Decathlon-Gruppe von Lieferwagen angefahren

“Sinnlose Gewalt“: Dewulf zieht sich Fraktur im linken Arm zu

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "“Sinnlose Gewalt“: Dewulf zieht sich Fraktur im linken Arm zu"
Stan Dewulf (Decathlon – CMA CGM) | Foto: Cor Vos

28.07.2026  |  (rsn) – Am vergangenen Mittwoch stürzte Stan Dewulf (Decathlon – CMA CGM) im Rahmen eines Trainingslagers mit einigen Mannschaftskollegen schwer. Ein Lieferwagen war im französischen Skigebiet Les Arcs in die Profis hineingefahren und anschließend davongefahren, ohne dass sich der Fahrer um die Verletzten gekümmert hätte.

In der Tageszeitung Het Nieuwsblad schilderte der Belgier, bei dem die Untersuchung im Krankenhaus einen kleinen Bruch des Speichenkopfs am linken Arm ergeben hatte, nun seine Sicht der Geschehnisse.

“Es gab überhaupt kein Problem, bis ein Lieferwagen beschloss, uns auf einer geraden Straße zu überholen. Der Fahrer zog viel zu schnell rechts rüber und fuhr direkt in unsere Gruppe.“ Der in erster Position fahrende Pierre Gautherat habe demnach plötzlich ausweichen müssen. Léo Bisiaux habe daraufhin gebremst, wodurch Dewulf ein Hinterrad touchierte habe und gestürzt sei.

“Der Fahrer muss im Rückspiegel gesehen haben, was er angerichtet hatte, aber anstatt anzuhalten, fuhr er einfach weiter. Wir waren alle geschockt“, erzählte Dwulf. “Es fühlte sich an wie ‘Sinnlose Gewalt‘.“, fügte er an. So werden im niederländischsprachigen Raum Gewalttaten genannt, für die es keine Provokation oder keine Veranlassung anderer Art gibt. “Es gab absolut keinen Grund dafür. Wir waren diesem Lieferwagen noch nie begegnet. Er tauchte völlig unerwartet auf.“

Einer der Decathlon-Profis konnte dem Verursacher nachfahren und dessen Kennzeichen fotografieren. Die Daten wurden der Polizei übermittelt und die Decathlon-Profis wollen nun gegen den Fahrer des Lieferwagens aussagen. “Ich hoffe, wir können einen stichhaltigen Fall aufbauen. Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um Gerechtigkeit zu erlangen“, erklärte Dewulf.

Der 28-Jährige darf vorerst mindestens eine Woche lang nicht Rad fahren. Weitere Untersuchungen müssen klären, ob eine Operation notwendig ist.

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