Evenepoels Pläne für den kommenden Monat

Erholen, abspecken und angreifen: “In Katalonien auf anderem Level“

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Remco Evenepoel will sich bei der Katalonien-Rundfahrt “auf einem anderen Level“ präsentieren. | Foto: Cor Vos

22.02.2026  |  (rsn) – Remco Evenepoel hat die UAE Tour abgehakt, bevor sie überhaupt zu Ende ist. Noch vor der letzten Etappe, die im Normalfall allerdings auch nur noch eine für Sprinter ist, wenn nicht der Wüstenwind auf dem komplett flachen Terrain um Abu Dhabi für Chaos sorgt, resümierte er bereits sein Rennen. Und sagte gegenüber Het Laatste Nieuws: “Ich muss zugeben, dass das nicht meine beste Woche war.“

Immerhin sprach der Kapitän von Red Bull – bora – hansgrohe davon, sich auf der 6. Etappe hinauf zum Jebel Hafeet “besser gefühlt“ zu haben als bei der Bergankunft am Mittwoch zuvor, als der Jebel Mobrah das finale Hindernis darstellte. Das zeigte letztlich auch das Resultat. Auf Tagessieger Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) verlor er nur halb so viel Zeit wie beim ersten Mal, in der Gesamtwertung ging es sogar leicht nach vorne auf Rang zehn.

“Ich habe nicht das Level erreicht, dass ich gebraucht hätte, um bei den beiden Bergetappen um den Sieg mitzufahren“, sagte er und wählte damit ähnliche Worte, wie es zuvor bereits sein Sportlicher Leiter Klaas Lodewyck getan hatte. Als Begründung dafür hatte der 26-Jährige allerdings einen anderen Ansatz als Lodewyck, der im ersten Moment nicht wirklich eine Erklärung für die eingeschränkte Leistungsfähigkeit seines Schützlings fand. Der selbst aber sagte: “Es hat sich herausgestellt, dass ich die ersten Rennen (Mallorca und Valencia) nicht vollständig verdaut habe. Ich war hinterher auch ein bisschen krank – eine laufende Nase. Aber das ist keine Ausrede.“

Evenepoel will sich bei Katalonien-Rundfahrt anders präsentieren

Allein die Anzahl der Renntage kann es aber nicht sein. 14 sind es an der Zahl in den ersten beiden Monate des Jahres. Und 14 waren es auch, als Evenepoel vor 2023 die UAE Tour gewonnen hatte. Damals war er im Vorfeld noch die mittlerweile nicht mehr zum internationalen Rennkalender gehörende Vuelta a San Juan Internacional in Argentinien gefahren, noch mehr Reisestress inklusive.

Teamintern wird auf jeden Fall aufgearbeitet werden, was letztlich dafür verantwortlich war, dass der Belgier nicht wie gewünscht performen konnte und es damit verpasste, ein starkes Signal an die großen Konkurrenten Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) und Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) für die Tour de France zu senden, die – im Falle des Slowenen geplant, beim Dänen durch Krankheit und Sturz bedingt – noch nicht in die Saison eingestiegen sind. Stattdessen passierte eher das Gegenteil.

Die Gelegenheit, das zu ändern, wird Evenepoel nach ein paar Tagen Pause und einem Höhentrainingslager auf Teneriffa in ziemlich genau einem Monat bei der Katalonien-Rundfahrt (2.UWT) bekommen, dann sogar im direkten Duell mit Vingegaard. “Nach einem Höhentraining erhole ich mich immer gut“, so der Belgier, der darüber hinaus an einem weiteren Punkt arbeiten möchte, der seine Berg-Performance mutmaßlich beeinträchtigt hat: “Außerdem möchte ich nach und nach etwas Gewicht verlieren.“

Die Katalonien-Rundfahrt sei ein großes Ziel auf dem Weg zur Tour de France, stellte Evenepoel klar. “Da werde ich auf einem anderen Level sein.“ Zudem verriet er: “Wir werden dort mit einem großen Teil des Teams für die Tour de France am Start stehen.“ Auch Florian Lipowitz, der aktuell bei der Algarve-Rundfahrt nach einer Bergankunft und einem Zeitfahren in einem ähnlich stark besetzten Feld wie bei der UAE Tour einem Tag vor dem Ende auf Rang acht liegt, soll dort dabei sein.

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