Nach Sturz im Finale der 11. Tour-Etappe

3-Kilometer-Regel bewahrt Roglic vor größerem Schaden

Von Matthias Seng

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Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) im Ziel der 11. Etappe der Tour de France | Foto: Cor Vos

10.07.2024  |  (rsn) – Im Finale der 11. Etappe der 111. Tour de France dürfte den Verantwortlichen von Red Bull – Bora – hansgrohe der Atem gestockt haben. 1,5 Kilometer vor dem Ziel rutschte Kapitän Primoz Roglic in einer Kurve auf der letzten Abfahrt des Tages weg und musste Remco Evenepoel (Soudal – Quick-Step) ziehen lassen. Das Duo kämpfte hinter den überragenden Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) und Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) um den dritten Platz und damit auch um vier Bonussekunden.

Nachdem der Red-Bull-Kapitän gestürzt war, holte sich der der Belgier kampflos. Zuvor hatte er schon als Dritter am Bonussprint der letzten Bergwertung des Tages vor Roglic die letzten zwei Sekunden eingeheimst. Der Giro-Sieger von 2023 kam schließlich 55 Sekunden nach Etappensieger Vingegaard, dem Tageszweiten Pogacar und eine halbe Minute hinter Evenepoel ins Ziel und schien damit im Kampf um das Tour-Podium einen herben Rückschlag einstecken zu müssen.

Doch was zunächst kaum jemand wusste: Im Finale der 11. Etappe kam die 3-km-Regel zur Anwendung, und da Roglic in der letzten Kurve der Abfahrt 1,5 Kilometer vor dem Ziel gestürzt war, wurde er zwar unverändert als Tagesvierter geführt, aber zeitgleich mit Evenepoel gewertet. “Er ist immer noch Vierter im Gesamtklassement“, schrieb sein Team erleichtert auf X und postete ein kurzes Video, das den Kapitän auf dem Weg zum Bus zeigte.

Allerdings büßte Roglic nicht nur jeweils 25 Sekunden gegenüber Vingegaard und Pogacar ein, sondern ging auch im Kampf um die Bonussekunden als einziger der “Großen Vier“ leer aus. Dagegen holte sich Vingegaard deren 15 und damit eine mehr als Pogacar – und auch Evenepoel konnte sich noch sechs Sekunden gutschreiben lassen.

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