Slowenische Dominanz durch Roglic und Pogacar

Katalonien-Rundfahrt im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Primoz Roglic (Red Bull - Bora - hansgrohe) gewann 2025 zum zweiten Mal in seiner Karriere die Katalonien-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

19.03.2026  |  (rsn) - Die Volta Ciclista a Catalunya (2,UWT) ist das erste spanische WorldTour-Rennen des Jahres. Die siebentägige Rundfahrt, die traditionell in der katalanischen Hauptstadt Barcelona zu Ende geht, startet in der Regel zwei Tage nach Mailand - Sanremo und lockt vor allem die Kletterspezialisten in den Norden Spaniens. 

RSN blickt auf die letzten zehn Austragungen der Traditionsrundfahrt zurück, die lange Zeit im Zeichen der Spanier und Kolumbianer stand. Zuletzt allerdings jubelten zwei Slowenen.

Katalonien-Rundfahrt 2016: Nairo Quintana

Für Titelverteidiger Richie Porte (BMC) blieb beim Gesamtsieg von Nairo Quintana (Movistar) diesmal nur Rang vier. Der Kolumbianer hatte nach den sieben Etappen sieben Sekunden Vorsprung auf Alberto Contador (Tinkoff) und derer 17 auf den Iren Dan Martin (Etixx - Quick-Step). 

Wie im Vorjahr Porte, so blieb diesmal auch der Movistar-Kapitän ohne Tageserfolg. Einen deutschen Tagessieg verpasste Nikias Arndt (Giant - Alpecin), der am vorletzten Tag im Sprint Etappenzweiter wurde.

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Katalonien-Rundfahrt 2017: Alejandro Valverde

Nach 2009 konnte Alejandro Valverde (Movistar) seinen zweiten Gesamtsieg in Katalonien einfahren, und das mit dem ungewohnt großen Vorsprung von über einer Minute. 

Der Spanier lag am Ende genau 63 Sekunden vor seinem Landsmann Alberto Contador (Trek - Segafredo) und sogar 1:16 Minuten vor Marc Soler (Movistar), der das spanische Podium komplettierte. Den Grundstein zum Gesamtsieg legte Valverde bei der Bergankunft in La Port, die er souverän als Solist gewann. Auch die Schlussetappe ging an den Movistar-Kapitän, der zudem die Bergwertung mit großem Vorsprung gewann.

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Katalonien-Rundfahrt 2018: Alejandro Valverde

Erstmals seit Miguel Indurain 1992 gelang einem Fahrer die Titelverteidigung in Katalonien. Alejandro Valverde (Movistar) siegte bei der 98. Austragung mit 29 Sekunden vor seinem kolumbianischen Teamkollegen Nairo Quintana, Rang drei ging an den Franzosen Pierre Latour (AG2R La Mondiale / +0:47). 

Während Valverde zwei Etappensiege bejubeln konnte, holte sich Maximilian Schachmann (Quick-Step Floors) das vorletzte Teilstück. Pech hatte dagegen der Kolumbianer Egan Bernal (Ineos), der in Barcelona als Gesamtzweiter schwer stürzte und mit Schlüsselbein- und Schulterblattfraktur ausschied.

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Katalonien-Rundfahrt 2019: Miguel Angel Lopez

Nach seinem schweren Sturz im Vorjahr kehrte Egan Bernal (Sky) zurück und beendete die Rundfahrt auf Platz drei. Sein Landsmann Miguel Angel Lopez (Astana) setzte sich in der Endabrechnung mit 14 Sekunden Vorsprung auf den Briten Adam Yates (Mitchelton - Scott) durch. Bernal komplettierte das Podium mit 17 Sekunden Rückstand.

Lopez übernahm mit seinem Solosieg bei der Bergankunft in La Molina die Führung in der Gesamtwertung, die er bis ins Ziel verteidigte. 

Wie im Vorjahr sorgte Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe) für das Highlight aus deutscher Sicht. Der gebürtige Berliner wurde zum Auftakt Etappenzweiter, gewann die 5. Etappe und wurde zum Abschluss in Barcelona Tagesdritter. Zudem holte Phil Bauhaus (Bahrain - Merida) noch einen zweiten Etappenrang. Gleiches gelang auch dem Österreicher Gregor Mühlberger (Bora - hansgrohe).

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Katalonien-Rundfahrt 2020: Absage wegen Corona-Pandemie

 

Katalonien-Rundfahrt 2021: Adam Yates

Nach einem Jahr Corona-Zwangspause kehrte die Katalonien-Rundfahrt mit ihrer 100. Jubiläumsausgabe zurück. Die stand ganz im Zeichen von Ineos Grenadiers: Der Brite Adam Yates setzte sich vor seinen Teamkollegen Richie Porte und Geraint Thomas durch. 

