--> -->
18.07.2026 | Taktische Fehler kann man EF Education - EasyPost nach der 14. Etappe der Tour de France 2026 (2.UWT) nicht vorwerfen, Kritik an der Mannschaftsleistung wäre ebenfalls weit hergeholt – trotzdem ging das US-Team am Ende ziemlich leer aus.
Die Equipe um Georg Steinhauser hatte sich die schwere Vogesenetappe wohl dick angestrichen, immerhin investierten die Fahrer in Pink an diesem Tag viel. Gleich zu viert sprangen sie in die 34 Mann starke Fluchtgruppe des Tages, in der vor allem das Duo Richard Carapaz und Ben Healy die entscheidenden Akzente setzte.
Gut 120 Kilometer vor dem Ziel war es die amerikanische Mannschaft, die das Tempo an der Bergwertung der 1. Kategorie, dem Grand Ballon, verschärfte und die Ausreißergruppe auseinanderfuhr. Im Sprint um die Bergpunkte zog Carapaz gegenüber Valentin Paret-Peintre (Soudal – Quick-Step) aber den Kürzeren. Die Lücke, die durch den Sprint der beiden auf die Verfolger entstand, missfiel Carapaz ebenso. Clever signalisierte der Olympiasieger von 2021 seinem Mitausreißer, auf die drei Nachzügler, denen auch Teamkollege Healy angehörte, zu warten.
Das Quintett, in dem die Zwillinge Tobias Halland Johannessen und Anders Halland Johannessen (beide Uno-X Mobility) die zwei übrigen Rollen besetzten, fuhr schließlich gemeinsam bis in den Schlussanstieg 30 Kilometer vor dem Ziel.
"Wir wollten Druck auf UAE ausüben und einen Ausreiß-Großangriff starten. Wir hatten eine schöne Gruppe, haben gut zusammengearbeitet und bis zum Ende alles gegeben", bilanzierte Healy nach dem Rennen. Trotz aller Bemühungen und taktischer Finessen schien der Kampf David gegen Goliath an diesem Tag jedoch früh verloren.
Dass sich ausgerechnet der seit der vorigen Etappe Gesamtvierte Tom Pidcock unter die frühen Ausreißer gemischt hatte, war deren Glück sicher nicht zuträglich. Viel Vorsprung gestand das Feld der Fluchtgruppe auf jeden Fall nicht zu. Unabhängig von Pidcock könnte dies jedoch ebenso UAEs Stärke und Siegeshunger geschuldet sein.
Als sich Carapaz am letzten Anstieg schließlich von seinen Fluchtkollegen löste, betrug der Vorsprung zum Favoritenfeld schon nur noch rund eine Minute. Neun Kilometer vor dem Ziel bekam er zwar wieder Gesellschaft von Tobias Halland Johannessen, der Traum vom Etappensieg war zu diesem Zeitpunkt aber bereits fast ausgeträumt und nur einen Kilometer später platzte er endgültig: Das Duo wurde von den herannahenden Klassementfahrern geschluckt und verlor spätestens bei der unausweichlichen Attacke des späteren Siegers Tadej Pogacar den Anschluss an die Spitze des Rennens. Carapaz kam als Neunter ins Ziel.
“Es ist schwierig, ich weiß nicht, ob heute so viele erwartet haben, dass UAE wirklich den ganzen Tag kontrollieren kann. Sie haben es aber doch gemacht. UAE ist einfach brutal stark, aber es hilft ja nichts, wir müssen es trotzdem weiter probieren", resümierte Georg Steinhauser (EF Education - Easy Post) am Mikrofon der ARD. Für den Allgäuer lief die Tour bisher nicht nach Plan, doch langsam fühlt er sich besser.
Die vielen Zuschauer am Streckenrand aus der nicht so fernen Heimat waren der Form auf jeden Fall zuträglich: "Es war unglaublich mit den Fans. Die Tour lief bisher nicht so gut für mich. Dann vor den ganzen Leuten meine Arbeit für Ben und Richy zu zeigen, das hat sich sehr gut angefühlt. Der Scheidegger Fanclub stand hier oben in der letzten Kurve, das war ein besonderes Gefühl. Ich fühle mich von Tag zu Tag besser. Seit wir aus Spanien raus sind, lief bei mir aber nicht viel zusammen. Jetzt ist es besser und wir schauen mal, was sich noch so ergibt."
