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15.04.2026 | 25 mm Maulweite? Da denkt man gleich an einen Gravel-Radsatz, doch beim Leichtbauspezialisten Schmolke Carbon geht es im Fall des TLO 50 TLR Disc UD um die Optimierung der Aerodynamik am Rennrad.
Angesichts von 32,5 mm Außenbreite lässt sich mit 28-mm-Rennreifen eine optimale Aerodynamik erreichen.Und so funktioniert’s: Beim Felgenprofil denkt man ja gemeinhin an dessen Tiefe, wenn es um möglichst geringen Luftwiderstand und den „Segeleffekt“ geht. Doch die Felgenbreite ist aerodynamisch ebenfalls relevant. Ist nämlich der Reifen breiter als die Felge, kann das dazu führen, dass der Luftstrom, der möglichst lange an der Felge haften soll, bereits am Reifen abreißt und bremsenden Verwirbelungen das Feld überlässt. Als Optimum gilt es, wenn die Felge 5 % breiter ist als der Reifen – und da aktuell 28 bis 30 mm Reifen der Standard sind, müssen die Felgen mitwachsen.
Unterschiedliche Nabensätze stehen zur Wahl, wobei es auch diese 6-Loch-Variante gibt.Schmolke reagiert auf diese Erkenntnis mit imposanten 32,5 mm Außenbreite und wie gesagt 25 mm Maulweite, wobei letzteres auch der Gewichtsersparnis gilt. Montiert man nämlich einen 28er Conti GP 5000 auf die breite Felge, ergibt sich laut Schmolke eine gemessene Reifenbreite von – 32,5 mm! Und damit ist man dem aerodynamischen Optimum so nah wie mit kaum einer anderen Kombination.
Die Hakenfelge macht Kompromisse beim Luftdruck unnötig – ein 28er kann mit über 7 bar gefahren werden.Nun kann die mit 315 Gramm extrem leichte Felge ihre 50 mm Profiltiefe voll ausspielen (Stichwort „Segeleffekt“) und für Leistungseinsparungen im Fahrtwind sorgen, während das fast unglaublich niedrige Satzgewicht von 947 Gramm für ansatzlose Beschleunigung und maximale Handlichkeit im Wiegetritt sorgt.
Mit knapp 950 Gramm ist der Schmolke-Radsatz gerade angesichts der Felgendimensionen atemberaubend leicht.Dass der Radsatz weniger als ein Kilo wiegt, verdankt er Carbonspeichen und „Extralite SPD3+“-Naben, wobei es noch andere Alternativen gibt: 800 Euro spart man, wenn man auf Stahlspeichen und immer noch extrem hochwertige DT-180-Naben mit Keramiklagern wechselt; die Vorteile der superleichten Felgen kann man dann immer noch genießen. Dass Schmolke diesen Radsatz in der Top-Version stolz als „Quadratur des Kreises“ bezeichnet, kann man jedenfalls gut verstehen...
Der Radsatz ist auch mit Stahlspeichen lieferbar und dann ein gutes Stück günstiger, aber auch schwerer.