UAE Tour: Nur fünf Sekunden Rückstand auf Pogacar

Geht Almeida auf der Windkante in die Offensive?

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Joao Almeida (Deceuninck - Quick-Step) | Foto: Cor Vos

23.02.2021  |  (rsn) - Vor der Königsetappe der UAE Tour geht es an der Spitze der Gesamtwertung eng zu. Ganze fünf Sekunden beträgt der Rückstand von Joao Almeida (Deceuninck - Quick-Step) auf Tadej Pogacar (UAE Team Emirates), der als Vierter des Zeitfahrens das Rote Trikot des Spitzenreiters übernommen hat. Der Giro-Vierte aus Portugal war auf Rang sechs am Ende der 2. Etappe nur sechs Sekunden langsamer als der Toursieger und rückte damit auf den zweiten Platz vor.

“Ich habe ein gutes Zeitfahren absolviert, damit kann ich sehr zufrieden sein“, so Almeida, der sich auf die erste von zwei Bergprüfungen dieser Rundfahrt freute: “Wir liegen sehr nah beieinander und ich bin in einer großartigen Position für die Königsetappe“, sagte der 22-Jährige, der im Gegensatz zu Pogacar über keinerlei Streckenkenntnis verfügt, was ihm aber nichts von seiner Zuversicht nahm: “Ich bin noch nie den Jebel Hafeet gefahren. Das ist ein kleiner Nachteil, aber es wird keinen großen Unterschied machen“, fügte Almeida an.

Ganz ähnlich beurteilte der nur wenige Wochen jüngere Pogacar die Konstellation. "Es (die fünf Sekunden) sind nicht viel, aber sie sind ein Vorsprung und das ist das Wichtigste“, sagte der Slowene nach dem Zeitfahren und fügte an: “Ich bin in einer defensiven Position und er muss attackieren. Es ist einfacher, kontrollieren zu können als Zeit gutmachen zu müssen.“

Dabei bezieht Pogacar wohl auch die Gefahr des auf Windkanten erprobten Deceuninck-Teams in seine Rechnung mit ein. “Es gibt immer die Möglichkeit von Seitenwind“, meinte er mit Blick auf die 3. Etappe, wo vor allem auf der großen Runde um Al Ain der Wind das Feld auseinanderreißen könnte.

Hinzu kommt, dass Pogacar den Jebel Hafeet nicht nur aus dem vergangenen Jahr kennt, als der Anstieg gleich zweimal im Programm der UAE Tour stand. Dabei wurde er zunächst auf der 3. Etappe Zweiter hinter Adam Yates und drehte zwei Tage später gegen den Gesamtsieger den Spieß um. In diesem Jahr trainierte er mit seinem Team am Fuß des Jebel Hafeet und lernte so die Strecke noch besser kennen. “Das ist ein kleiner Vorteil. Aber im Anstieg selber ist es eher eine Frage der Power als dass man jeden Meter kennt. Oben gewinnt der beste Fahrer und ich will der erste am Gipfel sein“, kündigte er selbstbewusst an.

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