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13.09.2026 | (rsn) – Zum Abschluss der Vuelta a Espana 2026 gab es eine Premiere. Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) holte sich auf der 21. Etappe seinen ersten Tagessieg bei einer Grand Tour vor Alessandro Romele (XDS – Astana) und Ramses Debruyne (Alpecin – Premier Tech). An der zweiten Überfahrt des Anstiegs zur Alhambra-Festung in Granada hatte sich die Gruppe um den Norweger abgesetzt. Dahinter wurden auf der letzten Runde die GC-Zeiten neutralisiert.
Somit musste sich Enric Mas (Movistar) im Roten Trikot zum Abschluss keine Sorgen machen. Der Spanier sicherte sich die Gesamtwertung der Spanien-Rundfahrt vor Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Felix Gall (Decathlon – CMA – CGM).
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.
Enric Mas (Movistar / Gesamtsieger / Ziel-Interview): “Es ist einfach sehr speziell. Es war ein unvergesslicher Tag und eine sehr spezielle Vuelta. Es ist einfach wunderbar. Man musste natürlich trotzdem noch aufmerksam bleiben. Es kann immer etwas passieren. Wir sind alle sehr glücklich. Ich konnte jeden Kilometer heute genießen. Ich musste lange darauf warten. Und es war ein langer Weg bis zu diesem Tag. Ehrlicherweise waren alle Vueltas immer speziell. Aber diese hier definitiv die Speziellste.“
Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility / Tagessieger / Flash-Interview): “Ich hätte es heute nicht erwartet. Ich wollte den letzten Tag von Corts Karriere zu einem Besonderen für ihn machen. In der letzten Runde habe ich dann gehört, dass ich in der Spitzengruppe bin und habe keine Tempoarbeit gemacht, damit Cort vielleicht wieder zurückkommt. Am Ende habe ich gesehen, dass wir einen Abstand hatten, und ich war so fokussiert, diesen Sieg zu holen, denn ich habe schon eine lange Zeit an diese Tür geklopft. Es ist über drei Jahre her, seit ich das letzte Mal gewonnen habe. Ich bin so glücklich, dass ich dem Team heute einen Sieg schenken konnte, denn wir hätten uns es gestern schon so sehr verdient. Ich war sehr traurig gestern Abend."
Wout Van Aert (Visma – Lease a Bike / Sieger Grünes Trikot / Eurosport): “Es waren fantastische drei Wochen hier in Spanien. Es war heute ein sehr schönes Finale mit vielen Fans entlang der Strecke. Es ist schwer, ein Highlight herauszupicken. Es ist nicht nur, weil ich gewonnen habe, Etappe 13, sondern weil Matthew (Brennan) und ich unsere Stärken in der Ausreißergruppe zeigen konnten. Das ist eine Erinnerung, die mit Sicherheit bleiben wird. Perfektion existiert nicht. Ich habe mit Sicherheit gute Beine und große Ziele für die WM. Wir müssen versuchen, uns von dieser Vuelta zu erholen und werden dann alles in Montreal geben.“
Santiago Buitrago (Bahrain Victorious / Sieger Bergwertung / Ziel-Interview): “Ich bin stolz darauf, dieses Trikot mit nach Hause zu nehmen, und ich hoffe, daheim haben es alle genauso genossen wie ich. Ich musste ziemlich leiden – sehr viel leiden ehrlicherweise. Aber ich gehe mit so vielen positiven Erinnerungen von diesem täglichen Kampf und dem unglaublichen Team bei dieser Vuelta nach Hause. Das sind solch schöne Erinnerungen. Ich werde definitiv wiederkommen.“
Oscar Onley (Netcompany - Ineos / Sieger Nachwuchswertung / Eurosport): “Ich bin mit hohen Erwartungen und ziemlichen Ambitionen hierhergekommen. Ich habe mir meine Ziele gesteckt, aber wenn ich auf die drei Wochen zurückblicke – vor allem in den ersten beiden Wochen hatte ich einige Rückschläge – bin ich ziemlich stolz darauf, trotzdem noch im Kampf um die Gesamtwertung gewesen zu sein und am Ende das Weiße Trikot mitzunehmen. Das war von Anfang an ein Ziel, und ich wollte in der Gesamtwertung so weit wie möglich nach vorne fahren. In meinem Kopf war das die Top 5, und ein Podestplatz wäre auch drin gewesen, wenn alles optimal gelaufen wäre.”
Alessandro Romele (XDS - Astana / 2. Platz / Eurosport): “Ich bin wirklich müde. Ich glaube, heute habe ich wirklich alles gegeben und habe mir nichts vorzuwerfen. Wir sind im Ziel, ich denke, eine Woche wohlverdiente Ruhe ist jetzt drin und danach bin ich bereit für das Saisonfinale. Ich habe versucht, am Anstieg ein bisschen zu antizipieren und dranzubleiben.”
Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike / 4. Platz / Eurosport): "Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Ich bin über die Kuppe gerade noch so hingekommen zur Gruppe. Sie hatten mich dann ganz genau im Blick und haben alles versucht, damit ich nicht vorne auf die Zielgerade komme. Das ist natürlich verständlich mit fünf Siegen auf dem Konto. Sie haben es gut gespielt und ich konnte nicht mehr machen mit der Energie, die noch übrig war. Es ist immer noch der vierte Platz geworden. Ich bin damit glücklich. An solchen Tagen bekomme ich viel Erfahrung.“
Pello Bilbao (Bahrain Victorious / 6. Platz / Eurosport): “Heute musste ich mir keine Sorgen um Jakob (Omrzel) machen. Ich musste auch nicht auf Santiago (Buitrago) aufpassen oder für Pau (Miquel) fahren. Alle wollten mir heute helfen und mir ein bisschen die Arbeit zurückgeben, die ich in dieser Vuelta für sie gemacht habe. Ich habe gekämpft und meine Karten auf den Tisch gelegt. Ich bereue nichts. Ich wollte meine eigenen Chancen kreieren. Aber im Finale war die Geschwindigkeit sehr hoch.“
Magnus Cort (Uno-X - Mobility / 29. Platz / Eurosport): "Ich glaube, wir werden eine gute Party heute Abend haben. Ich habe versucht ebenfalls da zu sein, wenn es ein Sprint geworden wäre. Tobias ist den stärksten Fahrern gefolgt und ich weiß gar nicht, was danach passiert ist."
Eusebio Unzue (Movistar / Teamchef / Eurosport): ”Ich denke, Enric (Mas) hatte einen sehr vielversprechenden Einstieg in den Profisport, er hat diese Fähigkeit, Begeisterung zu wecken. Die Leute haben lange gewartet, er hat vielleicht nicht alles gewonnen, aber es stimmt eben auch, dass er nicht umsonst schon viermal vor heute auf dem Podium der Vuelta a España stand. Es fehlten ihm einfach nur die Dinge, die die ganz Großen brauchen. Auf jeden Fall sehen wir jetzt, nach der Operation wegen der Thrombophlebitis im letzten Jahr und dieser Kursänderung, statt Tour und Vuelta zu fahren, wieder den besten Enric hier bei der Vuelta. Ich hoffe, das bleibt auch für den Rest der Saison so.”
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