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22.06.2026 | Nach dem neutralisierten Start in Lienz positionierten wir uns von Beginn an in der vorderen Feldhälfte. Es folgte der erste etwa zehnminütige Anstieg, an dem sich das Feld bereits deutlich reduzierte. Wir konnten uns in der ersten Gruppe behaupten, die schon hier nur noch aus etwa 25 Fahrern bestand.
Der erste längere Anstieg führte nach rund 30 Kilometern hinauf zum Staller Sattel, die Fahrer mussten auf diesem Abschnitt 1250 Höhenmeter überwinden. Über eine Länge von 35 Kilometern und mit rund 1250 Höhenmetern war das der erste echte Härtetest, der zugleich für eine weitere Selektierung sorgte.
Bis Kilometer 40 verlief die Strecke weiter bergauf, bevor der nächste, zehn Kilometer lange, steile Anstieg folgte. Da Marco dem hohen Tempo der Spitze nicht ganz folgen konnte, ließ ich die erste Gruppe ziehen und unterstützte ihn beim Pacen. Mit rund 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze setzten wir unseren Rhythmus am Berg fort.
Die Abfahrt vom Staller Sattel auf die schmale, kurvige Straße nach Antholz forderte höchste Konzentration. Durch immer mehr breitere werdende Straße wurde dann das Tempo deutlich schneller. In der Abfahrt und im Tal gelang es uns, wieder zur vorderen Gruppe aufzuschließen. Von dort führte die Strecke über leicht hügeliges Terrain in Richtung Ziel.
Ein kleiner Hügel hinter Olang Richtung Sillian fordert bei der Hitze noch einmal viel Kraft. Die letzten Kilometer ab Toblach zurück nach Sillian verliefen kontrolliert, und wir konnten als dritte die Ziellinie überqueren.
Damit erreichten wir mit nur acht Sekunden Rückstand auf die ersten den dritten Platz in der Team-Wertung. Zudem positionierte sich Marvin auf dem zweiten Platz in der U23-Wertung.
Morgen (23.) stehen mit der Etappe von Sillian nach Falcade harte 135 Kilo- und 3296 Höhenmeter an, mit nicht weniger als vier Pässen: Cimabanche, Giau, Staulanza und Duran. Aber der größte Gegner wird sicherlich wieder die große Hitze werden. Wir blicken motiviert auf die kommenden Tage - und sind überzeugt, dass wir uns weiter verbessern können.
Marvin Schmid und Marco Mühlnickel sind Fahrer beim Team Strassacker.