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14.04.2026 | Mit dieser Rennmaschine kommt man dem Arbeitsgerät des Teams Jayco Alula so nah wie nur möglich – eine richtige „Team Replica“ bietet der große Radhersteller nämlich gar nicht an. Macht aber nichts, denn die Top-Version des Giant Propel verfügt mit dem integrierten Sitzdom über ein Merkmal, das vielleicht in Sachen Aerodynamik und Gewicht das letzte Quäntchen herauskitzelt, aber im Rennrad-Alltag gewisse Kompromisse nötig macht. Während das Giant Propel Advanced Pro so ziemlich kompromisslos daherkommt.
Ein Unterschied zum Profirad ist die „konventionelle“ Sattelstütze statt des nicht sehr praktischen Sitzdoms.Los geht’s mit der Sitzgeometrie, die in Sachen Stack und Reach auf eine gestreckte, flache Haltung abgestimmt ist. Die Abwinkelung der Lenker-Vorbau-Einheit bringt das nun etwas schmalere Cockpit dabei noch etwas weiter nach unten. Der Lenkwinkel ist auf ein neutrales Handling abgestimmt; mit kurzen Kettenstreben und knappem Radstand gewinnt das Aero-Bike jedoch an Handlichkeit und ist damit auf unterschiedliche Rennsituationen zugeschnitten, nicht nur auf hohes Tempo auf geraden Straßen.
Der leicht nach unten weisende Vorbau verschärft die Sitzposition.Der neue Rahmen wurde subtil optimiert und soll damit noch ein paar Watt mehr sparen; dazu kommt eine moderne UDH-Hinterradaufnahme. Dazu verfügt das Propel nun über 32 mm Reifenfreiheit – für „Road Aero“ ganz schön viel.
Den sehr leichten Radsatz könnte man am Propel auch mit 32er Reifen bestücken.Die Jayco-Alula-Profis vertrauen wie so viele ihrer Kollegen und Kolleginnen auf die Shimano Dura-Ace, wie sie auch an diesem Rad verbaut wird – und spätestens hier muss man auf den Preis des Propel Advanced Pro-DA zu sprechen kommen. Für die 7.999 Euro, die Giant aufruft, bekommt man nämlich anderswo gerade mal ein Rad mit Shimano-Ultegra-Komponenten.
Giant verbaut die Shimano Dura-Ace in einer Preisklasse, in der sonst die Ultegra üblich ist.Auch die 1.400-Gramm-Laufräder mit 50 mm tiefen Felgen und Carbonspeichen sind in dieser Preisklasse keineswegs üblich. Mit 22,4 mm Maulweite und 30 mm Außenbreite entsprechen die Felgen jenen der teuren Cadex-Laufräder, die die Profis fahren – ein nennenswerter Performance-Unterschied sollte nicht feststellbar sein.
Das schmale Aero-Cockpit erlaubt eine windschnittige Körperhaltung.Fehlt noch etwas? Ach ja, das Gewicht: Das Giant Propel gilt als eines der leichtesten Aero-Rennräder, was das Testrad eindrucksvoll beweist: In Größe M/L, was einem 56er entspricht, bringt es inklusive der zwei speziellen Flaschenhalter genau sieben Kilo und 30 Gramm auf die Waage. Auch in dieser Hinsicht ist das Rad kompromisslos und ganz nah am Profi-Material – da wird es schwierig, Gründe für ein anderes Fabrikat zu finden.
Mit nur sieben Kilo ist das Giant Propel kompromisslos auf Leichtbau getrimmt.