Die Stimmen zur 1. Etappe der Vuelta a España

Vernon: “Ich war nicht sehr weit weg vom Sieg“

Von Christoph Matt

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Ethan Vernon (Israsel - Premier-Tech) glaubt an den Sieg bei nächster Gelegenheit. | Foto: Cor Vos

23.08.2025  |  (rsn) - Die 1. Etappe der Vuelta a España 2025 endete mit einem klaren Sprint-Sieg von Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck) in Novara. Der Belgier setzte sich nach 186,7 Kilometern vor Ethan Vernon (Israel – Premier Tech) und Orluis Aular (Movistar) durch und übernahm das Rote Trikot.

Philipsens Team kontrollierte die Etappe und zog auf den letzten Kilometern ein perfektes Lead-out auf. Für den Belgier ist es der zweite Auftaktsieg bei einer Grand Tour binnen eines Jahres.

Eine Ausreißergruppe um Pepijn Reinderink (Soudal – Quick-Step) bestimmte lange das Rennen, doch rund 40 Kilometer vor dem Ziel war auch der letzte Fluchtversuch beendet. Danach formierten die Sprinterteams den Zug zum Massensprint.

Die Stimmen zur 1. Etappe der Vuelta a España 2025:

Jasper Philipsen (Alpecin – Deceuninck / Sieger / Flash Interview):
"Ein Sieg fühlt sich immer gut an, besonders, wenn es dafür ein Trikot gibt. Ich muss meinem Team erneut ein großes Dankeschön aussprechen. Wie schon bei der Tour haben wir unser Lead-out genau so umgesetzt, wie wir es geplant hatten. Das ganze Team war heute richtig stark, besonders Jonas und Eduard. Ich habe nur das Schild 175 Meter bis ins Ziel gesehen und wusste, jetzt muss ich sprinten. Nach meinem Sturz bei der Tour war ich wirklich enttäuscht, raus zu sein. Man muss sich neue Ziele setzen und dieser Etappensieg hier war ein großes Ziel."

Ethan Vernon (Israel – PremierTech / Platz 2 / Eurosport):
"Es war sehr verrückt, wir waren vorne, dann wieder hinten, dann wieder vorne. Am Ende hatte ich Jaspers Hinterrad, aber er war super schnell. Sein Anfahrer war mir dann ein wenig im Weg, ich bin aber ganz glücklich mit dem Ergebnis. Ich war nicht sehr weit weg vom Sieg, wir haben viele Optionen. Ich bin mir sicher, wir können uns in diesem Rennen noch einen Platz verbessern. Der zweite Platz ist nicht schlecht und gibt uns Selbstbewusstsein für die nächsten Rennen."

Orluis Aular (Movistar / Platz 4 / Eurosport):
"Der letzte Kilometer war ein wenig chaotisch mit vielen Kreisverkehren. Ich habe immer wieder das Hinterrad meines Anfahrers verloren, aber Cortina (Iván García Cortina) hat einen super Job gemacht. Das Team war sehr aufmerksam und hat versucht, mich so gut wie möglich zu positionieren. Am Ende war Philipsen einfach der Stärkste, aber ich habe viel Selbstbewusstsein gewonnen und meine Beine fühlen sich gut an. Wir werden aber noch eine Chance bekommen und es das nächste Mal hoffentlich schaffen."

Edward Planckaert (Alpecin – Deceuninck / Platz 32 / Eurosport):
"Es war heute nicht einfach und sehr hektisch mit den vielen Kreisverkehren. Es war nicht möglich, ein wirkliches Lead-out aufzubauen, aber wir haben einander vertraut und das ist rausgekommen, also sind wir sehr happy damit."

Frederik Willems (Alpecin – Deceuninck / Sportlicher Leiter / Eurosport):
"Der Speed ist immer da, er ist ein echter Sprinter, aber nach so einem Crash war es wichtig, dass er in Dänemark (Dänemark Rundfahrt) wieder in den Rhythmus kommt und sich Selbstbewusstsein holt. Ein Sprint in einer Grand Tour ist natürlich immer stressig, das Timing des Lead-outs war sehr wichtig, sie haben es aber perfekt ausgeführt. Wir wollten einen Sprint von vorne, besonders mit der leichten Rechtskurve, in der man das Ziel erst am Schluss sieht."

Julien Bernard (Lidl – Trek / Platz 90 / Eurosport):
"Ich denke, Mads hat heute die Chance ein bisschen verpasst, aber es war die erste Gelegenheit und jetzt bleiben uns noch 20 weitere. Ich würde nicht sagen, dass es eine große Enttäuschung war. Man weiß, wie unberechenbar ein Sprint ist, auch wenn Philipsen heute der klare Favorit war. Wir haben eine gute Vorbereitung in Andorra hinter uns und auch ein solides Rennprogramm in den Beinen. Für mich persönlich werden eher die welligen, anspruchsvolleren Etappen interessant sein. Mit diesem Team können wir auf fast jeder Etappe was reißen. Wir sind eigentlich jeden Tag motiviert."

Nicolas Vinokurov (XDS – Astana / Platz 150 / Eurosport):
"Der Plan war, in die Ausreißergruppe zu kommen und Zeitgutschriften zu holen, um für die morgige Etappe eine gute Ausgangsposition fürs Team zu haben. Es ist ein bisschen schade, ich glaube, ich hätte das Weiße Trikot übernehmen können, wenn ich als Erster über den Zwischensprint gekommen wäre. Ich habe ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, warum sie uns so früh wieder einholen wollten, aber das Ziel war, vorne dabei zu sein und Sekunden zu holen und das ist uns gelungen. Unser Hauptziel sind Etappensiege. Wir haben ein extrem starkes Team für die Berge und ich werde versuchen, die Jungs so gut wie möglich zu unterstützen."

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