Ungewohntes Terrain für den Mexikaner?

“Del Toro startet bei der E3 Classic“

Von Kevin Kempf

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Isaac Del Toro im Zeitfahren der Junioren-WM 2021 | Foto: Cor Vos

23.03.2026  |  (rsn) – Wie das niederländische Radsportportal Wielerflits unter Berufung auf den Organisatoren der E3 Classic, Jacques Coussens, berichtet, wird Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) am Freitag an der Mini-Ronde teilnehmen. Der Mexikaner wird demnach an der Seite von unter anderem Nils Politt und Florian Vermeersch antreten. Tadej Pogacar wird erst bei der “richtigen“ Flandern-Rundfahrt am 5. April wieder ins Renngeschehen einsteigen.

Für Del Toro ist im Gegensatz zu Pogacar Flandern fast komplettes Neuland. Nur zwei Renntage hat der Weltranglistenzweite in seiner Karriere in Belgien absolviert – und das waren die beiden Wettkämpfe der Junioren-WM 2021. Dort wurde er im Straßenrennen mit fast 16 Minuten Rückstand auf Per Strand Hagenes (Visma – Lease a Bike) 79., das Zeitfahren beendete er 2:40 Minuten hinter auf Gustav Wang (XDS – Astana Development) Rang 59.

Trotzdem darf man den Mexikanischen Meister gleich auf der Rechnung haben. Allein in dieser Saison überzeugte er nämlich als Dritter der Strade Bianche (1.UWT) und Zweiter der Schotteretappe von Tirreno-Adriatico (2.UWT). Dass die oft zitierte Parcourskenntnis keine Voraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden ist, bewies nicht zuletzt Pogacar. Als der 2022 bei seinem Ronde-Debüt Vierter wurde, hatte er in den sieben Jahren davor acht Renntage in Flandern auf dem Konto, fünf davon in Jugendkategorien.

History repeats

Dass die besten Kletterer sich auch auf Kopfsteinpflaster nicht verstecken müssen, sieht man bei den Pavé-Etappen der Tour de France. 2015 gehörten Chris Froome, Nairo Quintana, Romain Bardet, Alberto Contador, Joaquim Rodriguez, Jean-Christophe Peraud und Vincenzo Nibali zur großen Spitzengruppe, das Jahr davor wurde der Italiener in Arenberg sogar Dritter. Unvergessen ist 2010, als Andy Schleck, Geraint Thomas, Cadel Evans und Ryder Hesjedal dem späteren Gesamtsieger, Contador - dem dieser Triumph ihm anschließend wieder aberkannt wurde - fast eine Minute abnahmen.

Gerade die Ausgabe vor 16 Jahren zeigt, dass ein Offroad-Hintergrund, wie Evans und Hesjedal ihn hatten, auf Kopfsteinpflaster von Vorteil ist. Einen solchen hat – wenn auch nicht so umfassend wie die beiden Medaillengewinner bei MTB-Weltmeisterschaften – der Mexikaner ebenfalls. Auf dem Cross-Rad hat der 22-Jährige auch Erfahrung gesammelt. Bei der U23-WM 2022 in Fayetteville kam er zum Beispiel als 20. ins Ziel.

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