Trotz der Niederlage bleibt die Moral in der Mannschaft also intakt. "Wir schmeißen den Fehdehandschuh immer wieder hin. Irgendwann wird es sich lohnen", kündigte Healy bereits die nächste Attacke an. "Morgen gibt es wieder einen schönen Tag für uns. Der ist für UAE vielleicht etwas leichter zu kontrollieren als heute, aber wir werden wieder etwas probieren."
Eine Waffenruhe wird es von der Mannschaft rund um Teamchef Jonathan Vaughters also noch nicht geben – auch wenn es im ungleichen Duell der kleineren Mannschaften gegen das Über-Team von UAE sowieso "nur" noch um einen Tagessieg geht.
17.08.2026Seixas klärt Zukunftsfrage bei Kriterium in Etten-Leur(rsn) – Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) hat seine Auszeit nach seinem vierten Platz bei der Tour de France beendet und bei einem Kriterium im niederländischen Etten-Leur teilgenommen. Am Rande
09.08.2026Kanter nahm für die Zukunft viel von der Tour mit(rsn) – Zwei Wochen nach seinem vierten Platz auf den Champs-Élysées in Paris, mit dem er ein starkes Tour-Debüt abschloss, setzt Max Kanter wieder auf dem Rad. Allerdings lässt es der Sprinter
02.08.2026Rubio: “Können daran arbeiten, dass sich so was nicht wiederholt“(rsn) – Ermals nach seinem schlimmen Sturz auf der 19. Etappe der Tour de France hat sich Einer Rubio zu Wort gemeldet. “Es sind nun einige Tage seit dem Unfall bei der Tour de France vergangen, u
31.07.2026Vingegaard: “Haben die Tour vielleicht falsch eingeschätzt“(rsn) – Als Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) auf der 15. Etappe der Tour de France stürzte und mit einem Schlüsselbeinbruch ausschied, lag er auf Rang zwei im Klassement bereits ziemlich
28.07.2026Seixas: “Bin stolz auf den vierten Platz in der Gesamtwertung“(rsn) – Zum Podium in Paris hat es trotz aller Bemühungen nicht mehr gereicht, doch mit Platz vier bei seinem Debüt bei der Tour de France (2.UWT) kann Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM) mehr als
28.07.2026Plugge zu nächtlicher Kontrolle: “Hat unserem Team geschadet“(rsn) – In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli gab es bei der Tour de France 2026 nächtliche Dopingkontrollen - und zwar bei den beiden besten Fahrern im Klassement. Jonas Vingegaard (Visma - Lease
27.07.2026Grün ist abgehakt! Jetzt jagt Pedersen ein Monument(rsn) – Mit zwei Zielen war Lidl – Trek zur Tour de France 2026 gereist: Etappensieg(e) und Grünes Trikot für Mads Pedersen! Der Däne bekam dazu fast ein ganzes Team an Helfern abgestellt. Der
27.07.2026Nach dieser Tour träumen Evenepoel und Denk von mehr(rsn) – Am Ende wurden beide Ziele erreicht. Red Bull – Bora – hansgrohe blickt nach zwei Etappensiegen und dem zweiten Platz im Gesamtklassement von Remco Evenepoel auf eine erfolgreiche Tour d
27.07.2026Degenkolbs elfte war seine letzte Tour: “Kann gut damit leben“(rsn) – Die Schlussetappe seiner letzten Tour de France (2.UWT) beendete John Degenkolb (Picnic – PostNL) auf dem 89. Platz. Aus ganz anderen Gründen jedoch wird ihm seine Abschiedsvorstellung au
27.07.2026Philipsen nimmt die Beine hoch, damit van der Poel sicher siegt(rsn) - Ein unglaublich spannendes Finale und eine ganz große Geste auf den Champs-Élysées krönten diese 113. Tour de France. Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech), der mit der größten Ges
