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18.01.2026 | (rsn) - Die Tour Down Under bildet Ende Januar traditionell den Start in die WorldTour-Saison. Die 26. Austragung der Rundfahrt durch den Bundesstaat South Australia startet am 20. Januar und führt über insgesamt sechs Etappen.
Beim Heimspiel sind die australischen Fahrer natürlich besonders motiviert, doch auch bei den internationalen Profis erfreut sich das Rennen großer Beliebtheit.
Wir blicken auf die letzten zehn Jahre der Santos Tour Down Under zurück.
Im Gegensatz zu 2014 feierte Simon Gerrans (Orica - GreenEdge) diesmal einen recht komfortablen Sieg. Neun Sekunden Vorsprung hatte der Australier nach sechs Etappen auf seinen Landsmann Richie Porte (BMC Racing). Gerrans entschied die Etappen drei und vier zu seinen Gunsten und konnte sich durch die gewonnenen Bonussekunden bei der Ankunft am Willunga Hill gar 17 Sekunden Rückstand gegenüber Tagessieger Porte leisten. Alle sechs Etappen gingen bei der 18. Austragung übrigens alle an australische Fahrer.
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Nach zuletzt zwei zweiten Plätzen schlug 2017 die große Stunde von Richie Porte (BMC). Mit deutlichen 48 Sekunden Vorsprung ließ der Australier den Kolumbianer Esteban Chaves (Orica - Scott) hinter sich. Das Gesamtpodium komplette der für Bora - hansgrohe fahrende Australier Jay McCartyh, der 51 Sekunden Rückstand aufwies.
Porte hatte den Grundstein zu seinem Gesamtsieg bereits am zweiten Tag gelegt, als er solo die Ankunft in Paracombe zu seinen Gunsten entschied. Porte gewann auch noch die Bergankunft am Willunga Hill, so dass der Gesamtsieg noch deutlicher ausfiel. Bester Sprinter war der Australier Caleb Ewan (Orica - Scott), der gleich vier Etappen gewann, so dass erneut alle Teilstücke an heimische Fahrer gingen.
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Nach vier Heimsiegen in Folgen jubelte diesmal ein Südafrikaner - der allerdings für das australische Team Mitchelton - Scott fuhr. Impey setzte sich dabei in einem Herzschlagfinale vor dem zeitgleichen Titelverteidiger Richie Porte (BMC) durch. Impey hatte auf der 5. Etappe mit seinem dritten zweiten Etappenrang die Gesamtführung vor dem am Willunga Hill siegreichen Porte übernommen. Beide waren im Klassement zeitgleich, allerdings hatte Impey die besseren Etappenergebnisse vorzuweisen.
Auf der Schlussetappe konnte keiner der beiden noch Bonussekunden erringen, so dass es dem denkbar Ergebnis blieb. Erfolgreich verlief die Rundfahrt wieder einmal für André Greipel (Lotto Soudal). Der Deutsche gewann die Auftaktetappe und fuhr somit seinen 18. und zugleich letzten Sieg bei der Tour Down Under ein. Phil Bauhaus (Sunweb) verpasste dagegen als Zweiter der 3. Etappe nur knapp einen Sieg.
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Wieder hieß es im Endklassement: Dayrl Impey (Mitchelton - Scott) vor Richie Porte (Trek - Segafredo). Diesmal waren es aber deutliche 13 Sekunden, die für den Südafrikaner den Ausschlag gaben. Mit 17 Sekunden Rückstand komplettierte der Niederländer Wout Poels (Sky) das Podium.
Bis zum Schlusstag hatte Patrick Bevin (CCC) die Gesamtfertung angeführt und sieben Sekunden Vorsprung auf Impey mit in die abschließende Königsetappe genommen. Am Willunga Hill fiel der Neuseeländer aber zurück, wogegen Impey an der Seite des erneut siegreichen Richie Porte als Dritter über den Zielstrich fuhr und somit die Titelverteidigung feiern konnte. Einen deutschen Etappensieg verpasste Max Walscheid (Sunweb) als Auftaktzweiter nur knapp.
