Hollmann-Comeback bei “Falling Leaves Lahti“

Kasper über Mammutdistanz zum zweiten Sieg binnen acht Tagen

Von Jens Claussen

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Romy Kasper (PAS Racing) gewinnt den UCI-Gravel “Falling Leaves“ in Lahti | Foto: Foodmaker Gravelking

13.09.2026  |  (rsn) – Romy Kasper (PAS Racing) präsentiert sich wenige Wochen vor den Gravel-Weltmeisterschaften am 11./12. Oktober in Nannup/Australien in bestechender Form. Die 38-Jährige nahm den Schwung aus ihrem Sieg bei "The Wolf" mit und gewann im finnischen Lahti auch das UCI-Gravelrennen “Falling Leaves“. 

Hinter der Deutschen belegte Tiffany Cromwell (Canyon – SRAM/+0:07) Rang zwei, ehe die Niederländerin Elisa Serné (+0:40) den Sprint um den dritten Platz gegen Maaike Colje (Q36.5 Off-Road Racing) für sich entschied. Clara Koppenburg (Tudor / +12::40) wurde als zweitbeste deutsche Starterin Neunte.

Über die Mammutdistanz von 175 Kilometern führte das Rennen mit Start und Ziel in Nostola das lediglich 18 Fahrerinnen umfassende Feld entlang vieler, für Finnland so typische Seen, wobei und 1.270 Höhenmeter bewältigt werden mussten. “Es war ein mega langes Rennen und mit 175 Kilometern nicht an der Tagesordnung für uns“, meinte Kasper kurz nach dem Rennen zu RSN. 

Kasper nutzte 600 Meter vor dem Ziel eine Rechtskurve

Nach verhaltenem Beginn auf breiten Straßen nutzte Cromwell eine technische, schlammige Abfahrt für eine Tempoverschärfung und fortan stand die fünfköpfige Spitzengruppe des Tages, zu der auch die spätere Siegerin gehörte.

“Von da an sind wir richtig Vollgas gefahren. Tiffany war super stark und ist dann im Mittelteil ein paar Führungen gefahren, wo ich nur dachte: Oh je, das kann nach hinten raus richtig eng werden“, erinnerte sich Kasper an Momente, in denen sie schon ans Limit gehen musste. “Dann wurde es irgendwann schon echt lang und man spürte, wie müde alle waren. Mir ging es aber noch ganz gut und da ich durch meinen Recon wusste, dass die letzten 15 Kilometer nochmal technisch werden würden, habe ich nichts probiert und die Füße stillgehalten“, beschrieb sie ihre Taktik in Richtung Finale. “Als wir auf den letzten Kilometern mit Senré auch noch die letzte aus unserer Gruppe abstellen konnten, habe ich dann 600 Meter vor dem Ziel eine Rechtskurve genutzt, um mich vor Tiffany zu schieben. Ich hatte sofort ein kleines Loch und konnte es dann bis zum Ziel durchziehen.“ 

Für die Leipzigerin war es bereits der dritte Saisonsieg, mit dem sie Platz zwei in der Gesamtwertung der UCI Gravel World Serie festigen konnte. Trotz noch sechs ausstehender Wertungsrennen scheint Teamkollegin Wendy Oosterwoud als Gesamtführende mit einem Vorsprung von 575 Punkten aber schon außer Reichweite zu sein. 

Nach ihrem Erfolg gibt es für Kasper kein Durchatmen; schon in wenigen Tagen geht es für sie mit den Deutschen Dernymeisterschaften in ihrer Geburtsstadt Forst weiter, ehe sie wiederum nach Nordeuropa reist. Dort könnte Kasper beim Gravel Grit ‘n Grind in Schweden (26. September) wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen.

Hollmann landet beim Comebackrennen auf Rang 25

Auch wenn im Männerrennen kein deutscher Starter das Podium erreichte, musste sich für Juri Hollmann (Canyon x DT Swiss ATR) der 25. Platz wie ein Sieg angefühlt haben. Der Kölner stand 16 Monate nach seinem schweren Sturz beim Giro d’Italia (1.UWT) wieder an der Startlinie eines Rennens. Sieger Tobias Kongstad (PAS Racing) rundete vor Teamkollege Rasmus Wallin (+0:08) einen perfekten Tag für das dänische Gravelteam ab, Dritter wurde der Este Riko Tammepuu (UN Cycling Team/+0.26). 

Luca Dreßler (Canyon x DT Swiss ATR/0:27) fuhr als bestplatzierter Deutscher auf Rang sieben, Frederik Raßmann (ebenfalls Canyon x DT Swiss ATR/+0:49) verfehlte mit Platz 11 die Top-Ten nur knapp.

“Falling Leaves“ gehörte in diesem Jahr erstmals zum Kalender der UCI Gravel World Series und fungiert im kommenden Jahr als Ausrichter der UEC Gravel-Europameisterschaften.

https://cyclingflash.com/race/uci-gravel-world-series-the-wolf-we-2026/result

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