Almeida souverän, Lipowitz knapp am Podium vorbei

Baskenland-Rundfahrt im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Joao Almeida (UAE - Emirates - XRG) gewann im Jahr 2025 die Baskenland-Rundfahrt. | Foto: Cor Vos

06.04.2026  |  (rsn) – Die ganz hohen Berge sucht man im Baskenland zwar vergebens. Doch die sechstägige WorldTour-Rundfahrt durch den spanischen Nordwesten gilt aufgrund ihrer zahlreichen, teils sehr steilen Anstiege als eine der schwersten des UCI-Rennkalenders. Folgerichtig haben sich in den letzten Jahren die weltbesten Rundfahrtspezialisten in die Siegerlisten eingetragen.

In Erinnerung blieben die letzten Ausgaben der "Itzulia" auch wegen der Hochspannung bis zu den Schlusstagen, an denen es noch oft zu Wechseln an der Spitze der Gesamtwertung kam.

RSN blickt auf die letzten zehn Austragungen zurück.

Baskenland-Rundfahrt 2016: Alberto Contador

Alberto Contador (Tinkoff) konnte seinen bereits vierten Gesamtsieg im Baskenland bejubeln. Wie im Vorjahr musste sich der Kolumbianer Sergio Henao (Sky / +0:12) mit Rang zwei begnügen. Das Podium komplettierte mit 37 Sekunden Rückstand sein Landsmann Nairo Quintana (Movistar).

Wie schon 2015 startet Henao als Spitzenreiter in das abschließende Einzelzeitfahren, konnte dort seinen Vorsprung von sechs Sekunden auf Contador aber nicht verteidigen. Der Spanier gewann den 16,5 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr mit fünf Sekunden Vorsprung auf Quintana, Henao wurde mit 18 Sekunden Rückstand Dritter und musste das Gelbe Trikot noch an Contador abtreten.

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Baskenland-Rundfahrt 2017: Alejandro Valverde

Für den vierten spanischen Sieg in Folge sorgte Alejandro Valverde. Der Movistar-Kapitän verwies mit 17 Sekunden Vorsprung Titelverteidiger Alberto Contador (Trek – Segafredo) auf den zweiten Platz. Ion Izagirre (Bahrain – Merida / +0:21) wie schon 2015 Dritter und komplettierte damit das spanische Podium.

Valverde setzte sich mit seinem Sieg auf der vorletzten Etappe in Arrate an die Spitze der Gesamtwertung. Im abschließenden Einzelzeitfahren reichte ihm der zweite Platz hinter Primoz Roglic (LottoNL – Jumbo), um das Gelbe Trikot mit nach Hause zu nehmen.

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58. Baskenland-Rundfahrt 2018: Primoz Roglic

Nach dem Etappensieg im Vorjahr gewann Primoz Roglic (LottoNL – Jumbo) diesmal die Gesamtwertung der Rundfahrt. Nach sechs Tagen lag der Slowene deutliche 1:09 Minuten vor dem Spanier Mikel Landa (Movistar) und 1:42 Minuten vor dessen Landsmann Ion Izagirre (Bahrain Merida), der somit zum dritten Mal binnen vier Jahren Gesamtdritter wurde. Eine starke Vorstellung zeigte der Ravensburger Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe), der mit 3:14 Minuten Rückstand Rang vier belegte.

Roglic legte den Grundstein zum Gesamtsieg bereits am ersten Tag, als er im Etappenfinale gemeinsam mit Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors) den Konkurrenten davonfuhr und sich 23 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger erarbeiten konnte. In Zarautz wurde er schließlich Zweiter hinter Alaphilippe, den er dann mit seinem Sieg im Zeitfahren der 4. Etappe von der Spitze der Gesamtwertung verdrängte. An den beiden letzten Tagen ließ Roglic dann nichts mehr anbrennen.

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Baskenland-Rundfahrt 2019: Ion Izagirre

Nach drei dritten Plätzen sprang für Ion Izagirre (Astana) erstmals der Gesamtsieg im Baskenland heraus. Leidtragender war Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe). Der Ravensburger startete im Gelben Trikot in die Schlussetappe, an deren Ende er aber noch vom ersten auf den dritten Platz des Klassements zurückfiel. 31 Sekunden fehlten Buchmann nach sechs Etappen auf Izagirre. Mit 29 Sekunden Rückstand wurde der Ire Dan Martin (UAE Team Emirates) Gesamtzweiter.

Buchmanns Teamkollege Maximilian Schachmann sorgte mit seinem Sieg im Einzelzeitfahren bereits für einen perfekten deutschen Auftakt. Seinen Vorsprung im Gesamtklassement konnte der Berliner mit zwei weiteren Erfolgen auf den Etappen drei und vier sogar ausbauen. Doch es kam noch besser für Bora – hansgrohe: Buchmann gewann als Solist die vorletzte Etappe in Arrate und löste so seinen Landsmann im Gelben Trikot ab. Trotz eines recht komfortablen Vorsprungs von 54 Sekunden auf Izagirre konnte der Bora-Profi am schweren Schlusstag das Gelbe Trikot aber nicht verteidigen.

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Baskenland-Rundfahrt 2020:

Absage wegen Corona-Pandemie

Baskenland-Rundfahrt 2021: Primoz Roglic

Nach 2018 gelang Primoz Roglic (Jumbo – Visma) der zweite Gesamtsieg. Diesmal lag der Slowene 52 Sekunden vor seinem dänischen Teamkollegen Jonas Vingegaard. Das Podium komplettierte mit 1:07 Minuten Rückstand Roglics Landsmann Tadej Pogacar (UAE Team Emirates).

