Vorschau auf die Katalonien-Rundfahrt 2026

Nehmen Evenepoel und Lipowitz Vingegaard auf die Hörner?

Von Kevin Kempf

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Bei der Tour de France 2025 duellierten sich Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe) und Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike, links) bereits ein ums andere Mal. | Foto: Cor Vos

22.03.2026  |  (rsn) – Während die Klassikerspezialisten in Belgien Kilometer abspulen, treffen sich die Rundfahrtfraktionen der Mannschaften vom 23. bis zum 29. März in Spanien zur 105. Katalonien-Rundfahrt (2.UWT). Und bei den großen Teams wird in den Aufgeboten geklotzt, nicht gekleckert! Red Bull – Bora – hansgrohe neben Remco Evenepoel und Florian Lipowitz auch den Giro-Sieger von 2022, Jai Hindley, auf. Und trotzdem befinden sich die Raublinger nicht in der Favoritenrolle.

Die bekleidet Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike), der bei Paris-Nizza (2.UWT) bei seinem Saisonauftakt mit zwei Etappen- und dem Gesamtsieg gleich sehr gute Form nachwies. Auch er hat mit Sepp Kuss einen Grand-Tour-Sieger an seiner Seite und wird außerdem von Davide Piganzoli, Wilco Kelderman und Jörgen Nordhagen, der wie Evenepoel im Nationalpark Teide gestrandet war, unterstützt. Eine viel bessere Bergmannschaft kann Visma zurzeit nicht aufbieten.

Dass auch Vingegaard trotz seiner sehr guten Beine zu schlagen ist, bewies Lenny Martinez (Bahrain Victorious) auf der Schlussetappe des Rennens zur Sonne, als er dem Dänen bei dessen Attacke folgen und ihn dann im Sprint hinter sich lassen konnte. Der Franzose ist in Katalonien wieder dabei und wird versuchen, dieses Kunststück zu wiederholen, wobei er auf den Kolumbianer Santiago Buitrago, den Portugiesen Afonso Eulalio und das slowenische Toptalent Jakob Omrzel an seiner Seite zählen kann.

Doch damit nicht genug mit den ausgezeichnet aufgestellten Mannschaften. UAE – Emirates – XRG kommt zwar ohne die Nummer 1 und 2 der Weltrangliste nach Spanien, muss sich aber mit Joao Almeida, Jay Vine, Marc Soler und Brandon McNulty, der Samstag noch 28. in Sanremo wurde, ganz sicher nicht verstecken. Außerdem soll Filippo Baroncini, der am 6. August 2025 nach einem Sturz bei der Polen-Rundfahrt in ein künstliches Koma versetzt wurde, sein Comeback geben.

Ineos Grenadiers schickt Oscar Onley und Carlos Rodriguez ins Rennen, Soudal – Quick-Step baut auf Mikel Landa, Jayco – AlUla auf Ben O’Connor und bei Pinarello – Q36.5 steht sogar der Sanremo-Zweite Tom Pidcock auf der vorläufigen Startliste. Auch Movistar kommt in der Heimat natürlich mit einer ausgezeichneten Mannschaft zur Startlinie. Enric Mas und Cian Uijtdebroeks bilden die Doppelspitze, die von den Kletterern Einer Augusto Rubio, Nairo Quintana und Juan Pedro Lopez sowie dem Deutschen Michel Heßmann angefüllt wird.

Deutsche und österreichische Hoffnungen

Die zurzeit zweitbeste deutsche Mannschaft, Lidl – Trek, lässt sich auch nicht lumpen und entsendet mit Mattias Skjelmose, Derek Gee-West und Giulio Ciccone ihre drei besten noch einsatzbereiten Rundfahrer, zu denen sich der Giro-Sieger von 2020, Tao Geoghegan Hart, gesellt. Österreichs Hoffnungen trägt Felix Gall (Decathlon – CMA CGM) auf seinen Schultern. Der 28-Jährige teilt sich die Kapitänsrolle mit dem US-Amerikaner Matthew Riccitello. Außerdem feiert das französische Klettertalent Léo Bisiaux sein Saisondebüt.

Zu guter Letzt sei auch EF Education – EasyPost genannt. Dort startet nicht nur Richard Carapaz, der bei Tirreno-Adriatico (2.UWT) deutlich besser in Form war, als sein 18. Platz vermuten lässt. Auch Georg Steinhauser soll nach seinem dritten Rang in Nizza wieder in den Rennsattel steigen und die deutschen Fahnen gemeinsam mit Lipowitz hochhalten. Auf den wenigen flacheren Etappen könnte Henri Uhlig (Alpecin – Premier Tech) seine Chance ergreifen. In einem Feld, in dem Ethan Vernon (NSN), Alberto Dainese (Soudal – Quick-Step) und Sam Bennett (Pinarello – Q36.5) die erfolgreichsten Sprinter sind, könnte der 24-Jährige für weitere Spitzenergebnisse sorgen.

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