26.07.2026Tränen statt Triumph: Kanter Vierter auf den Champs-Élysées(rsn) - Die Emotionen übermannten Max Kanter (XDS - Astana) im Ziel der Tour de France. Sichtlich gerührt und enttäuscht zeigte sich der Deutsche über seinen vierten Platz auf der finalen 21. Eta
26.07.2026Der neue Pogacar: Bei dieser Tour mehr als nur ein Seriensieger(rsn) - Tadej Pogacar (UAE - Emirates – XRG) erwies sich bei dieser Tour de France als Sieger aller Klassen. Der Slowene ist als souveräner Radsportkönig in Paris eingefahren. Den Stadtberg Montm
24.10.2026Unibet – Rose Rockets eine Option für Roglic? (rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R
24.10.2026Wyseure entthront in Heerde Vorjahressieger Nieuwenhuis (rsn) – Joran Wyseure (Crelan – Corendon) hat in seinem vierten Crossrennen dieser Saison erstmals jubeln können. Der 25-jährige Belgier entschied im niederländischen Heerde den dritten HG-Cro
24.10.2026Alvarado holt sich in Heerde ein gutes Gefühl für die Saison (rsn) – Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Premier Tech) hat in Heerde ihren ersten Sieg in der noch jungen Crossaison 2026/27 eingefahren. Die 28-jährige Niederländerin setzte sich beim dritte
24.10.2026Buchmann: “Das ganze Jahr nie meine Topform erreicht“ (rsn) – Wie in den vergangenen beiden Jahren auch beendete Emanuel Buchmann (Cofidis) seine Saison in China. Und wie schon 2024 – damals in seinem letzten Rennen für Red Bull – Bora – hansgro
24.10.2026Reusser begrüßt Blasi-Verpflichtung und deutet Karriereende an (rsn) – In den vergangenen beiden Jahren war Marlen Reusser die erklärte Leaderin des spanischen Movistar-Teams. Künftig dürfte sich das aber ändern, denn mit der Verpflichtung von Vuelta-Sieger
24.10.2026XDS verlängert mit Toneatti, Eddy wird Teamkollege von Rutsch (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
23.10.2026Ausblick auf die Cross-Saison 2026/2027 (rsn) – Am Sonntag beginnt in Overijse mit der Superprestige die erste der drei großen Serien – und damit fängt auch der Cross-Winter 36 Tage vor dem meteorologischen so richtig an. Die ersten R
23.10.2026Rockets zielen mit Präsenz und Coolness zugleich auf Tour-Wildcard (rsn) – 2026 haben die Unibet – Rose Rockets beim Giro d´Italia ihr Grand-Tour-Debüt gegeben und dort mit ihrem starken Sprintzug um Dylan Groenewegen vor allem auf den Flachetappen einen imposa
23.10.2026Nedbank Gravel Burn: Schweres Etappenrennen als Saisonabschluss (rsn) – Nach den UCI Gravel-Weltmeisterschaften ist vor dem Gravel Burn. Viele Athleten, die an den Titelkämpfen in Australien teilgenommen haben, scheuten mit ihren Sponsoren und Trade Teams wede
23.10.2026Merlier mit Magnier gemeinsam zur Tour? “Habe sicher nichts dagegen“ (rsn) – Mit Tim Merlier und Paul Magnier verfügt Soudal – Quick-Step auch 2027, wenn die Mannschaft in Soudal – Safety Jogger umbenannt werden wird, über zwei absolute Weltklasse-Sprinter mit
23.10.2026Brennan zur Tour? Plugge: “Werden ihn definitiv in Betracht ziehen“ (rsn) – Die großen Teams der Gesamtwertungs-Kandidaten stehen nach der Bekanntgabe der Route für die Tour de France 2027 nun vor vielen wichtigen Gesprächen in den kommenden Wochen, um Pläne zu
23.10.2026Tour-de-France-Finale ohne Fans auf den letzten Kilometern? (rsn) – Col du Tourmalet mit anschließendem Zeitfahren in Pau 2023. Sportlich knappe Entscheidung und tolle Zuschauer-Kulisse oben in Alpe d´Huez 2024. Französisches Radsportfest um Pauline Ferra