Die KT-Teams bei der Dookola-Woche in Polen

Rottmann glänzt mit sechs Top-Ten-Plätzen, Litlere Gesamtfünfter

Von Arthur Lenné

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Sechs Rennen, sechs Top-Ten-Ergebnisse: Jonathan Malte Rottmann (Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur) war in Polen nicht zu bremsen und fuhr als Dritter auf das Schlusspodium der Dookola Mazowsza. | Foto: Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur

27.07.2026  |  (rsn) – Bei der Dookola Mazowsza (2.2) sowie zwei polnischen Eintagesrennen stellten die Kontinental-Teams ihre internationale Konkurrenzfähigkeit mit starken Resultaten unter Beweis. Auf flachen und extrem schnellen Etappen im Umland von Warschau prägten offensiv gefahrene Ausreißergruppen im Seitenwind sowie umkämpfte Massensprints das Renngeschehen.

Als absolute Erfolgsgeschichte entpuppte sich die Polen-Reise für Jonathan Malte Rottmann (Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur): Der 21-Jährige fuhr an sechs Renntagen in Folge jeweils in die Top Ten und belohnte seine Konstanz mit Rang drei in der Gesamtwertung der viertägigen Masowien-Rundfahrt.

Rottmanns beeindruckende Serie für Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur

Die Equipe Lotto - Kern-Haus - Outlet Montabaur drückte den polnischen Rennen von Beginn an ihren Stempel auf. "Die Jungs haben sehr viel Verantwortung übernommen, auch beim Hinterherfahren für unseren Sprinter, da alle Etappen in Massensprints endeten. Wir sind sehr zufrieden", erklärte der Sportliche Leiter Torsten Schmidt im Gespräch mit RSN.

Schon zum Auftakt des Rennblocks beim Eintagesrennen Memorial Andrzeja Trochanowskiego (1.2) sprintete Rottmann auf Rang acht. Den Grundstein für den anschließenden Erfolg bei der Dookola Mazowsza (2.2) legte die Mannschaft gleich auf dem ersten Teilstück, als sich im starken Wind eine 18-köpfige Spitzengruppe löste. "Da waren Jonas Reibsch und Jonathan Rottmann bei denen dabei, die dann das Gesamtklassement sowie die U23-Wertung unter sich ausgemacht haben", betonte Schmidt.

Rottmann glänzte auf jener Auftaktetappe mit Rang drei und ließ an den folgenden Tagen die Plätze fünf, acht und fünf folgen. Damit sicherte sich der 21-Jährige mit nur 15 Sekunden Rückstand auf Gesamtsieger Michal Pomorski (ATT Investments) den hervorragenden 3. Platz im Endklassement sowie Rang eins in der Nachwuchswertung. Reibsch beendete die Rundfahrt auf Position 17. Und auch beim abschließenden Eintagesrennen Puchar MON (1.2) riss die Erfolgsserie nicht ab: Rottmann sprintete erneut auf Rang acht und komplettierte seine Bilanz von sechs Top-Ten-Plätzen an sechs Renntagen in Folge. "Es war ein richtig guter Flow drin. Wir fahren happy nach Hause und freuen uns über die eingefahrenen Erfolge", resümierte Schmidt die erfolgreiche Woche.

Run & Race - Solarpur belohnt sich im Seitenwind durch Litlere

Einen taktisch hochdisziplinierten Auftritt zeigte die Mannschaft Run & Race - Solarpur. Da auf den komplett flachen Profilen kaum selektive Anstiege warteten, setzte das deutsche Kontinental-Team bewusst auf eine offensive Fahrweise im Seitenwind. "Alle Rennen waren flach, daher versuchten wir, das Rennen im Wind hart zu machen", führte Fahrer Nicola Schleuniger gegenüber RSN aus. Das Vorhaben gelang auf der 1. Etappe der Dookola Mazowsza perfekt: In der bereits erwähnten 18-köpfigen Fluchtgruppe auf der Windkante war die Mannschaft durch Andrin Züger und Sverre Litlere doppelt vertreten. "Die Gruppe kam mit großem Vorsprung ins Ziel, wobei Sverre auf den guten fünften Platz sprintete. So waren wir in einer Top-Ausgangslage für die restliche Rundfahrt", so Schleuniger weiter.

An den folgenden Etappen entbrannte gegen die Übermacht der großen Sprintformationen ein intensiver Kampf um jede einzelne Bonussekunde, bei dem Litlere im Klassement vorübergehend abrutschte. Auf dem vierten Teilstück schlug die Equipe jedoch eindrucksvoll zurück: Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewann das Team alle Zwischensprints und führte Litlere noch auf den hervorragenden 5. Rang der Gesamtwertung (+0:16) – als bestplatzierten Fahrer seiner Mannschaft.

Auch beim abschließenden Eintagesrennen Puchar MON (1.2) blieb Run & Race - Solarpur auf Erfolgskurs. Nach starker Vorarbeit seiner Teamkollegen sprintete Litlere im Massenspurt auf den neunten Platz und sicherte dem Team ein weiteres Spitzenergebnis. "Mit der gesamten Woche sind wir sehr zufrieden", bilanzierte Schleuniger den polnischen Rennblock.

Arbö - Kärnten - Feld am See mit Jeindl auf Rang 74 bei Dookola Mazowsza

In der intensiven polnischen Rennwoche stand mit Arbö - Kärnten - Feld am See auch ein österreichisches Kontinental-Team am Start. Zum Auftakt beim Eintagesrennen Memorial Andrzeja Trochanowskiego belegte Akos Mindszenti im Massensprint den 31. Platz als bester Athlet der Equipe. Bei der anschließenden Dookola Mazowsza (2.2) schloss Matthias Jeindl die viertägige Rundfahrt als bestplatzierter Fahrer seines Teams auf Rang 74 der Gesamtwertung ab (+1:36). Für das stärkste Tagesresultat sorgte erneut Mindszenti, der auf dem vierten Teilstück auf Platz 31 sprintete.

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