Lieferwagen-Fahrer negativ auf Alkohol und Drogen getestet

Guarda Nacional Republicana teilt Details zum Tarling-Unfall

Von Kevin Kempf

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Finlay Tarling (NSN Development) | Foto: Cor Vos

16.08.2026  |  (rsn) – Die polizeiliche Untersuchung nach dem Hergang des tödlichen Unfalls bei der Portugal-Rundfahrt ist in vollem Gange, aber die zuständige Behörde, die Guarda Nacional Republicana (GNR), trat am Sonntag mit neuen Details an die Öffentlichkeit. Im Internet kursierten bereits seit kurz nach dem Unglück Bilder, die einen weißen Lieferwagen zeigten sowie Gerüchte, dass das Fahrzeug gegen die Fahrtrichtung des Feldes auf dem Kurs des Rennens unterwegs war, als er Finlay Tarling (NSN Development) traf.

In einem Interview mit der portugiesischen Nachrichtensendung Jornal da Tarde erklärte Oberstleutnant Carlos Canatario von der GNR, dass der Fahrer des Fahrzeugs nach dem Unfall unter Schock gestanden habe und er negativ auf Alkohol und Drogen getestet wurde. “Er fuhr auf seiner eigenen Spur, jedoch entgegen der Fahrtrichtung der Radfahrer. Der Radfahrer schnitt die Kurve auf der linken Spur.“

Das Unglück habe sich demnach nach 85,3 der 166 zu fahrenden Kilometer in einer scharfen Linkskurve in einer Abfahrt ereignet. Das Feld sei zu diesem Zeitpunkt in drei Stücke geteilt gewesen: die Spitzengruppe, das Peloton und drei abgehängte Fahrer, zu denen Tarling gehört habe.

Lieferwagen kam über Zufahrtsstraße auf Parcours

Der Fahrer des Lieferwagens sei über einen Seitenweg auf den Kurs gekommen. “Wir wissen, dass er an der Zufahrtsstraße anhielt, das Peloton vorbeifahren sah, einen Moment wartete und Umstehende fragte, ob das Rennen bereits vorüber sei. Berichten zufolge sagten sie ihm, die letzten Fahrer seien bereits durch und er könne weiterfahren“, so Canatario, der anfügte, dass der Besenwagen aber noch nicht vorbeigekommen war.

Polizisten seien an der Stelle nicht zugegen gewesen. “Es ist unmöglich, an jedem Zugang zur Strecke einen Beamten zu postieren. Priorität haben Zugänge, bei denen eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, dass Fahrzeuge oder Personen auf die Strecke gelangen. Dies war ein Nebenzugang ohne Beamte, aber mit Beschilderung“, erklärte Canatario, der auch den direkten Unfallhergang noch schilderte.

“Der verunglückte Radrennfahrer befand sich, als er bergauf fuhr, neben dem Begleitfahrzeug seines Teams. Als die Abfahrt begann, beschleunigte er plötzlich. Er setzte sich vor das Begleitfahrzeug, das ihm nicht unmittelbar folgen konnte. Der Radrennfahrer schnitt die Kurve und fuhr auf die ganz linke Spur, woraufhin es zur Kollision zwischen ihm und dem Fahrzeug kam.“

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