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20.06.2026 | Der SuperGiro Dolomiti zählt zu den anspruchsvollsten Jedermann-Radrennen Europas: Auf 228 Kilometern und rund 5250 Höhenmetern fordert die Strecke ihren Teilnehmern alles ab. Herzstück und Scharfrichter des Rennens ist der berüchtigte Monte Zoncolan, dessen 7,7 Kilometer langer Anstieg durchschnittlich (!) 14,2 Prozent Steigung hat. Bei perfekten Bedingungen präsentierte sich das Team Velolease am vorvergangenen Wochenende in ausgezeichneter Verfassung - und belohnte sich mit zwei Altersklassen-Podien.
Bereits kurz nach dem Start übernahm die Mannschaft die Kontrolle an der Spitze des Feldes und sorgte für eine sichere sowie schnelle Anfahrt zum ersten Anstieg des Tages, dem Gailberg-Sattel. Dank der starken Team-Arbeit konnten sich André Reinlein, Florian Christ und Sebastian Stöhr früh in den vorderen Gruppen etablieren. Ganz vorne hielt sich Quirin Raubinger in direkter Schlag-Distanz zu den Top-Favoriten des Rennens.
Auch Philipp Stratmann zeigte nach einjähriger Rennpause eine beeindruckende Leistung und hielt sich bis zum Ende des Plöcken-Passes in der Favoriten-Gruppe, ehe ihn ein Defekt ausbremste. Gemeinsam mit Maurice Mack kämpfte er sich anschließend dennoch durch das Feld und erreichte trotz des Zeitverlusts einen Platz unter den Top 80.
Das Rennen wurde nun zunehmend selektiver, doch zahlreiche Fahrer des Team VeloLease arbeiteten sich kontinuierlich nach vorne. Maxime Hagendorf überzeugte dabei mit einer besonders starken Vorstellung: Am langen Anstieg nach Ravascletto löste er sich von seiner Gruppe, schloss später sogar zum Vorjahressieger Jack Burke auf und fuhr schließlich auf einen Platz in den Top 30.
An der Spitze des Rennens zeigte Quirin Raubinger eine herausragende Leistung. Gemeinsam mit dem späteren Sieger Miguel Brugger schloss er zu den frühen Ausreißern auf und bildete mit Brugger lange Zeit eine Doppelspitze. Erst am letzten Anstieg musste er reißen lassen und wurde schließlich im Gegenwind von einer Drei-Mann-Gruppe um die beiden Profis Daniel Federspiel und Alban Lakata eingeholt. Im Sprint um Platz zwei fehlten Quirin schließlich wenige Sekunden, dennoch holte er sich als Gesamt-Fünfter einen starken zweiten Platz in seiner Altersklasse.
Auch hinter der Spitze war der Rennverlauf spannend. Florian Christ und André Reinlein behaupteten sich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe über den Zoncolan und den zweiten Anstieg zum Plöcken-Pass. Auf den letzten Kilometern übernahm Florian eine taktische Rolle und kontrollierte die Konkurrenz - während André die entscheidende Offensive setzte.
Rund zehn Kilometer vor dem Ziel schloss er zu einer vorausfahrenden Dreiergruppe auf. Kurz vor dem Ziel attackierte André erneut, um einen Sprint auf dem Kopfsteinpflaster von Lienz zu vermeiden. Seine Taktik ging auf: Nach 6:45 Stunden Rennzeit erreichte er als Gesamt-Siebter das Ziel und kam ebenfalls auf Rang zwei seiner Altersklasse.
Florian Christ komplettierte das starke Mannschaftsergebnis mit Platz elf im Gesamt-Klassement und Rang fünf in seiner Altersklasse. Sebastian erreichte trotz eines Ausrutschers in der letzten Spitzkehre sein persönliches Ziel und fuhr als Gesamt-15. ebenfalls auf Platz fünf seiner Altersklasse.
Ronny Stober ging es etwas defensiver an, arbeitete sich aber im Lauf des Rennens peu à peu nach vorne. Am Ende musste er dem starken Gegenwind am Kartitscher Sattel leicht Tribut zollen und verpasste sein persönliches Ziel „sub 7:30 h“ knapp.
Ähnlich wie Ronny erging es Marius Schulte-Hullern: Nachdem er das Team perfekt nach dem Start zum Gailberg gezogen hatte, fuhr er sein eigenes Tempo. Später schloß er auf Philipp und Maurice auf. Oben am Plöcken kam aber leider der Mann mit dem Hammer, Marius kämpfte sich aber bis zum Ende durch. Wenn man die Strecke kennt und bei Gegenwind am Kartitscher Sattel eine starke Leistung.
Neben den sportlichen Ergebnissen stand einmal mehr der Team-Gedanke im Mittelpunkt. Einen besonderen Beitrag leistete Elias Jakobs, der krankheitsbedingt nicht starten konnte, und stattdessen die gesamte Verpflegung und Betreuung des Teams übernahm. Auch Team-Chef Stefan Eckardt sorgte mit seiner gewohnt professionellen Vorbereitung für optimale Rahmenbedingungen.
Zusammengefaßt: Mit zwei zweiten Plätzen in den Altersklassen, mehreren Top-15-Ergebnissen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung blickt das Team VeloLease auf ein sehr erfolgreiches Rennwochenende in den Dolomiten zurück.
Für viele Fahrer geht es bereits am kommenden Wochenende beim Gran Fondo Ale in Livigno weiter, bevor mit dem Maratona dles Dolomites eines der Saison-Highlights für das Team auf dem Programm steht.
André Reinlein und Quirin Raubinger sind Fahrer beim Team VeloLease.