Drei Mal Deignan, zwei Mal Bredewold

GP Plouay der Frauen im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Mischa Bredewold (SD Worx - Protime) fuhr die letzten beiden Jahre als Siegerin über den Zielstrich. | Foto: Cor Vos

29.08.2025  |  (ran) - Einen Tag vor dem WorldTour-Rennen der Männer findet in Plouay der ebenfalls zur höchsten Liga zählende Wettbewerb der Frauen statt. Erstmals wurde der GP de Plouay der Frauen 2002 ausgetragen - damals gewann die Deutsche Regina Schleicher. Mittlerweile heißt das Rennen offiziell Classic Lorient Agglomeration.

Radspor-news.com blickt auf die letzten zehn Austragungen zurück.

14. GP de Plouay 2015: Elizabeth Deignan

Bei der 14 Austragung hatte Elizabeth Deignan (Boels - Dolmans) die Nase vorn. Nach 121,5 Kilometern rund um Plouay siegte die Britin im Sprint einer neunköpfigen Spitzengruppe vor der Schwedin Emma Johansson (Orica - AIS) und der Französin Pauline Ferrand-Prévot (Rabobank - Liv). Als beste Deutsche landete Claudia Lichtenberg (Liv - Plantur) auf Rang fünf.

15. GP de Plouay 2016: Eugenia Bujak

2016 triumphierte bei der WorldTour-Premiere überraschend eine Slowakin. Eugenia Bujak (BTC City Ljubljana) setzte sich nach 121 Kilometern im Sprint einer 14 Fahrerinnen starken Kopfgruppe vor der Italienerin Elena Cecchini (Canyon - SRAM) und der Kanadierin Joelle Numainville (Cervélo - Biglia) durch.

16. GP de Plouay 2017: Elizabeth Deignan

Nach 2015 feierte Elizabeth Deignan (Boels - Dolmans) ihren zweiten Erfolg in Plouay. Dieses Mal siegte die Britin nach Dominanz im Zweiersprint mit zwei Sekunden Vorsprung auf die Französin Pauline Ferrand - Prévot (Canyon - SRAM). Mit zehn Sekunden Rückstand entschied die Australierin Sarah Roy (Oric - Scott) vor Titelverteidigerin Eugenia Bujak (BTC City Ljubljana) den Spurt der Verfolgerinnen für sich.

17. GP de Plouay 2018: Amy Pieters

Im Jahr 2018 konnten sich die Niederländerinnen über einen Doppelerfolg freuen. So holte sich Amy Pieters (Boels - Dolmans) nach 125 Kilometern im Sprint den Sieg vor ihrer Landsfrau Marianne Vos (WaowDeals) durch. Platz drei ging an die US-Amerikanerin Coryn Labecki (Sunweb). Ebenfalls in der 15 Fahrerinnen starken Kopfgruppe kam Liane Lippert (Sunweb) auf Rang 13 ins Ziel.

18. GP de Plouay: Anna van der Bruggen

Auch 2019 konnten die Niederländerinnen in der Bretagne jubeln. Dieses Mal sorgte Anna van der Breggen (Boels - Dolmans) für einen Soloerfolg - damit war Boels - Dolmans zum dritten Mal in Serie in Plouay erfolgreich. Den Sprint der Verfolgerinnen gewann elf Sekunden hinter der Siegerin die US-Amerikanerin Coryn Labecki (Sunweb) vor der niederländischen Titelverteidigerin Amy Pieters (Boels - Dolmans).

19. GP de Plouay 2020: Elizabeth Deignan

Im ersten Corona-Jahr führte das Rennen nur über 101 Kilometer und endete mit dem insgesamt dritten Sieg von Elizabeth Deignan (Trek - Segafredo). Die Britin setzte sich im Zweiersprint vor ihrer Landsfrau Elizabeth Banks (Paula KE) durch. Mit 1:13 Minuten Rückstand gewann die Italienerin Chiara Consonni (Valcar - Travel & Service) den Sprint der Verfolgerinnen. Liane Lippert (Sunweb) verpasste als Zwölfte knapp den Sprung in die Top Ten.

20. GP de Plouay 2021: Elisa Longo Borghini

Zum 20. Jubiläum wurde das Rennen über die Rekorddistanz von 150,5 Kilometer ausgetragen. Den Sieg sicherte sich Elisa Longo Borghini (Trek - Segafredo) als Solistin. Zwölf Sekunden dahinter fuhr die Französin Glady Verhulst-Wild (Arkea) auf Rang zwei, gefolgt von der US-Amerikanerin Kristin Faulkner (TIBCO - SVB).

21. GP de Plouay 2022: Mavi Garcia

Bei der 21. Austragung wurde das Rennen sogar noch ein bisschen länger, 158 Kilometern mussten zurückgelegt werden. Am besten mit der Renndistanz zurecht kam die Spanierin Mavi Garcia (UAE - ADQ), die sich im Zweiersprint vor der Niederländerin Amber Kraak (Jumbo - Visma) durchsetzte. Fünf Sekunden dahinter gewann Grace Brown (FDJ - SUEZ) den Sprint der ersten Verfolgerinnen und wurde Dritte.

22. GP de Plouay 2023: Mischa Bredewold

Im Jahr 2023 kratzte das Rennen mit seinen 159,6 Kilometern an der 160-Kilometer-Marke. Doch trotz der Länge kam es zum Sprint, den Mischa Bredewold (SD Worx) für sich entschied. Die Niederländerin verwies die Polin Marta Lach (Cerazitit - WNT) und die Italienerin Sofia Bertizzolo (UAE - ADQ) auf die Plätze. Die Österreicherin Kathrin Schweinberger (Fenix - Deceuninck) fuhr als Sechste über den Zielstrich.

23. Classic Lorient Agglomeration: Mischa Bredewold

Neuer Name, aber altbekannte Siegerin. Nach 158 Kilometern holte sich wie im Vorjahr Mischa Bredewold (SD Worx - Protime) den Sieg. Die Niederländerin verwies die zeitgleiche US-Amerikanerin Chloe Dygert (Canyon - SRAM) auf Platz zwei Mit vier Sekunden Rückstand fuhr Liane Lippert (Movistar) auf Platz drei.

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