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21.02.2026 | (rsn) – Im dänischen Radsport-Podcast Forhjulslir hat Mathias Norsgaard, im Winter Neuzugang bei Lidl – Trek, berichtet, dass sein Landsmann und Teamkollege Sören Kragh Andersen bei dessen ersten Saisoneinsatz, der bislang auch der letzte ist, einem größeren Unglück nur knapp entkommen ist. Kragh Andersen war auf der 1. Etappe der Tour de la Provence über eine Leitplanke in einen Straßengraben gestürzt. Weder das Peloton noch ein Begleitmotorrad hätten den Unfall nicht bemerkt oder gemeldet.
Erst nach ein paar Momenten habe ich Kragh Andersen nach Norsgaard irgendwie selbst an der Leitplanke aufrichten und so ein Teamfahrzeug auf sich aufmerksam machen können. Ähnlich sei auch der Sturz von Mads Pedersen, der nach dem Unfall den Teamfunk nicht bedienen konnte, zum Auftakt der Valencia-Rundfahrt verlaufen, sagt Norsgaard, der in beiden Rennen Teil des Teams war.
Die Berichte des 28 Jahre alten Dänen sind, bewusst oder unbewusst, Wasser auf die Mühlen der Diskussion um die Einführung von GPS-Trackern, die nach dem tödlichen Sturz der Juniorin Muriel Furrer im WM-Straßenrennen 2024 Fahrt aufgenommen hatte. Nur sehr wenige Rennen haben das Tracking bislang eingeführt, so etwa die Tour de Suisse. Und auch bei den Weltmeisterschaften in Ruanda im abgelaufenen Jahr war ein entsprechendes Gerät am Rad in allen Wettbewerben verpflichtend. Eine generelle Nutzungsverpflichtung für Technik, die gestürzte Fahrer im Falle eines unbemerkten Unfalls aufspüren kann, und – mindestens genauso wichtig – eine zentrale Stelle, die die entsprechenden Daten auch im Blick behält, ist allerdings nicht in Sicht.