Alejandro Valverde (Movistar) hatte als Vierter 1:03 Minuten Rückstand auf den Sieger. Yates legte mit seinem Etappenerfolg an der Bergankunft in Vallter 2000  den Grundstein zum späteren Gesamtsieg. 

Für das deutsche Highlight sorgte Lennard Kämna (Bora - hansgrohe), der aus einer Fluchtgruppe heraus als Solist die 5. Etappe gewinnen konnte.

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Katalonien-Rundfahrt 2022: Sergio Higuita

Diesmal konnte sich das deutsche Team Bora - hansgrohe über den Gesamtsieg freuen. Der kolumbianische Neuzugang Sergio Higuita setzte sich mit 16 Sekunden Vorsprung auf den Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) durch. Das Podium komplettierte der Portugiese Joao Almeida (UAE Team Emirates), der 52 Sekunden Rückstand aufwies. 

Higuita eroberte am vorletzten Tag nach einer denkwürdigen Flucht mit Carapaz über insgesamt 120 Kilometer das Führungstrikot und gab es auf der Schlussetappe nicht mehr ab. 

Der deutsche Sprinter Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) schnupperte zwei Mal am Sieg, musste sich aber jeweils mit Platz zwei begnügen.

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Katalonien-Rundfahrt 2023: Primoz Roglic

Die 102. Austragung stand ganz im Zeichen des Duells zwischen Primoz Roglic (Jumbo - Visma) und Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step), wobei der Slowene am Ende sechs Sekunden vor dem Belgier lag. Das Podium komplettierte wie im Vorjahr der Portugiese Joao Almeida (UAE Team Emirates), bei allerdings deutlichen 2:11 Minuten Rückstand. 

Bereits zum Auftakt lieferten sich die beiden Top-Favoriten einen ersten Schlagabtausch, bei dem der Slowene den Belgier auf den zweiten Platz verwies. Auch bei der Bergankunft am folgenden Tag duellierten sich die beiden und kamen letztlich zeitgleich auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. Evenepoel holte sich 24 Stunden  später die Bergankunft in La Molina vor Roglic und zog damit in der Gesamtwertung mit dem Führenden gleich.

An der Bergankunft in La Port war es am Ende der 5. Etappe wiederum Roglic, der Evenepoel hinter sich ließ. Der konnte dann zwar noch die Schlussetappe in Barcelona gewinnen, doch da Roglic dort Zweiter wurde, reichte die Zeitbonifikation nicht, um den dreimaligen Vuelta-Sieger noch von der Spitze der Gesamtwertung zu verdrängen.

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Katalonien-Rundfahrt 2024: Tadej Pogacar

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) feierte in überragender Manier seinen ersten Gesamtsieg in Katalonien. Deutliche 3:41 Minuten lag der Slowene am Ende vor dem Spanier Mikel Landa (Soudal - Quick-Step). Der Kolumbianer Egan Bernal (Ineos Grenadiers) auf Rang drei wies bereits 5:03 Minuten Rückstand auf.

Pogacar gewann zudem noch die Punkte- und die Bergwertung und feierte darüber hinaus gleich vier Etappensiege, nachdem er zum Auftakt bereits Zweiter geworden war.

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Katalonien-Rundfahrt 2025: Primoz Roglic

Die Katalonien-Rundfahrt blieb auch 2025 in slowenischer Hand. Primoz Roglic (Red Bull - Bora-hansgrohe) tart die Nachfolge seines Landsmanns Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) an und feierte nach 2023 seinen zweiten Gesamtsieg in Katalonien.

Nach sieben Etappen ließ der Red-Bull-Kapitän diei spanischen Kletterspezialisten Juan Ayuso (UAE Team Emirates - XRG / +0:28), Enric Mas (Movistar / +0:53) und Mikel Landa (Soudal - Quick-Step / -0:54) hinter sich.

Nachdem Ayuso auf der 3. Etappe Roglic noch bezwungen und die Gesamtführung übernommen hatte, konterte der am Folgetag und zog durch seinen Tageserfolg an der Bergankunft in Montserrat Millenari Ayuso im Gesamtklassement an seinem Kontrahenten vorbei. 

Zwar konnte sich Ayuso danach durch eine Zeitbonifikation nochmals um eine Sekunde an Roglic vorbeischieben konnte, doch der schlug am Schlusstag in Ayusos Heimatstadt Barcelona nochmals zu und holte sich mit seinem zweiten Tageserfolg doch noch die Gesamtwertung vor dem Katalanen.

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