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21.03.2026 | (rsn) – Mathieu van der Poels Bilanz bei Mailand-Sanremo (1.UWT) ist beeindruckend. Bei bisher sechs Teilnahmen landete der Niederländer bis auf eine Ausnahme – Platz 13 beim Debüt 2020, als Wout van Aert die in den August verschobene “Corona-Ausgabe“ gewann - immer in den Top Ten des ersten Monuments der Saison. Zweimal (2023, 2025) gewann er die “Primavera“, 2022 wurde van der Poel Dritter, vor zwei Jahren stellte er sich beim Sieg von Jasper Philipsen in den Dienst seines Teamkollegen – es reichte auf der Via Roma dennoch zu Rang zehn.
Dagegen fehlt seinem großen Konkurrenten noch ein Mailand-Sanremo-Sieg in den Palmares. Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG), der wie van der Poel 2020 sein Debüt gab – und dabei einen Platz vor diesem landete – beendete das Rennen danach immer in den Top 5, zuletzt zweimal in Folge auf Rang drei. Gewinnen konnte es Pogacar aber noch nie. Dennoch zeigte sich van der Poel im Gespräch mit der Gazzetta dello Sport überzeugt: “Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er San Remo gewinnt.“
Nur in diesem Jahr soll es noch nicht so weit sein, zumal van der Poel sich zuletzt mit zwei Etappensiegen bei Tirreno-Adriatico in überragender Verfassung präsentierte. “Ich weiß nicht, ob ich in der besten Form meines Lebens bin, aber ich bin auf einem sehr guten Niveau und damit bin ich zufrieden“, sagte der 31-Jährige und fügte erklärend an: “Ich bin sehr zufrieden mit meinem Auftritt in Tirreno und habe mich auch an den Anstiegen richtig gut gefühlt.“
Während Pogacar nach seinem – ebenfalls in überragender Manier herausgefahrenen – Sieg bei der Strade Bianche (1.UWT) sich wieder aufs Training fokussierte, um für Mailand-Sanremo in Form zu kommen, entschied sich van der Poel für eine fordernde Rennwoche. “Ich habe nach dieser Extraportion Intensität gesucht, die man nur in Rennen findet, wenn man alles geben muss, um zu gewinnen“, sagte er. “Für mich ist es sehr schwierig, das im Training zu simulieren, und Tirreno war für mich immer eine gute Vorbereitung auf die Klassiker.“ Tatsächlich bestritt er vor seinen beiden Sanremo-Siegen jeweils auch den Tirreno, den Pogacar nach seinem Gesamtsieg 2022 ausgelassen hatte.
Bei der 117. Ausgabe des italienischen Frühjahrsklassikers erwartet van der Poel keine Überraschungen – stattdessen wieder eine frühzeitige Attacke von Pogacar an der Cipressa. “Nun, das Szenario wird wohl dem entsprechen, was alle erwarten“, meinte er. Im vergangenen Jahr wäre der Slowene damit um ein Haar erfolgreich gewesen, wie van der Poel nun zugab. “Ich muss sagen, dass Pogacar 2025 kurz vor einer (erfolgreichen, d. Red.) Soloattacke stand. Wenn ich auch nur ein Prozent unter meiner Bestform gewesen wäre … hätte er mich abgehängt.“
“Aber man kann die Situation von 2025 nicht jedes Jahr wiederholen“, fügte van der Poel an und erklärte: “Wir hatten den perfekten Wind am Cipressa und auch am Poggio. Bei Gegenwind wäre es ganz anders gelaufen. Dasselbe gilt für 2026.“ Für den Samstag sagt die Wetterprognose dann auch tatsächlich Gegenwind an den entscheidenden Passagen voraus.
Der Titelverteidiger wird sich aber nicht ausschließlich auf Pogacar fokussieren, sondern hat auch die große italienische Hoffnung Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) im Blick. Der zweimalige Zeitfahrweltmeister wurde bei van der Poels Siegen jeweils Zweiter und wird diesmal wieder hoch gehandelt – auch vom Top-Favoriten selber: “Ich habe ihn bei Tirreno-Adriatico gesehen und, sofern keine Überraschungen passieren, könnte er ein Sieg-Kandidat für den Gesamtsieg sein. Sanremo ist wirklich perfekt für ihn“, fügte van der Poel an.
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