Däninnen jubeln über WM-Titel im Madison

Im letzten gemeinsamen Tanz Gold für Leth und Dideriksen

Von Peter Maurer

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Amalie Dideriksen und Julie Leth sind die Weltmeisterinnen im Madison | Foto: Cor Vos

19.10.2024  |  (rsn) – Als letztes großes gemeinsames Highlight haben sich Amalie Dideriksen und Julie Leth, Dänemarks erfahrenes Madison-Duo bei den Frauen, die Heimweltmeisterschaften auf der Bahn in der Ballerup Arena von Kopenhagen dick angestrichen und die beiden enttäuschten ihr Publikum nicht. Sie holten sich nach Olympiasilber das Regenbogentrikot.

"Wir haben uns vor dem Rennen einen Plan gemacht, wollten am Ende attackieren. Das haben wir gemacht und genug Punkte gesammelt", bilanzierte Dideriksen, die im Gegensatz zu ihrer Teamkollegin ihre Karriere noch fortsetzen wird. Für Leth ist aber nach Kopenhagen nun Schluss. "Deswegen war es noch einmal schön im finalen Sprint an sie zu übergeben. So die gemeinsame internationale Karriere zu beenden ist toll. Speziell vor der Heimkulisse war es eine besondere Erfahrung", fügte die 28-Jährige an.

Das Duo siegte vor Frankreich und Großbritannien. Deuschland mit Lea Lin Teutenberg und Lena-Charlotte Reißner belegte den zehnten Platz, die Schweiz beendete das Madison auf Rang zwölf. Franziska Brauße schloss die Einerverfolgung als Vierte ab. Die Deutsche unterlag im Kleinen Finale der Neuseeländerin Bryony Botha und verpasste in dieser Disziplin die Fortsetzung ihrer Medaillenserie seit 2020, als sie in Berlin Bronze gewann.

Dygert in Quali mit Weltrekord, im Finale von Morris bezwungen

In der Qualifikation zeigte die US-Amerikanerin Chloe Dygert einen neuen Weltrekord. Mit 3:15.663 verbesserte sie ihre eigene Bestmarke um 1,3 Sekunden. Im Finale traf sie auf die Britin Anna Morris. Die zeigte sich wenig beeindruckt vom aufgestellten Weltrekord und lag lange gleichauf mit der US-Amerikanerin auf den 3.000 Meter. Auf dem letzten Kilometer zog sie an ihrer Kontrahentin vorbei und sicherte sich die Goldmedaille vor Dygert, die mit Silber vorliebnehmen musste. Mieke Kröger beendete ihren Einsatz auf Rang acht.

Über 500 Meter war Yana Burlakova die große Siegerin des Tages. Die Russin, die als unabhängige Athletin in das Event ging, sicherte sich schon die Qualifikation die Bestzeit und war auch im Finale nicht zu schlagen. Hinter ihr landeten gleich drei Britinnen mit Sophie Capewell, Katy Marchant und Sprintweltmeisterin Emma Finucane, die als Vierte an den Medaillen vorbeischrammte. Clara Schneider als Zwölfte und Alessa-Catriona Pröpster auf Platz 18 verpassten den Einzug in das Finale der Top acht.

Im Omnium der Männer sicherte sich der Belgier Lindsay De Vylder die Goldmedaille dank dreier Rundengewinne im abschließenden Punkterennen. Silber eroberte der Italiener Simone Consonni und Bronze ging dank der Zähler im Schlusssprint noch an den Niederländer Yanne Dorenbos, der als Führender in die vierte und finale Disziplin gegangen war. De Vylder kämpfte sich noch von Rang fünf ins Regenbogentrikot. Tim Torn Teutenberg wurde Achter, einen Platz vor dem Schweizer Simon Vitzthum.

Im Sprint der Männer stehen mit den beiden Niederländern Harrie Lavreysen und Jeffrey Hoogland sowie dem Japaner Kaiya Ota und Nicholas Paul aus Trinidad und Tobago die vier Semifinalisten fest. Sie kämpfen am Sonntag um die Medaillen. In der Qualifikation war Lavreysen der schnellste Athlet. Für Henric Hackmann war in dieser schon Schluss. Luca Spiegel qualifizierte sich als 15ter für die direkten Duelle, flog dort aber in Runde eins gegen Jair Tjon En Fa aus Suriname raus.

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