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07.10.2025 | (rsn) – Tadej Pogacar (UAE – Team Emirates – XRG) hat auch beim 104. Tre Valli Varesine (1.Pro) die Konkurrenz düpiert und über 200,3 Kilometer von Busto Arsizio nach Varese seinen 19. Saisonsieg gefeiert.
Im Gegensatz zum EM-Straßenrennen, wo er sich mit einem 75-Kilometer-Solo Gold geholt hatte, begnügte sich der Slowene bei der Generalprobe zu Il Lombardia mit einem Alleinritt über 22 Kilometer – es war dennoch die längste Solo-Siegesfahrt beim italienischen Herbstklassiker durch die Lombardei.
Mit 45 Sekunden Rückstand sicherte sich der 19-jährige Däne Albert Withen Philipsen (Lidl – Trek) im Sprint des machtlosen Feldes den zweiten Platz vor den beiden Franzosen Julian Alaphilippe (Tudor) und Paul Lapeira (Decathlon – AG2R La Mondiale).
Fünfter wurde der Kolumbianer Sergio Higuita (XDS – Astana), gefolgt vom Letten Toms Skujins (Lidl – Trek), dem Norweger Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) sowie Pogacars mexikanischen Teamkollegen Isaac Del Toro, der sich in den Dienst des Welt- und Europameisters gestellt hatte. Red-Bull-Kapitän Primoz Roglic kam zeitgleich mit Philipsen auf Rang 13 ins Ziel. Von den fünf deutschen Startern kam keiner ins Ziel.
“Unser Plan war, bis zur letzten Runde zu warten. Allerdings hat Tudor das Rennen aber schon vorher eröffnet und dann gingen Isaac del Toro und ich an einem der Anstiege. Das war eine gute Situation für uns, obwohl wir wussten, dass niemand mit uns kooperieren würde“ sagte Pogacar nach seinem zweiten Sieg bei Tre Valli Varesine laut idlprocycling.com.
“Es war ein super hartes Rennen. Im ersten Teil habe ich mich nicht so großartig gefühlt, weil ich gestern noch etwas angeschlagen war. Dann wurden meine Beine immer besser und ich habe mich im Rennen zurechtgefunden. Das Team hat eine hervorragende Leistung abgeliefert und uns immer vorne im Feld gehalten. Es war eine richtig tolle Erfahrung“, kommentierte Philipsen gegenüber Eurosport seinen zweiten Platz.
“Es war richtig hart, das Tempo war enorm. Es gab viele Teams, die vorne fahren wollten. Ich fühlte mich aber gut, die ganze Mannschaft war stark dabei. Meine beste Option heute war, mich in den Sprint zu kämpfen. Der ist mir gut gelungen, Julian Alaphilippe und Albert Philipsen waren leider stärker. Eigentlich wollte ich aufs Podium, so passt es aber auch“, sagte der viertplatzierte Lapeira gegenüber Eurosport.
Auf dem Programm des Traditionsrennens standen sieben kürzere dund zwei längere Schleifen, wobei insgesamt neun Mal der Montello-Anstieg bezwungen werden musste.
Zum Abschluss der „Lombardischen Trilogie“, zu der Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost) nicht antreten konnte, formierte sich früh eine fünfköpfige Ausreißergruppe um Davide Ballerini (XDS – Astana) und dem ehemaligen U23-Zeitfahrweltmeister Lorenzo Milesi (Movistar), die sich einen Vorsprung von rund dreieinhalb Minuten herausfuhr, aber 80 Kilometer vor dem Ziel wieder Vergangenheit war. Ausnahme war Milesi, der bei diesmal besten Wetterbedingungen Begleitung von Egan Bernal (Ineos Grenadiers) erhielt.
Der Kolumbianische Meister schüttelte Milesi 46 Kilometer vor dem Ziel an der ersten Überquerung des Gavirate-Anstiegs ab. Zum Spanier schloss kurz darauf der US-Meister Quinn Simmons (Lidl – Trek) auf, mit 40 Sekunden Rückstand auf das Spitzenduo folgte das von UAE angeführte Feld. Im Salita-dei-Ronchi-Anstieg schlossen die beiden Verfolger die Lücke zu Bernal, zugleich setzte sich Afoso Eulalio Tiberi (Bahrain Victorious) ab und erhielt kurz darauf promiente Verstärkung.
Das Profil von Tre Valli Varesine | Foto: Veranstalter
Mit Pogacar und Victor Lafay (Decathlon – AG2R La Mondiale) im Schlepptau schloss nämlich Isaac Del Toro zum Portugiesen auf und führte die Gruppe 24 Kilometer vor dem Ziel zum Spitzentrio heran, ehe Pogacar rund zwei Kilometer später antrat und seine Begleiter mühelos abschüttelte. Lediglich Simmons machte sich auf die Verfolgung, doch im kurz darauf folgenden Gavirate-Anstieg baute der Top-Favorit seinen Vorsprung auf mehr als eine Minute aus, wogegen der US-Amerikaner von der Verfolgergruppe um Del Toro, Tom Pidcock (Q36.5) und Roglic eingefangen wurde.
Auf den letzten Kilometern wurde die Sechsergruppe, zu der noch Ben Tulett (Visma – Lease a Bike), Gianmarco Garofoli (Soudal – Quick-Step) und Skujins gehörten, vom Rest des Feldes eingefangen, Pogacar dagegen blieb auch im Schlussanstieg souverän und bescherte UAE den 91. Saisonsieg, den er schon auf den letzten 200 Metern bejubeln konnte.
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