Roglic gewann das Auftaktzeitfahren und trug das Gelbe Trikot des Gesamtführend bis zur 4. Etappe, ehe er es an Brandon McNulty (UAE Team Emirates) abtreten musste. Der US-Amerikaner ging auch als Spitzenreiter in die Schlussetappe, auf der er jedoch regelrecht einbrach und in der Gesamtwertung noch auf Rang 17 abstürzte.

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61. Baskenland-Rundfahrt 2022: Daniel Martinez

Ein ähnliches Schicksal wie in den Vorjahren Emanuel Buchmann (Bora – hansgrohe) und Brandon McNulty (UAE Team Emirates= ereilte bei der 61. Austragung Remco Evenepoel (Quick-Step – Alpha Vinyl). Der junge Belgier büßte auf der Schlussetappe noch das Gelbe Trikot ein und fiel vom ersten auf den vierten Platz der Gesamtwertung zurück.

Davon profitierte der Kolumbianer Daniel Martinez (Ineos Grenadiers), der sich den Gesamtsieg mit elf Sekunden Vorsprung auf den Spanier Ion Izagirre (Cofidis) sicherte. Dritter wurde mit 16 Sekunden Rückstand der Russe Aleksandr Vlasov (Astana).

Für Primoz Roglic (Jumbo – Visma) begann das Rennen nach Wunsch: Der Slowene sicherte sich das Auftaktzeitfahren vor Evenepoel, der allerdings Roglic als Dritter der 5. Etappe das Gelbe Trikot abnahm. Der Titelverteidiger rutschte sogar auf Platz acht der Gesamtwertung ab und musste alle Hoffnungen auf einen dritten Gesamtsieg begraben.

Die Schlussetappe sicherte sich in Arrate Ion Izagirre (Cofidis) vor Vlasov. Martinez kam zeitgleich als Vierter ins Ziel, wogegen Evenepoel 24 Sekunden einbüßte und so nicht nur den Ineos-Profi im Klassement an sich vorbeiziehen lassen musste, sondern sogar noch das Schlusspodium um fünf Sekunden verpasste.

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Baskenland-Rundfahrt 2023: Jonas Vingegaard

Erstmals trug sich Jonas Vingegaard (Jumbo – Visma) in die Siegerliste der Baskenland-Rundfahrt ein. Der Tour-de-France-Sieger wies nach sechs Etappen deutliche 1:12 Minuten Vorsprung auf den Spanier Mikel Landa (Bahrain Victorious) auf. Bereits zum vierten Mal Gesamtdritter beim Heimspiel wurde der Baske Ion Izagirre (Cofidis / +1:29), der damit sogar auf insgesamt sechs Podiumsplatzierungen seit 2015 kam.

Vingegaard übernahm mit seinem Solosieg auf der 3. Etappe die Führung im Gesamtklassement. Der Däne entschied auch das tags darauf folgende Teilstück in Santurtzi für sich und baute damit seine Führung aus. Am Schlusstag legte Vingegaard noch einen drauf, als er in Eibar mit 47 Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz das Ziel erreichte und seinen dritten Etappensieg feierte. Erstmals seit 1935 fand die Baskenland-Rundfahrt ohne das traditionelle Einzelzeitfahren statt.

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Baskenland-Rundfahrt 2024: Juan Ayuso

Bei der 63. Baskenland-Rundfahrt feierte Juan Ayuso (UAE Team Emirates) seinen ersten WorldTour-Rundfahrtsieg. Der Spanier hatte nach sechs Etappen 42 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Carlos Rodriguez (Ineos Grenadiers), eine weitere Sekunde dahinter folgte Mattias Skjelmose (Lidl - Trek) auf Rang drei.

Der Däne war noch als Spitzenreiter in die schwere Schlussetappe rund um Eibar gestartet. Dort musste Skjelmose allerdings Tagessieger Rodriguez und Ayuso ziehen lassen. Beide zogen dadurch auch in der Gesamtwertung an ihm vorbei.

Überschattet wurde die Rundfahrt durch einen schweren Massensturz auf der 4. Etappe. Dabei verletzten sich Primoz Roglic (Bora - hanserohe), der nach seinem Sieg im Auftaktzeitfahren zu diesem Zeitpunkt Spitzenreiter war, Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) und Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step) schwer und mussten das Rennen aufgeben.

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Baskenland-Rundfahrt 2025: Joao Almeida

Bei der Austragung 2025 fuhr Joao Almeida (UAE - Team Emirates - XRG) in einer eigenen Liga. Der Portugiese hatte nach sechs Etappen deutliche 1:52 Minuten Vorsprung auf den Spanier Enric Mac (Movistar) und den wiedererstarkten Maximilian Schachmann (Quick-Step - Soudal), der als bester Deutscher mit 1:59 Minuten Rückstand das Podium komplettierte. Mit Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hanserohe) auf Platz vier verpasste ein weiterer Deutscher nur um acht Sekunden den Sprung auf das Treppchen.

Schachmann konnte sich zudem über den Sieg im Auftaktzeitfahren freuen, in dem er Almeida und Lipowitz hinter sich ließ. Auf der 3. Etappe wurde Alex Aranburu (Cofidis) zunächst disqualifiziert, weil er angeblich die offizielle Strecke verlassen hätte, doch die Entscheidung wurde später nach dem Heranziehen weiterer Daten rückgängig gemacht und der Spanier als Etappengewinner bestätigt.

Schachmann musste auf dem folgenden Teilstück seine Führung an Almeida abgeben. Am Schlusstag machte der Portugiese mit dem Tageserfolg seinen Gesamtsieg perfekt und der Etappenzweite Mas konnte in der Gesamtwertung noch an Schachmann und Lipowitz vorbeiziehen.

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