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18.09.2026 | (rsn) – Mit den beiden Elitezeitfahren beginnen am Sonntag die UCI-Straßen-Weltmeisterschaften von Montréal. Die deutschen Starterinnen und Starter treten mit unterschiedlichen Zielen auf dem 39,2 Kilometer langen Kurs an. Während die Männer mit Top-Ten-Platzierungen mehr als nur zufrieden wären, greifen die Frauen nach den Medaillen.
Max Walscheid, der gemeinsam mit Jasha Sütterlin die deutschen Farben bei den Elite Männern vertreten wird, dürfte der Kurs besonders gut passen. “Die Top-Ten wären ein absolut traumhaftes Ergebnis. Der Kurs liegt ihm, da Power gefragt ist“, sagte Männer-Bundestrainer Jens Zemke in einer Pressemitteilung von German Cycling über den 33-jährigen Heidelberger, dessen bisher bestes WM-Ergebnis Platz elf aus dem Jahr 2021 ist.
Damals wurde die WM in Belgien ausgetragen, auf einem brettebenen Kurs wurde Filippo Ganna Weltmeister vor Wout van Aert und Remco Evenepoel. Der damalige Bronzemedaillengewinner kommt auf mittlerweile drei WM-Zeitfahrtitel und ist auch am Sonntag Top-Favorit.
Jasha Sütterlin, der zweite deutsche Starter, verfügt ebenfalls über viel Erfahrung und tritt mit der Empfehlung eines dritten Platzes von der Zeitfahr-DM an – im thüringischen Streufdorf verpasste er die Silbermedaille, die Walscheid errang, nur um wenige Zehntel. Mit Sütterlin “haben wir einen starken zweiten Mann“, so Zemke über den ebenfalls 33-Jährigen.
Deutlich ambitionierter sind die Ziele von Franziska Koch und Antonia Niedermaier. “Mit den beiden haben wir fürs Zeitfahren zwei heiße Eisen im Feuer. Das Ziel muss eine Medaille sein“, sagte Frauen-Bundestrainer André Korff selbstbewusst. Bei den Deutschen Meisterschaften im Sommer holte sich die 26-jährige Koch ihren ersten nationalen Zeitfahr-Titel vor der drei Jahre jüngeren Niedermaier, die in Streufdorf als Titelverteidigerin angetreten war. Der Kurs von Montréal kommt der kraftvolleren Fahrweise von Koch wohl besser entgegen als der von Kletterspezialistin Niedermaier, die im vergangenen Jahr in Kigali WM-Sechste geworden war.
In der Mixed Staffel, mit der die Zeitfahrwettbewerbe am Dienstag abgeschlossen werden, gehört die deutsche Auswahl traditionell zu den Kandidaten auf Edelmetall. Bei den bisherigen sechs Austragungen des gemischten Teamzeitfahrens landeten die deutschen Frauen und Männer viermal auf dem Podium, 2021 sprang sogar die Goldmedaille heraus. Aus dem damaligen Aufgebot sind noch die beiden Routiniers Walscheid und Nikias Arndt dabei. Dritter Starter wird Sütterlin sein, das Frauen-Trio bilden Koch, Niedermaier und Ricarda Bauernfeind.
“Die beiden Dreierteams passen sehr gut zusammen, sind eingespielt und heiß auf den Wettbewerb“, sagte Zemke und Korff kündigte an: “Wir wollen wieder vorne reinfahren und um die Medaillen kämpfen.“ Im vergangenen Jahr verpasste das deutsche Team das Podium deutlich und musste sich mit Rang fünf begnügen. Hauptkonkurrenten im Kampf um die WM-Medaillen sind auch diesmal voraussichtlich wieder die Aufgebote aus Australien, Frankreich, der Schweiz und Italien, die 2025 vor dem deutschen Sextett landeten.
Auch im U23-Zeitfahren der Frauen peilt German Cycling das Podium an. Kandidatin dafür ist die Deutsche Meisterin Justyna Czapla. “Im Zeitfahren ist es auf jeden Fall das Ziel, mit ihr eine Medaille zu holen“, kündigt Korff an. In Kigali belegte die 22-Jährige vor Jahresfrist den siebten Platz. Als zweite deutsche Starterin ist die 19-jährige Magdalena Leis vorgesehen.
Als Ziele für die U23-Fahrer Louis Leidert und Bruno Keßler nannte U23-Bundestrainer Ralph Grabsch die Top-15.
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