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08.05.2026 | (rsn) – Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) hat sich beim 109. Giro d’Italia (2.UWT) den ersten Tagessieg und das Rosa Trikot gesichert. Bei der Grande Partenza in Bulgarien musste das Peloton 147 Kilometer zwischen Nessebar und Burgas absolvieren. Das Rennen endete in einem Sprint, den der Franzose vor dem Dänen Tobias Lund Andresen (Decathlon CMA CGM) und dem Briten Ethan Vernon (NSN) gewann.
Der italienische Top-Favorit Jonathan Milan (Lidl – Trek) belegte den vierten Platz, Madis Mihkels (EF Education – EasyPost) aus Estland wurde Fünfter. Mit Pascal Ackermann (Jayco – AlUla / 7.) und Maximilian Walscheid (Lidl – Trek / 9.) landeten zwei Deutsche in den Top Ten. Überschattet wurde das Finale von einem Sturz, durch den der Großteil des Feldes aufgehalten wurde.
Für Magnier war der Giro-Auftakt die erste Grand-Tour-Etappe seiner Karriere. Der 22-Jährige, der schon 27 Profisiege auf dem Konto hat, war deutlich der schnellste Sprinter. "Ich bin so stolz auf das Team und auch auf meine Leistung. Ich war schon sehr happy, in guter Form hier am Start zu stehen und mit einem Sondertrikot“, verwies er auf das weiße Giro-Design seiner Mannschaft. “Jetzt kann ich das gegen Rosa eintauschen – ich bin so glücklich, wirklich!", fügte er an.
Als es 600 Meter vor dem Ziel knallte, waren der Youngster und seine beiden Anfahrer Jasper Stuyven und Dries van Gestel vor dem Cut. "Es war wirklich hektisch im Finale, denn es war ein recht einfacher Tag. Daher waren alle noch ziemlich frisch. Ich war gut positioniert. Wir wussten, dass es mit der schmalen Straße im Finale tricky werden würde. Also haben wir versucht, in guter Position zu sein“, so Magnier, der von den beiden Belgiern perfekt lanciert wurde. “Im Finale haben Jasper und Dries dann einen großartigen Job gemacht, den ich vollenden konnte. Deshalb bin ich superstolz!"
Vom Sturz nicht überrascht zeigte sich der Etappenzweite. “Wie erwartet, hat jemand etwas Verrücktes gemacht, deshalb habe ich das Hinterrad meiner Teamkollegen verloren. Aber wir haben uns an den Plan gehalten. Ich wollte einen langen Sprint. Den brauche ich, weil die anderen Sprinter schneller sind als ich. Wäre jemand anderes als Magnier und Milan an meinem Hinterrad gewesen, hätte ich gewonnen. Deswegen bin ich ziemlich enttäuscht. Der Sturz ist rechts neben mir passiert, aber das war vorherzusehen“, erzählte Lund Andresen am Eurosport-Mikrofon.
Im Gesamtklassement liegt Magnier vier Sekunden vor Lund Andresen. Auch in der Punkte- und Nachwuchswertung führt der Giro-Debütant. Das Bergtrikot holte sich der Spanier Diego Pablo Sevilla (Polti - VisitMalta) als Ausreißer.
Manuele Tarozzi (Bardiani - CSF - 7 Saber) und Sevilla machten sich direkt nach dem Start in Nessebar aus dem Staub und bauten einen Maximalvorsprung von rund zwei Minuten aus. Im Feld wurden Ayco Bastiaens (Soudal – Quick-Step), Amanuel Ghebreigzabhier (Lidl – Trek) und Hartthijs de Vries (Unibet – Rose Rockets) abgestellt, um die beiden Ausreißer zu kontrollieren.
Der ersten Bergsprint sicherte sich 63 Kilometer vor dem Ziel Sevilla deutlich für sich, 23 Kilometer später wiederholte der Spanier diese Prozedur. Das Peloton lag an dieser Stelle weiterhin rund zwei Minuten zurück. Mit noch 31 zu fahrenden Kilometern holte sich Tarozzi kampflos sechs Sekunden am Bonussprint. Um aus dem Feld heraus die letzten beiden gewinnen zu können, lancierte Jonas Rutsch (Lotto - Intermarché) mit seinem Kapitän Lennert Van Eetvelt am Hinterrad eine Attacke, die allerdings kurz vor dem Wertungsstrich strandete. Der dritte Rang und zwei Sekunden gingen dort an Antonio Morgado (UAE – Emirates – XRG).
Das Streckenprofil der 1. Etappe des Giro d‘Italia | Foto: Veranstalter
Die Flucht wurde vom Feld 22 Kilometer vor dem Ziel beendet. Bis zu den letzten drei Kilometern verlief das Finale dann sehr geordnet. Einige Kurven sorgten dann aber für Chaos. Mit noch 650 zu fahrenden Metern übernahm Walscheid die Spitze und an ungefähr zwölfter Position sorgte ein Sturz für eine Komplettsperrung der Straße.
Der Deutsche riss eine kleine Lücke, die von Magniers Anfahrer geschlossen wurde. Der Franzose selbst war dann im Duell mit Lund Andresen der Bessere. Milan kam aus ungünstiger Position nicht mehr heran und musste sich mit Rang vier begnügen.
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