochmal versucht zurückzukommen. Morgen ist nochmal ein harter Tag und dann heißt es sich so schnell wie möglich zu erholen.“

Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility / Neunter / Eurosport): “Ich habe am Start mit Pogacar gesprochen und ihn gefragt, ob er heute an eine Ausreißergruppe glaube und er meinte: ‘Aaah, glaube eher nicht‘. Aber wir haben uns trotzdem einfach durchgekämpft, es war schön mit meinem Bruder in der Gruppe zu sein, er war unglaublich stark, ich bin sehr stolz.“

Mauro Gianetti (Sportlicher Leiter UAE – Emirates – XRG / Mixed): “Es war ein harter Tag und wir wussten, dass wir vor dem Schlussanstieg viel Arbeit würden verrichten müssen, um die Etappe gewinnen zu können. Tadej hat die Teamarbeit dann wieder unglaublich stark abgeschlossen. Dass wir mit Isaac (Del Toro) sogar den Doppelsieg holen, ist für uns einfach fantastisch.“

Adam Yates (UAE – Emirates – XRG / Eurosport): “Die Etappe heute war schon im Vorfeld ein großes Ziel von uns. Wir haben vom Start weg kontrolliert, es war hart heute, auch mit dem Regen. Wir haben getan, was nötig war und das Ergebnis spricht für sich. Die Moral im Team ist extrem hoch, wir arbeiten auch als Einheit sehr gut zusammen. Das zeigt sich auch schon im Bus, wenn wir zusammen scherzen. Es ist harte Arbeit, aber wenn wir solche Ergebnisse einfahren, dann macht es mehr Spaß.“

Ben Healy (EF Education - EasyPost / Ausreißer, 39./ Mixed): “Wir wollten Druck auf UAE ausüben. Wir wollen einen Ausreiß-Großangriff starten. Wir hatten eine schöne Gruppe, haben gut zusammengearbeitet und bis zum Ende alles gegeben. Wir wussten, dass es schwer werden würde. Aber man muss immer an den Erfolg glauben. Wir hatten zwei Jungs vorn drin, die viel gearbeitet haben. Man weiß nie, aber wenn Richie (Carapaz) einen Supertag hat, kann er gewinnen. Am Ende hat es aber nicht geklappt.“

Sepp Kuss (Visma - Lease a bike / 17. / Mixed Zone): "Wir haben die Tour schon zweimal gewonnen und das ist die Denkweise, die Jonas (Vingegaard) haben muss. Wir kämpfen also bis zum Schluss."

Tiesj Benoot (Decathlon - CMA CGM / Platz 29 / Eurosport): "Ich meine, offensichtlich spielt das, was wir tun, auch Pogacar in die Karten, aber wir fahren hier, um unsere beste Platzierung im Gesamtklassement herauszuholen. Ich denke, heute war ein Tag, an dem Paul (Seixas) sich gut gefühlt hat. Diese, sagen wir mal, mittelschweren Bergetappen liegen ihm. Er meinte, er fühlt sich gut, also haben wir ihn am letzten Anstieg lanciert. Es ist schön, dass wir nicht drei Wochen lang nur UAE hinterherfahren müssen.“

Jay Hindley (Red Bull - Bora - hansgrohe / Platz 23 / RSN): "Es war eine ziemlich monumentale Etappe und auch das Wetter hat verrückt gespielt. Ich glaube, wir haben aber einen ganz guten Job als Team gemacht. Ich habe schon erwartet, dass es ein Tag fürs Gesamtklassement wird."

Valentin Paret-Peintre (Soudal – Quick-Step / 25. / Eurosport): “Es war ein guter Tag in der Spitzengruppe heute. Ich habe mich gut gefühlt und es war toll mit den ganzen Fans entlang der Strecke zu fahren. Es war ein guter Tag für mich, ich musste um Bergpunkte mit (Richard) Carapaz kämpfen, der ein hervorragender Fahrer ist und bei Grand Tours schon auf dem Podium stand.“

Maxim Van Gils (Red Bull – Bora – hansgrohe / 30. / Sporza): “Uns wäre es lieber gewesen, sie (Lipowitz und Evenepoel) hätten keine Zeit verloren, sondern eher ein paar Sekunden gutgemacht. Aber es war keine leichte Etappe. Ich glaube nicht, dass viele Taktiken heute gegen UAE Bestand gehabt hätten; sie sind den ganzen Tag über ein sehr hohes Tempo gefahren. Es ging darum, so lange wie möglich dranzubleiben und auf eine gute Tagesform zu hoffen .Wir streben das mit beiden weiterhin an. Wir müssen einfach so weitermachen. Es ist noch nicht vorbei. Die dritte Woche ist die härteste, und es steht noch ein Zeitfahren an, das beiden gut liegt. Am Ende wird es auf Minuten ankommen, und diese Sekunden werden weniger ins Gewicht fallen.“

Georg Steinhasuer (EF Education – EasyPost / Ausreißer / ARD): “Es war unglaublich mit den Fans. Die Tour lief bisher nicht so gut für mich. Dann vor den ganzen Leuten meine Arbeit für Ben und Richy zu zeigen, das hat sich sehr gut angefühlt. Der Scheidegger Fanclub stand auch hier oben in der letzten Kurve, das war ein besonderes Gefühl. Ich fühle mich von Tag zu Tag besser, seit wir aus Spanien raus sind, lief bei mir nicht viel zusammen. Jetzt ist es besser und wir schauen mal, was sich noch so ergibt."

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