Deutscher Meister überzeugte als Tirreno-Ausreißer

Zimmermann: “Wäre logisch, morgen das Gleiche zu probieren“

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Georg Zimmermann (Lotto – Intermarché) auf der 5. Etappe von Tirreno-Adriatico | Foto: Cor Vos

13.03.2026  |  (rsn) – Viel war für Georg Zimmermann (Lotto – Intermarché) in dieser Saison noch nicht zusammengelaufen. Der Deutsche Meister beendete im Januar die Tour Down Under (2.UWT) auf einem mittelprächtigen 20. Platz und fiel danach aufgrund eines  Sturzes bei der Trofeo Laigueglia (1.Pro) für die Strade Bianche (1.UWT) aus. In Italien kehrte Zimmermann dann aber wieder ins Feld zurück, auch wenn die ersten vier Tage des Tirreno-Adriatico (2.UWT) eher unauffällig verliefen.

Auf der 5. Etappe aber mischte der Augsburger nicht nur in der achtköpfigen Gruppe des Tages mit, sondern hielt sich bis ins Finale hinein vor dem Feld, auch wenn er die Attacke des späteren Etappengewinners Michael Valgren (EF Education – EasyPost) nicht parieren konnte. “Da konnte ich nichts machen. In diesem Moment hat mir der Punch gefehlt“, kommentierte der 28-Jährige die Aktion des Dänen, der sich rund 26 Kilometer vor dem Ziel bergauf gemeinsam mit Julian Alaphilippe (Tudor) absetzte, um auch den Franzosen schließlich am Fuß des Schlussanstiegs abzuschütteln.

Zimmermann konnte dann zwar “noch einen guten Rhythmus weiterfahren. Das Duo vorne hat dann aber kontinuierlich auf mich und Jack Haig Zeit herausgefahren. Ein bisschen hatten wir noch Emil (Verstrynge) dabei, der uns aber nicht mehr groß unterstützen konnte“, schilderte er die Situation, um die Überlegenheit des Amstel-Gold-Gewinners von 2018 anzuerkennen: “Wenn wir mit dem Dritten der Vuelta (Haig im Jahr 2021, d. Red.) die Lücke nicht zukriegen, muss man anerkennen, dass Valgren heute einen super Tag hatte.“

Zimmermann kam schließlich mit knapp zwei Minuten Rückstand auf Platz 24 ins Ziel und war damit bester der nur vier Deutschen am Start des “Rennens zwischen den zwei Meeren“ – zugleich war es Zimmermanns bestes Tagesergebnis dieser bislang nicht sonderlich erfolgreich verlaufenden Saison. “Ich muss es jetzt so hinnehmen und wieder irgendwann mein Glück versuchen, wenn es die Teamtaktik zulässt. Jetzt heißt es erstmal durchschnaufen“, fügte er an.

Das “Irgendwann“ könnte schon auf der Königsetappe am Samstag sein, wie Zimmermann andeutete. "Auf irgendetwas warten müssen wir nicht, weil wir weder jemanden für die Gesamtwertung noch irgendeinen Bergfahrer haben, der die Bergankunft gewinnen kann. Deswegen wäre die logische Marschrichtung wieder das Gleiche zu probieren“, erklärte er, um aber einzuschränken: “Da möchte ich meinem Sportlichen Leiter aber nichts vorweg nehmen.“

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