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Nach zwei knappen Niederlagen konnte sich Richie Porte (Trek - Segafredo) über den zweiten Gesamtsieg in seiner Heimat freuen. Im Schlussklassement lag der Australier 25 Sekunden vor dem Italiener Diego Ulissi (UAE - Team Emirates) und dem Freiburger Simon Geschke (CCC).
Porte hatte mit seinem Solosieg auf der 3. Etappe in Paracombe die Gesamtführung übernommen und das ockerfarbene Führungstrikot danach nicht mehr hergegeben. Da konnte der Routinier auch leicht verkraften, dass seine Serie von sechs Siegen am Willunga Hill riss. Dort musste sich Porte zum Abschluss der Rundfahrt um drei Sekunden dem Briten Matthew Holmes (Lotto Soudal) geschlagen geben.
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Nach der Corona-Zwangspause wartete die Rundfahrt erstmals mit einem Prolog auf, den Alberto Bettiol (EF Education - Easy Post) gewann. Danach wurde das Rennen aber von Jay Vine (UAE - Team Emirates) dominiert. Der Australier feierte den Gesamtsieg mit elf Sekunden Vorsprung auf den Briten Simon Yates (Jayco - AlUla), nachdem er durch einen dritten Platz auf der 3. Etappe das ockerfarbene Führungstrikot übernommen hatte.
Tags zuvor war Vine bereits Etappenzweiter geworden. Bei der finalen Bergankunft am Mount Lofty reichte ihm ein weiterer zweiter Platz hinter dem Briten Simon Yates (Jayco - AlUla), um den ersten Rundfahrtsieg seiner Karriere perfekt zu machen. Für das Highlight aus deutscher Sicht sorgte Phil Bauhaus (Bahrain - Victorious), der die 1. Etappe gewinnen konnte.
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Die 24. Austragung stand ganz im Zeichen von Stephen Williams (Israel - Premier Tech). Der Brite war auf der 5. Etappe zum Willunga Hill als Zweiter seinem Landsmann Oscar Onley (DSM - firmenich - PostNL) an die Spitze der Gesamtwertung gestürmt. Am Schlusstag war Williams an der Bergankunft am Mount Lofty der Stärkste und machte so mit dem Etappenerfolg auch den Gesamtsieg perfekt.
Im Schlussklassement hatte er neun Sekunden Vorsprung auf den Ecuadorianer Jhonatan Narvaez (Ineos Grenadiers) und elf auf Isaac Del Torro (UAE - Team Emirates). Das deutsche Team Bora - hansgrohe durfte sich über gleich drei Etappensiege von Neuzugang Sam Welsford freuen, für das beste Ergebnis eines deutschen Profis sorgte Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), der zum Auftakt Zweiter geworden war.
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Zum Jubiläum triumphierte der Ecuadorianer Jhonatan Narvaez (UAE - Emirates - XRG) mit neun Sekunden Vorsprung auf den Spanier Javier Romo (Movistar) und zwölf Sekunden auf den Neuseeländer Finn Fisher-Black (Red Bull - Bora - hansgrohe).
Für das deutsche Team sprangen neben dem Podiumsplatz noch drei Etappensiege durch den australischen Sprinter Sam Welsford heraus. Für das beste Resultat eines deutschen Fahrers verantwortlich war erneut Phil Bauhaus (Bahrain Victorious), der auf der 4. Etappe Zweiter wurde. Am Schlusstag reichte es noch einen dritten Platz. Neoprofi Tim Torn Teutenberg (Lidl - Trek) wurde zudem an den ersten beiden Tagen jeweils Vierter.
Welsford musste seine Gesamtführung zur Halbzeit der Rundfahrt an Romo abtreten. Auf der Königsetappe des vorletzten Tages zur Bergankunft am Willunga Hill schlug dann die Stunde von Narvaez, der aus einer kleinen Spitzengruppe heraus gewann und somit Romo das Führungstrikot abnehmen konnte. Am Schlusstag geriet die Spitzenposition des UAE-Neuzugangs nicht mehr in Gefahr.
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