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Triathlon um die Welt - 35.500 km Rad, 5040 km Lauf, 456 km Schwimmen

Jonas Deichmann: Es geht weiter

Foto zu dem Text "Jonas Deichmann: Es geht weiter"
| Foto: Jonas Deichmann

08.02.2021  |  (rsn, sd) - Wegen geschlossener Grenzen in Folge von Corona saß der Extrem-Sportler Jonas Deichmann seit neun Wochen in der Türkei fest. Nun kann er seine Weltumrundung in der Triathlon-Disziplin wohl fortsetzen: Ein Hilferuf in die Tria-Szene scheint die erhoffte Lösung zu bringen.

Die Deutsche Triathlon-Union, das Deutsch-Russische Forum und das Russische Olympische Komitee
haben ihre Netzwerke eingesetzt, um Deichmann ein Visum für Russland zu besorgen, das ab kommenden Freitag im russischen Konsulat in Istanbul abholbereit sein soll.

Damit kann Jonas über Bulgarien, Rumänien, Moldawien und die Ukraine nach Russland gelangen: Die Grenzen auf der 13.000 Kilometer langen Strecke sind mit Corona-Tests und Quarantäne in Russland momentan offen. Nach der Einreise in Russland wird dann Jonas' Weg bis Wladiwostok am Pazifik frei sein.

Deichmann wird in Bulgarien auf seine Winterausrüstung
wechseln, um die erwarteten Temperaturen von 20 bis 30 Grad unter Null in Sibirien überstehen zu können. Um Sibirien im Winter auf dem Rad zu durchqueren, hat sich Jonas eigens in der Kältekammer der Deutschen Bahn vorbereitet.

Jonas Deichmann begann sein Projekt am 26. September 2020 in München. Er fuhr per Fahrrad über die Alpen bis nach Karlobag an der kroatischen Küste. Von dort aus ist er 450 Kilometer entlang der Adriaküste geschwommen und erreichte am 22. November nach 54 Tagen im Wasser Dubrovnik. Dabei hat der Münchner einen neuen Rekord für die längste Schwimmstrecke ohne Begleitboot aufgestellt.

Von Dubrovnik ging es per Rennrad weiter
in östlicher Richtung, mit dem Ziel, die chinesische Pazifik-Küste im Frühjahr zu erreichen. Als Deichmann Mitte Dezember Istanbul erreichte, waren aufgrund der verschärften Corona-Situation mittlerweile sämtliche Landgrenzen in östlicher Richtung geschlossen.

Ein alternativer Plan, die Richtung zu wechseln, und die Welt in westlicher Richtung zu umrunden, ist aus demselben Grund momentan schwierig umzusetzen, bleibt aber als mögliche Option offen. Jonas nutzte die Wartezeit für leichte Trainingseinheiten in der Südtürkei.

Der Münchner hält bereits Rekorde für alle
drei großen Kontinental-Durchquerungen mit dem Rad: Eurasien, von Portugal nach Wladiwostok in 64 Tagen, die legendäre Panamericana von Alaska nach Feuerland in 97 Tagen und im letzten Jahr vom Nordkap nach Kapstadt in 72 Tagen – einen ganzen Monat schneller als der bisherige Weltrekord. Über "Cape to Cape" gibt es ein Buch im Handel und einen Dokumentar-Film auf Vimeo.
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