Giro-Teambilanzen am 2. Ruhetag / Teil 2

Doppelte Freude bei Katjuscha und Garmin

Foto zu dem Text "Doppelte Freude bei Katjuscha und Garmin"
Filippo Pozzato (Katjuscha) gewinnt die 12. Etappe des Giro d´Italia. Foto: ROTH

24.05.2010  |  (rsn) - Die Giro-Starter haben bereits 15 schwere Etappen hinter sich gebracht und genießen heute den zweiten Ruhetag. Zeit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Wer hat die Erwartungen erfüllt, wer fuhr bisher hinterher? Radsport News gibt Antworten.

Caisse d`Epargne: Auf einen Etappensieg warten die Spanier zwar noch. Dafür trägt David Arroyo das Rosa Trikot - keine ganz schlechte Entschädigung. Fraglich, ob der Spanier die Gesamtführung bis nach Verona verteidigen kann. Ein Platz unter den besten Zehn sollte aber in jedem Fall drin sein.

Cervélo TestTeam: Der Giro begann für den Schweizer Zweitdivisionär und seinen Kapitän Carlos Sastre so gar nicht nach Plan. In der ersten Woche verlor der Toursieger von 2008 schon wertvolle Minuten. Die holte er sich jedoch auf der epischen Etappe nach Aquila zurück und fand anschließend auch im Hochgebirge zu alter Form zurück. Derzeit belegt der Spanier Platz vier der Gesamtwertung. Gute Leistungen zeigte auch Sastres Landsmann, Giro-Debütant Xavier Tondo, der unter anderem einen dritten Etappenplatz herausfuhr.

Cofidis: Von Kapitän David Moncoutié, der es auf das Bergtrikot abgesehen hatte, war bislang wenig zu sehen. Aber noch kommen einige Etappen, die dem kletterstarken Franzosen liegen dürften. Dafür verpasste Landsmann Julien Fouchard als Etappenzweiter nur knapp einen großen Coup. In der Gesamtwertung fahren die Franzosen erwartungsgemäß weit hinterher – Moncoutié auf Platz 69 ist ihr Bester.

Colnago: Mit dem Etappenerfolg des Italieners Manuel Belletti hat die kleine italienische Mannschaft ihr Giro-Soll bereits erfüllt. Auch Landsmann Simone Stortoni wusste mit einem zweiten Etappenplatz zu gefallen. Einzige Enttäuschung war der ambitioniert ins Rennen gegangene Kletterspezialist Domenico Pozzovivo, der nur hinterher fuhr und den Giro mittlerweile aufgegeben hat.

Footon-Servetto: Die Spanier zählen mit ihrer aktiven Fahrweise zu den großen Überraschungen des 93. Giro d'Italia, auch wenn sich das noch nicht in Ergebnissen niedergeschlagen hat. Bester Klassementfahrer ist der Spanier Iban Mayoz auf Platz 25, der zugleich als Etappendritter das beste Ergebnis für sein Team herausfuhr.

Garmin-Transitions: Alles voll im Plan beim Team von Jonathan Vaugters: Tyler Farrar hat mit zwei Siegen bewiesen, dass er derzeit einer der besten Sprinter der Welt ist. Anfahrer Julien Dean durfte sich zudem über einen dritten Platz freuen. Pech hatte dagegen Kapitän Christian Vande Velde, der schon in der ersten Woche mit Schlüsselbeinbruch das Rennen aufgeben musste. Auf der schweren Zoncolan-Etappe wusste Dan Martin als Neunter zu gefallen.

HTC-Columbia: Für den mit einer Magen-Darm-Erkrankung in die Rundfahrt gegangenen André Greipel ist der Giro d`Italia bisher eine einzige Enttäuschung. Allerdings sprang für den geschwächten Hürther der Australier Matt Goss in die Bresche, der den bisher einzigen Etappensieg für das US-Team einfuhr und zudem noch einen zweiten Platz holte. Klassementfahrer Marco Pinotto, derzeit Zwölfter, zeigt sich konstant und hat gute Chancen, die Rundfahrt in den Top Ten abzuschließen.

Katjuscha: Offensiv fahrend, aber lange Zeit glücklos - so lautete die frustrierende erste Zwischenbilanz des russischen ProTour-Teams. Dann aber zündeten die Raketen, und wie: Dem Russen Evgeni Petrov und dem Italienischen Meister Filippo Pozzato gelangen zwei Siege binnen 24 Stunden. Klassementfahrer Vladimir Karpets zeigte sich bisher äußerst aktiv, Rang 13 in der Gesamtwertung muss noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

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