RSNplusUno-X mit erstem Saisonsieg auf größerer Bühne

Cort strahlt im zweiten Zuhause: “Eine Million Mal gefahren“

Von Christoph Niederkofler

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Magnus Cort hat die 2. Etappe der Katalonien-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

24.03.2026  |  (rsn) – Die 2. Etappe der Katalonien-Rundfahrt war für Magnus Cort (Uno-X Mobility) eine besondere Angelegenheit – und das bereits vor seinem Tagessieg, den er sich in einem zähen Schlusssprint geschnappt hat. "Es ist ein Ort, den ich sehr gut kenne", gab der 33-jährige Däne anschließend im Flash-Interview einen Einblick und fügte erklärend an: "Als ich Profi geworden bin, habe ich viele Jahre in Girona gelebt."

Die Universitätsstadt ist wahrlich nur einen Katzensprung entfernt von Banyoles, dem Zielort der Etappe am Dienstag. "Ich komme immer noch gerne für Trainingslager hierher und bin diese Straße bestimmt eine Million Mal gefahren. Das ist die perfekte Strecke, um an einem Ruhetag zum See zu rollen und dort schwimmen zu gehen. Für mich fühlt sich das an wie ein Heimsieg." Übrigens: Nicht nur Katalonien scheint Cort besonders zu liegen. 13 seiner nun 35 Profisiege feierte er auf spanischem Boden.

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An diesem späten Nachmittag, an dem er sich nach knapp 167 Kilometern vor Noa Isidore (Decathlon - CMA CGM) und Francesco Busatto (Alpecin - Premier Tech) behauptete, beschäftigten den Altmeister aber nicht nur nostalgische Gefühle. Vielmehr handelte es sich bei seinem ersten Sieg seit auf der 5. Etappe des Gran Camiño vor etwas mehr als einem Jahr um einen regelrechten Brustlöser.

"Ich komme aus einer schwierigen Phase zurück", merkte Cort an. "Das ist das erste Mal, dass ich wieder in guter Form bin seit Eschborn-Frankfurt, also fast ein Jahr her. Ich habe ein Jahr lang gekämpft, deshalb bin ich froh, wieder gewinnen zu können."

Im Gesamtklassement schob sich Cort durch seinen Triumph in Banyoles auf den zweiten Platz vor, nur Auftaktsieger Darian Godon (Ineos Grenadiers) liegt vor ihm. Dass es für ihn noch höher hinausgeht, darf bezweifelt werden: In den kommenden Tagen müssen mehrere Pässe bezwungen werden, darüber hinaus gilt es drei Bergankünfte zu bewältigen. Die Favoriten auf die Tagessiege hören daher auf Namen wie Jonas Vingegaard (Team Visma – Lease a Bike), Remco Evenepoel (Red Bull - Bora - hansgrohe), Joao Almeida (UAE - Emirates – XRG) oder Tom Pidcock (Pinarello - Q36.5).

Uno-X Mobility angriffslustig, aber noch nicht kaltschnäuzig

Von Corts Arbeitgeber dürfen aber trotzdem wieder ansehnliche Aktionen erwartet werden. In seiner ersten Saison als WorldTour-Team stach Uno-X Mobility vor allem mit seinen offensiven und kampflustigen Auftritten auf – für welche sich der norwegische Rennstall aber noch nicht auf die Weise belohnen konnte, wie man es sich vorstellte.

Magnus Cort bei seinem Sieg in Banyoles nahe Girona. | Foto: Cor Vos

Immerhin: Nach dem Sieg durch Erlend Blikra auf der 4. Etappe der Tour of Oman sorgte Cort nun für den zweiten Saisonsieg – und für den ersten auf einer größeren Bühne. Ansonsten kam Uno-X Mobility nur allzu oft zu kurz. Die besten Beispiele sind etwa der zweite Platz von Tobias Johannessen bei Mailand-Turin oder der knapp verpasste Gesamtsieg von Andreas Leknessund bei der Andalusien-Rundfahrt.

Dass das Premierenjahr als einer der Großen kein Selbstläufer wird, ist den Verantwortlichen jedoch von Anfang an bewusst gewesen. "Aber mit der starken Gruppe, die unsere Fahrer umgibt, sind wir überzeugt, dass wir sie dabei unterstützen können, ihre Träume und Ziele zu erreichen – gemeinsam", ließ Sportdirektor Gabriel Rasch verlauten. 

Und was den Zusammenhalt angeht, befindet sich seine Mannschaft schon einmal auf dem richtigen Weg. "Das war wirklich gutes Teamwork", schwärmte Cort nach seinem Sieg im zweiten Wohnzimmer. "Ich war auch etwas weit hinten. Das Team hat jedoch weiter an mich geglaubt."

Dafür wurde es mit einem euphorischen Sieg belohnt – und hat nun mit Sicherheit Blut geleckt.

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